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Bayer Leverkusen

 - 

Borussia Dortmund

 

2:2 (0:1)

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Bayer Leverkusen
Borussia Dortmund
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.













Petric trifft doppelt - Sinkiewicz der Pechvogel

Kießling knackt den Abwehrriegel

In einem unterhaltsamen und temporeichen Bundesligaspiel teilten sich Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund die Punkte. Petric hatte zweimal für die BVB-Führung gesorgt, doch Bayer konnte immer wieder zurückschlagen. Nach langem Anrennen gelang Kießling erst in der Schlussphase gegen verzweifelt kämpfende Dortmunder das Tor zum Punktgewinn.

Leverkusens Sarpei ist vor Dortmunds Federico am Ball.
Leverkusens Sarpei ist vor Dortmunds Federico am Ball.
© dpaZoomansicht

Bei Bayer stellte Coach Michael Skibbe nach dem 1:2 in Frankfurt auf zwei Positionen um: Für Schwegler (Innenbandanriss) und Haggui liefen Gekas und Manuel Friedrich auf. Auch beim BVB gab es nach dem 2:1 gegen Bochum Änderungen in der Startelf: Die wiedergenesenen Petric und Degen ersetzten Nöthe und Njambe, Kovac durfte für den Gelb-Rot gesperrten Kapitän Wörns auflaufen.

Bayer Leverkusen fasste als erste Mannschaft Tritt und begann schwung- und druckvoll auf das Tor von BVB-Keeper Weidenfeller zu spielen. Und die Dortmunder hatten bereits früh großes Glück. Gekas war nach einem Traumpass von Barbarez in die Gasse gelaufen und hatte den Ball bereits am Torwart vorbeigelegt. Doch der Schiedsrichter hatte fälschlicherweise auf Abseits entschieden (3.)

Und die Werkself legte nach: Mit großem läuferischen Einsatz und feinem Kombinationsspiel stellte sie die Dortmunder vor große Schwierigkeiten. Entlastung fand die Doll-Elf nur durch weite Pässe aus der Abwehr heraus, meist war dann auch an der Mittellinie Endstation. Ersatzkapitän Rolfes per Fernschuss (11.) und der Chilene Vidal (15.) mit einem ruhenden Ball vergaben die besten Bayer-Möglichkeiten in der Anfangsphase.

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Erst als Leverkusen einen Gang herunterschaltete und Tempo herausnahm, kamen die Gäste zu ersten gefährlichen Angriffen. Petric prüfte Adler erstmals nach 17 Minuten, doch der junge Keeper war auf dem Posten (17.).

Die Gastgeber zeigten sich zwar weiterhin spielbestimmend, fanden aber nicht mehr den direkten Weg vor das BVB-Tor. Dortmund kam nur selten, dafür immer wieder gefährlich vor das Bayer-Tor. Barnetta verpasste knapp vor Weidenfeller (19.), Klimowicz zeigte sich erstmals und prüfte Adler mit einem scharfen Kopfball auf das linke Kreuzeck (21.).

Nach Kießlings Schusschance aus fünf Metern Entfernung, die Weidenfeller sicher vereitelte, herrschte dann heilloses Chaos im Bayer-Strafraum. Nach einem schönen Pass von Petric durften sich erst Kringe und dann Klimowicz aus kurzer Distanz versuchen, aber mit vereinten Kräften gelang es den Leverkusenern, das Gegentor noch zu verhindern (35.).

Kurz darauf klappte das aber nicht. Petric sorgte mit einem traumhaften Volleyschuss aus zwölf Metern halblinker Position für Jubel auf der Dortmunder Bank. Kringe hatte zuvor weit und hoch geflankt (41.).

Mit der knappen Gästeführung ging es in die Pause, nach der Leverkusen mit Angriffslust und mit Freier für Vidal das Spiel wieder aufnahm. Der BVB ließ sich weit in die eigene Hälfte zurückdrängen und wurde prompt bestraft. Freier hatte zuvor gleich vier Gäste einfach stehen lassen und legte kurz von rechts auf Gekas quer. Der Grieche bedankte sich und hielt einfach den Fuß hinein (52.).

Doch die Freude über den Ausgleich währte nur kurz. Sinkiewicz verschätzte sich bei einem Steilpass von Kringe und legte unfreiwillig auf Petric auf. Der durfte nun alleine vor Adler ungestört abziehen, scheiterte im ersten Versuch noch, um im zweiten die erneute Führung für sein Team zu erzielen (54.).

Im Anschluss entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Verzweifelt versuchte Bayer den Dortmunder Abwehrriegel zu knacken. Doch alle Versuche sollten bis in die Schlussphase nicht belohnt werden. Dortmunder Entlastungsangriffe gab es in der letzten halben Stunde nur selten.

Kurz vor Schluss wurde es hektisch: Weidenfeller rettete mit Glanztaten erst gegen Rolfes (85.) und dann gegen einen 20-Meter-Schuss von Kießling. Dann musste er doch noch hinter sich greifen. Freier hatte einen Ball hoch in den Sechzehner geschlagen, Kießling schraubte sich hoch und köpfte aus fünf Metern unhaltbar ein (86.).

Dortmund überstand die letzten Minuten noch mit viel Glück und rettete gegen nun entfesselt anstürmende Leverkusener den einen Punkt.

Bayer Leverkusen präsentiert sich das nächste Mal am Donnerstag (19 Uhr) gegen Toulouse im UEFA-Cup, in der Bundesliga gehts am Samstag beim Meister aus Stuttgart wieder um Punkte. Auch auf den BVB wartet eine große Hürde. Der Tabellenführer aus München ist am Sonntag in Dortmund der nächste Gegner.

20.10.07
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayer Leverkusen
Aufstellung:
Adler (2) - 
Castro (3,5) , 
Sinkiewicz (5) , 
M. Friedrich (3,5) , 
Sarpei (3)   
Rolfes (3) , 
Vidal (3,5)   
Kießling (2,5)       
Barnetta (2,5) - 
Barbarez (3)      
Gekas (4,5)    

Einwechslungen:
46. Freier (2) für Vidal
72. Papadopulos für Barbarez
81. Dum für Sarpei

Trainer:
Skibbe
Borussia Dortmund
Aufstellung:
Weidenfeller (3) - 
P. Degen (3,5)   
R. Kovac (3) , 
Brzenska (4) , 
Dede (4) - 
Tinga (3,5)   
Kruska (4)   
Federico (5)   
Kringe (2) - 
Klimowicz (3)   
Petric (1,5)        

Einwechslungen:
60. Blaszczykowski (5)    für Federico
70. Gordon für Kruska
77. Buckley für Klimowicz

Trainer:
Doll

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Petric (41., Linksschuss, Kringe)
1:1
Gekas (52., Rechtsschuss, Freier)
1:2
Petric (54., Rechtsschuss)
2:2
Kießling (86., Kopfball, Freier)
Gelbe Karten
Leverkusen:
Barbarez
(3. Gelbe Karte)
,
Kießling
(4.)
Dortmund:
Tinga
(1. Gelbe Karte)
,
P. Degen
(3.)
,
Blaszczykowski
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
20.10.2007 15:30 Uhr
Stadion:
BayArena
Zuschauer:
22500 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
schnelle, intensive Partie mit vielen Chancen, aber auch gelegentlichem Leerlauf.
Chancenverhältnis:
12:7
Eckenverhältnis:
17:4
Schiedsrichter:
Florian Meyer (Burgdorf)   Note 5,5
eine schwache Leistung mit vielen Fehlern, zwei davon schwerwiegend: Gekas stand allein vor Weidenfeller nicht im Abseits (3.), und Degens Attacke gegen Kießling (90./+1) hätte zwingend einen Elfmeter nach sich ziehen müssen.
Spieler des Spiels:
Mladen Petric
Fußballerische Klasse beim ersten Tor und Gedankenschnelligkeit beim zweiten Treffer hoben ihn vom Rest der Kollegen ab.
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