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Hansa Rostock

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Hannover 96

 

0:3 (0:0)

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Hansa Rostock
Hannover 96
1.
15.
30.
45.
46.
60.
75.
90.












Hannover trifft dreimal in drei Minuten

Stajner beendet verrücktes Finale

In einer wechselhaften Partie besiegen die Gäste aus Niedersachsen Hansa Rostock durch drei späte Treffer. Hansa Rostock vergab vor allem im zweiten Durchgang beste Möglichkeiten, nachdem Hannover die erste Hälfte dominiert hatte. Durch den Last-Minute-Sieg, der um einiges zu hoch ausfiel, bleibt Hannover an der Spitzengruppe dran, während Rostock bei einem Erfolg der Nürnberger in Duisburg auf einen Abstiegsplatz rutschen kann.

Hannovers Schulz gegen Hansas Dorn.
Hatte am Ende nicht nur hier die Nase vorn: Hannovers Schulz gegen Hansas Dorn.
© dpaZoomansicht

Nach der 0:2-Niederlage beim HSV wechselte Hansa Trainer Frank Pagelsdorf eine Position seiner Anfangself aus. Für Bartels begann Dorn. Bei Hannover besetzte Trainer Dieter Hecking nach dem 2:3 gegen Schalke 04 zwei Stellen in der Anfangself neu. Cherundulo und Lauth kamen für Rosenthal (Knie) und Tarnat ins Team.

Hannover legte gleich vom Anpfiff an einen hohen Gang ein und war sofort die dominierende Mannschaft in der Rostocker DKB-Arena. Die Gastgeber wurden regelrecht in der eigenen Hälfte eingeschnürt und kamen nur vereinzelt über Konter zu seltenen Möglichkeiten.

Der Druck der "Roten" mündete in eine Vielzahl von Chancen, die allesamt fahrlässig ausgelassen wurden. Hanke scheiterte am unsicher wirkenden Wächter (2.), Rathgeb rettete für seinen geschlagenen Schlussmann mit dem Knie auf der Linie - Fahrenhorst hatte nach einer Huszti-Ecke platziert geköpft (11.). Cherundulo und Huszti setzten Fernschüsse knapp neben den Hansa-Kasten (13.), Pinto scheiterte mit einem zu hastigen Abschluss aus zwölf Metern alleine vor Wächter, wobei dieser wieder Glück mit einer verunglückten Faustabwehr hatte. Das Spielgerät trudelte nur knapp am rechten Pfosten vorbei zur Ecke (18.). In dieser Phase besaß Rostock nur eine Möglichkeit: Agali kam nach einem Doppelpass mit Dorn frei vor Enke zum Abschluss, schoss aber links am Gehäuse der Pagelsdorf-Elf vorbei (7.).

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Nach Hannovers stürmischer Anfangsoffensive nivellierten sich die Verhältnisse und Rostock kam nach und nach besser ins Spiel. Die Viererkette rückte nun besser auf, die Räume wurden enger und die Gäste mehr und mehr in leidenschaftlich geführte Zweikämpfe verwickelt. Bis vors Tor schafften es die Hausherren freilich immer noch selten, also mussten sie es aus der Distanz versuchen. Kern prüfte Enke aus 25 Metern und zwang Hannovers Nummer eins zu einer Klasse-Parade (24.). Agali fiel wenig später im Strafraum spektakulär um, aber die Pfeife von Schiedsrichter Manuel Gräfe blieb stumm (32.)

Die Niedersachsen entwickelten jetzt zwar weniger Druck, blieben aber durch vereinzelte Vorstöße gefährlich. Schulz, von Hanke per Hacke mustergültig bedient, hatte die Führung auf dem Fuß, spielte aber lieber quer anstatt es selbst zu versuchen. Hanke vergab den Nachschuss (41.).

Zur Pause tauschte Frank Pagelsdorf Pearce für Rahn auf dem linken Flügel aus. Und nun kamen die Hansestädter besser in Fahrt. Die "Roten" wirkten nun passiv, entwickelten wenig Elan in Richtung des gegnerischen Tores.

Orestes (53.) und Pearce (55.) kamen aussichtsreich in Position, doch der Portugiese traf den Ball nicht richtig und der US-Boy segelte knapp an einer scharfen Flanke vorbei. Wenig später tauchte der Nordamerikaner nach einem Zuspiel von Kern alleine vor Enke auf, schoss auf das kurze Eck. Doch Hannovers Keeper hatte irgendwie noch die Hand an dem Ball und wehrte ab (65.).

Traf nach langer Zeit: Hannovers Hanke (am Ball), hier im Duell gegen Sebastian
© dpa

Hansa drückte in der Folge weiter auf den Siegtreffer, war nun die klar bessere Mannschaft, doch die Tore machte Hannover - und das in einer völlig verrückten Schlussphase: Ein Freistoß von Huszti, der an der Mauer abprallte, diente Fahrenhorst als Vorlage zu seinem Kopfballtor aus kurzer Entfernung (84.), Hanke traf nach langer Durststrecke, da Wächter einen Schuss des gerade eingewechselten Krebs vor seine Füße prallen ließ (86.) und quasi noch beim Jubeln setzte Stajner nach einer schönen Einzelaktion von Hashemian den Schlusspunkt (87.).

Rostock tritt am nächsten Sonntag auswärts in Leverkusen an Hannover erwartet zum nächsten Spieltag am Samstag Werder Bremen.

30.11.07
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hansa Rostock
Aufstellung:
Wächter (5) - 
Langen (4,5) , 
Sebastian (5) , 
Orestes (5) , 
Stein (4,5)   
Rathgeb (3) , 
Beinlich (5)   
Dorn (5)   
C. Rahn (5)   
E. Kern (4,5) - 
Agali (3,5)

Einwechslungen:
46. Pearce (4) für C. Rahn
77. Bartels für Dorn
87. Hähnge für Beinlich

Trainer:
Pagelsdorf
Hannover 96
Aufstellung:
Enke (3,5) - 
Cherundolo (4,5) , 
Vinicius (4) , 
Fahrenhorst (2)    
C. Schulz (4) - 
Balitsch (3)   
Lala (3,5) - 
Pinto (4)   
Lauth (5)   
Huszti (3,5)   
Hanke (2)    

Einwechslungen:
69. Hashemian für Lauth
75. Stajner     für Pinto
85. Krebs für Huszti

Trainer:
Hecking

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Fahrenhorst (84., Kopfball, Huszti)
0:2
Hanke (86., Rechtsschuss, Krebs)
0:3
Stajner (87., Rechtsschuss, Hashemian)
Gelbe Karten
Rostock:
Stein
(3. Gelbe Karte)
Hannover:
Balitsch
(4. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
30.11.2007 20:30 Uhr
Stadion:
DKB-Arena
Zuschauer:
17000
Spielnote:  2,5
mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich die Partie zum offenen Schlagabtausch, mit einem furiosen Finale.
Chancenverhältnis:
4:7
Eckenverhältnis:
6:7
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 2
meist mit dem richtigen Maß im Bemühen, die Partie laufen zu lassen und dennoch unter Kontrolle zu behalten. Hätte das Zuspiel von Vinicius auf Enke als unerlaubten Rückpass ahnden müssen (45.).
Spieler des Spiels:
Frank Fahrenhorst
Hinten sicher, vorne entscheidend: Seinen ersten Kopfball kratzte Rathgeb von der Torlinie (11.), der zweite brachte das wichtige 1:0.
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