Bochums Coach Marcel Koller änderte seine Startelf im Vergleich zum 0:1 auf Schalke auf zwei Positionen. Dabrowski und Bönig spielten für Drsek und Yahia. Karlsruhes Trainer Edmund Becker nahm im Gegensatz zur 0:2-Niederlage in Cottbus drei Änderugnen vor. Stoll musste wieder für Franz (nach Gelbsperre) weichen. Da Kapllani ausfiel, übernahm Freis den Job ganz vorne als einzige Spitze und Iashvili spielte im Mittelfeld. Für den erkrankten Eichner rückte der wiedergenesene Buck in die Startformation.
Die Partie begann sehr ausgeglichen. Die erste Gelegenheit hatte Porcello mit einem Freistoß aus 25 Metern, den Renno aber klären konnte. Nur wenig später tauchte Sestak alleine vor Kornetzky auf. Den Lupfer des Slowaken klärte Eggimann kurz vor der Linie. Auch in der Folgezeit spielten beide Mannschaften offensiv und kamen immer wieder gefährlich vor das gegnerischen Gehäuse.
Als der erste Schwung beider Teams etwas nachzulassen schien, brachte Sestak seine Farben in Front. Fuchs überraschte die KSC-Hintermannschaft mit einem langen Pass auf Mieciel. Dieser drang in den Strafraum ein, spielte Sestak frei, der aus 15 Metern schön ins lange Eck schlenzte (18.). Die Antwort der Gäste ließ aber nicht lange auf sich warten. Görlitz kam über die rechte Seite und flankte auf Iashvili. Dessen Direktabnahme prallte von Renno direkt auf Hajnals Kopf und von dort aus direkt ins Tor (24.).
Nach einer halben Stunde ging der Spielfluss verloren und das Spiel wurde ruppiger. Torszenen waren Mangelware bis zum Halbzeitpfiff. Für Bochum gab es noch eine Schrecksekunde als Sestak mit Franz zusammenprallte. Der Slowake konnte aber nach kurzer Behandlung weiterspielen.
Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine. Bochum begann druckvoller, vor allem weil Epalle besser wurde und in den ersten zehn Minuten derging der KSC etwas überraschend in Führung. Freis war nach Zuspiel von Timm zur Stelle, allerdings ging dabei ein Fehler von Renno voraus. Der VfL-Keeper ging unnötigerweise weit aus seinem Kasten haraus, kam aber nicht an den Ball. Timm spielte den Keeper aus und bediente Freis der ins leere Tor einschieben konnte (56.).
Die Führung hielt aber nicht sehr lange. Nur drei Minuten später zirkelte der, in der zweiten Hälfte starke Epalle einen Eckstoß auf den Sestak, der aus sieben Metern völlig frei zur Stelle war. In der Folgezeit merkte man beiden Teams an, dass sie das Spiel gewinnen wollten. Karlsruhe überzeugte spielerisch und konnte sich immer wieder bis zum Sechzehner des VfL durchspielen. Bochum hielt vor allem kämpferisch dagegen und war durch Sestak immer wieder gefährlich.
Bis zum Schlusspfiff entwickelte sich ein intensives Spiel, wobei sich keine der Mannschaften mehr zwingend vor dem gegnerischen Tor in Szene setzten konnte. Da kein Team seine Führung lange halten konnte, mussten sich beide mit einem leistungsgerechten Remis zufrieden geben.
Bochum muss am Sonntag nach Rostock reisen, während Karlsruhe bereits am Samstag den HSV empfängt.

