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1.
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Keine Tore in Berlin - Bayern vergab beste Chancen

Glanzlos zur Herbstmeisterschaft

In einem äußerst mäßigen Bundesligaspiel trennen sich die Rivalen aus Berlin und München torlos. Der Rekordmeister aus Süddeutschland konnte seine drückende Überlegenheit nicht in Zählbares ummünzen, die Berliner ermauerten sich einen glücklichen Punktgewinn. Bayern blieb nun zum zweiten Mal hintereinander ohne Torerfolg, darf aber trotzdem die Herbstmeisterschaft feiern.

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Bayerns Ze Roberto hat Hertha-Akteur Grahn im Griff.
Kein Durchkommen: Bayerns Ze Roberto hat Hertha-Akteur Grahn im Griff.
© dpa Zoomansicht

Hertha-Coach Lucien Favre reagierte auf das 1:2 gegen Nürnberg und formierte seine Stammformation auf zwei Stellen um. Für Andreas Schmidt und André Lima liefen der Schwede Grahn und der brasilianische Internationale Mineiro auf. Bayern Münchens Trainer Ottmar Hitzfeld musste nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Duisburg ebenfalls umdisponieren. Für den verletzten Toni (Oberschenkelverhärtung) stürmte Podolski, Sosa räumte seinen Platz für Schweinsteiger. Den suspendierten Kahn ersetzte "Kronprinz" Rensing zwischen den Pfosten.

Die Anfangsphase gehörte im Berliner Olympiastadion klar den Gästen aus Süddeutschland. Von den Herthanern im Spielaufbau wenig gestört, kombinierte der Rekordmeister munter bis vor den Strafraum der Hausherren, während hinten Rensing zunächst beschäftigungslos blieb.

Van Bommel (3.) und Podolski (5.) probierten es zunächst aus der Distanz, ehe es bald gefährlicher vor dem Tor von Drobny zuging. Klose vergab nach einer flachen Hereingabe von Ribery - gerade noch bedrängt von Van Bergen - und schoss neben den rechten Pfosten (16.). Van Buyten verfehlte wenig später per Kopfballaufsetzer den Torerfolg nur knapp (16.).

Nach etwa 20 Minuten beschlossen die Berliner auch am Spiel teilhaben zu wollen und kamen über Gilberto erstmals vor das Tor von Kahn-Statthalter Rensing. Doch zunächst wurde Gilberto bei einem Sololauf am Strafraumrand gestoppt (18.), dann scheiterte er mit einem unkonzentrierten Abschluss aus zwölf Metern halbrechter Position, Pantelic hatte sich zuvor im Mittelfeld in einem Kopfballduell gegen van Buyten durchgesetzt (20.). Es sollte Berlins einzige Chance im ersten Durchgang bleiben.

Denn die Bayern dominierten weiterhin fast nach Belieben das Geschehen, schnürten die Hertha mehr und mehr in deren Hälfte ein und zwangen die Favre-Elf kompromisslos in die Defensive. Nur: es haperte am Abschluss. Der berühmte finale Pass kam nicht beim Mitspieler an. Auch aus der Distanz generierte der FCB wenig Torgefahr: Podolskis Versuch aus 30 Metern landete sicher bei Drobny (27.).

Es dauerte lange, ehe die klar überlegenen Bayern die Schnittstelle durch die vielbeinige Abwehr der Hauptstädter fanden. Podolski fand sich auf der linken Strafraumseite völlig frei wieder und verzog nur knapp (38.). Mit Glück und Geschick verteidigte sich im Anschluss die "alte Dame" in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel sorgte Gilberto für einen ersten Aufreger per Distanzschuss. Rensing und Demichelis klärten nur mit Mühe. Insgesamt präsentierte sich der Gastgeber jetzt aktiver und motivierter, gegen in der Abwehr diszipliniert agierende Münchner kamen aber kaum gute Szenen zu Stande. Da die Hitzfeld-Elf jedoch im Spiel nach vorne ebenfalls überhaupt nicht mehr zurecht kam, entwickelte sich auf dem Rasen des Olympiastadions ein unschön anmutendes Fehlpass-Festival.

Bayerns Demichelis (li.) im Zweikampf mit Pantelic.
Der Ball kein Freund: Bayerns Demichelis (li.) im Zweikampf mit Pantelic.
© dpa

Herthas beste Phase weckte den Gast dann noch einmal auf. Pantelic setzte einen Weitschuss auf das Tornetz (58.), Dardai nahm aus 20 Metern Maß und stellte Rensing vor eine ernste Prüfung (59.), Simunic konnte von einem Fehler des Münchner Schlussmanns nach einer Ecke nicht profitieren (60.). Jetzt kamen die Bayern noch einmal auf und hatten durch Ribery (64.) und Podolski (67.) gute Einschussmöglichkeiten.

Den Gästen fehlte in einem schwachen Spiel jegliche Durchsetzungskraft. Gegen eine schwache und keinesfalls unverwundbare Hertha gelang an diesem Tag wenig, und die wenigen guten Chancen wurden leichtfertig vergeben oder von Drobny zunichte gemacht. So bei Kloses feiner Einzelaktion gegen von Bergen und dem folgenden Schuss des Nationalspielers, den Berlins Keeper mit großem Einsatz noch zur Ecke leiten konnte.

Da auch Ribery nach einem präzisen Klose-Zuspiel nicht den Ball im Tor unterbrachte (82.), blieb es letztlich beim torlosen Remis, das den Bayern die Herbstmeisterschaft sicherte.

Zum Rückrundenauftakt (1.-3.2.08) erwartet die Hertha Eintracht Frankfurt zu Gast. Die Bayern müssen noch am Mittwoch im UEFA-Cup in München gegen Aris Saloniki antreten. Nächstes Jahr treten sie zunächst im Pokal-Achtelfinale gegen Wuppertal an (29.1.), danach am Freitag in der Liga bei Hansa Rostock.

15.12.07
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Drobny (2,5) - 
A. Friedrich (3,5) , 
von Bergen (3) , 
Simunic (2) , 
Fathi (3,5) - 
Dardai (2,5)        
Mineiro (3,5) - 
Lustenberger (4,5)    
Gilberto (3,5) - 
Grahn (5) - 
Pantelic (3,5)

Einwechslungen:
72. Piszczek für Lustenberger
89. Chahed für Dardai

Trainer:
Favre
Bayern München
Aufstellung:
Rensing (3) - 
Lell (3) , 
van Buyten (3) , 
Demichelis (2,5) , 
Lahm (3,5) - 
van Bommel (3) , 
Zé Roberto (3,5) - 
Schweinsteiger (4,5)    
Ribery (4) , 
Podolski (4,5)    
Klose (4,5)

Einwechslungen:
82. Schlaudraff für Podolski

Trainer:
Hitzfeld

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
Gelbe Karten
Hertha:
Dardai
(3. Gelbe Karte)
Bayern:
Schweinsteiger
(5. Gelbe Karte, gesperrt)

Spielinfo

Anstoß:
15.12.2007 15:30 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
74220 (ausverkauft)
Spielnote:  4
eine keinesfalls langweilige Partie, die allerdings alles andere als Offensivspektakel bot und von zwei dominierenden Abwehrreihen und vielen Zweikämpfen geprägt wurde.
Chancenverhältnis:
3:6
Eckenverhältnis:
2:7
Schiedsrichter:
Dr. Markus Merk (Otterbach)   Note 1,5
umsichtig und souverän; lenkte ein Spiel, das anfangs durchaus die eine oder andere Nickligkeit bereithielt, in ruhige Bahnen.
Spieler des Spiels:
Josip Simunic
Konzentriert, zweikampfstark und mit gutem Stellungsspiel: Im Berliner Abwehrzentrum bot der Kroate eine überragende Vorstellung.
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