Keine Änderungen nahm Hansas Trainer Frank Pagelsdorf gegenüber dem 0:1 in Wolfsburg vor. Kapitän Stefan Beinlich hatte seine Kniebeschwerden noch nicht ganz auskuriert und nahm erstmal auf der Bank Platz. Bei Schalke kamen gleich zwei Spieler zu ihrem Saisondebüt in der Startelf. Linksverteidiger Höwedes und Spielmacher Rakitic mussten im Vergleich zum 0:2 gegen den KSC auf die Bank, Rodriguez und Grossmüller nahmen ihre Plätze ein.
Die zuletzt daheim zweimal siegreichen Rostocker konnten in der Anfangsphase nicht an ihre letzten Vorstellungen in der DKB-Arena anknüpfen. Schalke übernahm von Beginn an die Initiative, gewann mehr Zweikämpfe und wirkte auch im Spiel nach vorne ideenreicher. Schon nach vier Minuten hätte Westermann aus einer Standardsituation heraus treffen müssen. Bordon hatte den Ball per Kopf auf seinen Verteidigerkollegen zurückgelegt, doch dieser donnerte das Leder unbehelligt aus acht Metern über das Tor.
Doch auch die Kollegen aus den vorderen Abteilungen machten es trotz guter Möglichkeiten zunächst nicht besser. In der 21. Minute versuchten sich gleich zwei Gastakteure: Während Grossmüller aus aussichtsreicher Position an Keeper Wächter scheiterte, ließ Asamoah eine gute Kopfballchance nach dem anschließenden Eckball ungenutzt.
Von Rostock war nichts zu sehen - bis zur 28. Minute. Und die Schalker konnten nach dieser Aktion von Glück sagen, dass sie vollzählig blieben. Der Ex-Schalker Agali versetzte Bordon und war auf und davon, bis ihn der Brasilianer umrempelte. Referee Sippel bließ es beim Gelben Karton. Westermann war zwar in der Nähe, hätte aber nicht mehr eingreifen können. Somit wäre Rot die richtige Entscheidung gewesen.
Mit elf Schalkern ging es also weiter. Und in der 33. Minute erzielte einer davon die Führung für Königsblau. Eine Bogenlampe lenkte Langen unglücklich zu Asamoah. Der Angreifer zögerte keine Sekunde: Aus elf Metern ließ er Keeper Wächter mit einem Drehschuss keine Abwehrmöglichkeit. Die Schalker schalteten danach einen Gang herunter, Rostock hingegen ließ eine Trotzreaktion vermissen. Die Konsequenz: keine Torchancen. So blieb es bis zur Pause bei der verdienten Führung für die Gelsenkirchener.

In der DKB-Arena ging es nach der Halbzeit auf ähnliche Weise wie im ersten Abschnitt weiter. Schalke bestimmte die Begegnung, ohne jedoch zu echten Torgelegenheiten zu kommen. Rostock strahlte weiter keine Gefahr aus - doch zum Ausgleich benötigten sie auch keine spielerischen Mittel. In der 56. Minute leistete sich Manuel Neuer nämlich einen kapitalen und folgenschweren Patzer. Wie so oft wollte der Schlussmann einen Konter mit einem schnellen Abwurf einleiten. Doch Stein hatte den Braten gerochen. Er spritzte dazwischen und traf mit einem Lupfer über Neuer zum 1:1 (56.).
In der Folgezeit kam Hektik in die Partie. Referee Sippel verteilte jede Menge Gelbe Karten. Sogar der bereits ausgewechselte Hähnge sah auf der Bank sitzend wegen Meckerns den Gelben Karton. Ein unglückliches Händchen bewies der Unparteiische bei der Verwarnung von Victor Agali. Nach einem klaren Ellbogencheck an Bordon hätte der Nigerianer eigentlich Rot sehen müssen (80.).
Die zahlreichen Unterbrechungen hemmten den Spielfluss. So kam es nur noch zu vereinzelten Gelegenheiten. Die beste Möglichkeit hatte Rahn mit einem 18-Meter-Schuss, den Neuer mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte (67.). Auch Dorn scheiterte in der 79. Minute aus spitzem Winkel am Schalker Schlussmann. Die Gelsenkirchener zeigten in der Schlussphase keine Durchschlagskraft mehr und konnten am Ende mit dem Punkt zufrieden sein.
Rostock tritt am Samstag gegen den KSC an, Schalke am Mittwoch in der Champions League beim FC Chelsea. Danach empfangen die Königsblauen am Samstag Werder Bremen.
| Hansa Rostock |
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| FC Schalke 04 |
![]() Aufstellung: Neuer (5,5) - Rafinha (4) , Westermann (3) , Bordon (4) , Rodriguez (4) - F. Ernst (3,5) - J. Jones (4) , Bajramovic (4,5) - Grossmüller (3,5) - Kuranyi (5) Trainer:
Slomka |
Gelbe Karten |
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| Besondere Vorkommnisse | |
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Der bereits ausgewechselte und auf der Bank sitzende Hähnge erhält wegen Reklamierens die Gelbe Karte (68.).
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