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1. FC Nürnberg

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Karlsruher SC

 
1. FC Nürnberg

0:2 (0:1)

Karlsruher SC
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1. FC Nürnberg
Karlsruher SC
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.










Enttäuschender Saisonstart des Pokalsiegers

Hajnal schockt den Club

Nürnberg hat den Auftakt verpatzt! Gegen den sehr defensiv agierenden Karlsruher SC konnten die Meyer-Schützlinge trotz teilweise drückender Überlegenheit ihre wenigen klaren Chancen nicht nutzen. Die Badener schlugen dagegen kurz vor der Pause eiskalt zu. Auch im zweiten Durchgang hielt das Abwehrbollwerk der Gäste dem Ansturm der Hausherren stand, ein Blazek-Fehler brachte die Entscheidung.

Misimovic (FCN) gegen Carnell (li.) und Aduobe (beide KSC)
Oft war' s nur ein "Gewurschtel": Misimovic (FCN) gegen Carnell (li.) und Aduobe (beide KSC).
© dpaZoomansicht

Bei Nürnberg, das die Pflichtaufgabe im DFB-Pokal mit einem 6:0 bei Viktoria Hamburg souverän erledigte, tauschte Trainer Hans Meyer einmal Personal aus und brachte den tschechischen Keeper Blazek an Stelle von Klewer. Ebenfalls eine Änderung nahm KSC-Coach Edmund Becker vor, der nach dem mühsamen 2:0 n.V. in Neustrelitz im DFB-Pokal Timm für den Georgier Iashvili brachte.

Nürnberg versuchte vor ausverkauftem Haus gleich in der Anfangsphase, Druck aufzubauen. Karlsruhe stand tief und erwartete die Angriffe der Franken mit allen Mann in der eigenen Hälfte. Nach acht Minuten die Riesenchance für die Hausherren, die frühe Führung zu erzielen: Vittek spritzte in einen ungenauen Rückpass von Mutzel, umspielte Keeper Miller, zielte dann aber im Fallen aus 14 Metern rechts am leeren Tor vorbei ...

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Beim FCN wartete Trainer Hans Meyer mit der taktischen Variante auf, dass er den etatmäßigen Innenverteidiger Beauchamp als Wachhund für KSC-Spielmacher Hajnal abstellte. Galasek wurde dafür in die Deckung zurückgezogen und kurbelte von ganz hinten das Spiel seiner Elf an. Der Pokalsieger bestimmte klar das Geschehen, hatte viel Ballbesitz, spielte aber wenig konstruktiv. Richtig brenzlig wurde es im weiteren Verlauf für den kompakt stehenden Aufsteiger nur selten. Der setzte auf Konter, die aber zunächst meist frühzeitig an eigenen Ungenauigkeiten scheiterten.

Der erste Durchgang bot so wenig Leckerbissen, wenn es einmal gefährlich wurde, war auf Seiten der Hausherren immer Vittek beteiligt: Der Drehschuss des Slowaken wurde zur sicheren Beute von KSC-Keeper Miller (21.).

Nach einer halben Stunde konnte sich der Aufsteiger etwas befreien und hatte sogar die große Möglichkeit zum 0:1. Timm versetzte am rechten Fünfereck Kristiansen, scheiterte dann aber am Reflex von Keeper Blazek (37.). Auf der Gegenseite hatte einmal mehr Vittek einen Treffer auf dem Fuß, doch Eggimann fälschte seinen 16-Meter-Schuss glücklich zur Ecke ab (40.). Die Badener hatten bei ihrer zweiten Chance dann mehr Glück: Görlitz flankte von der rechten Seite in die Mitte, Kapllani verlängerte zu Mutzel, FCN-Keeper Blazek lenkte den Ball an die Latte. Hajnal stand goldrichtig und staubte das zurückspringende Leder aus kürzester Distanz ab (44.).

Mit Jacobsen für Saenko begann Nürnberg den zweiten Abschnitt, Kristiansen rutschte auf die Position des Russen. Doch das Spiel der Franken wurde eher schlechter, der Schock des Gegentors schien tief zu sitzen. Vergeblich suchte der einfallslos agierende Pokalsieger nach dem Schlüssel, den Abwehrriegel der Gäste zu knacken. Die hatten nun eine wesentlich bessere Ballkontrolle und zunächst wenig Probleme, die Heimelf vom eigenen Strafraum fernzuhalten.

Ein Doppelwechsel beim Altmeister sollte Besserung bringen: Kennedy und Mintal kamen nach einer knappen Stunde für Charisteas und Misimovic. Und die beiden brachten tatsächlich neuen Elan: Der Slowake hatte nach Zusammenspiel mit dem Australier drei Minuten später den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber am großartig parierenden Miller. Fünf Minuten später zielte der ehemalige Torschützenkönig aus elf Metern Zentimeter vorbei. Es war in den zweiten 45 Minuten die beste Phase des Club, in der auch Galasek (70.) und Engelhardt (73.) mit ihren Versuchen kein Glück hatten.

Das Tor aber fiel wieder auf der anderen Seite: Der gerade eingewechselte Freis stand rechts vollkommen frei und flankte in die Mitte. FCN-Keeper Blazek ließ den Ball im Hechtsprung fallen, Hajnal stand erneut goldrichtig und vollendete aus zehn Metern (74.).

Damit war das Spiel entschieden, weil die Heimelf nicht mehr in der Lage war, zurückzuschlagen. Der Aufsteiger holt den euphorisierten Pokalsieger dank einer soliden Defensivleistung und Doppeltorschütze Hajnal auf den Boden der Tatsachen zurück.

Nürnberg reist am kommenden Samstag an die Ostsee und gastiert bei Hansa Rostock, während der KSC bereits am Freitag seine Heimspielpremiere gegen Hannover feiert.

12.08.07
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Nürnberg
Aufstellung:
Blazek (5) - 
Reinhardt (4) , 
Wolf (3,5) , 
Galasek (3) , 
Kristiansen (4) - 
Beauchamp (4,5) - 
Engelhardt (4)    
Misimovic (4)    
Vittek (4) , 
Saenko (4,5)    
Charisteas (5)    

Einwechslungen:
46. Jacobsen (4,5) für Saenko
59. Mintal (3) für Misimovic
59. Kennedy (3) für Charisteas

Trainer:
Meyer
Karlsruher SC
Aufstellung:
Miller (2) - 
Görlitz (3)    
Eggimann (2,5) , 
Franz (3) , 
Eichner (3,5) - 
Mutzel (4) , 
Aduobe (3)    
Timm (3,5)    
Hajnal (1,5)            
Carnell (4) - 
Kapllani (4)    

Einwechslungen:
56. Staffeldt (3,5) für Aduobe
72. Freis für Kapllani
87. Iashvili für Hajnal

Trainer:
Becker

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Hajnal (44., Linksschuss, Mutzel)
0:2
Hajnal (74., Rechtsschuss, Freis)
Gelbe Karten
Nürnberg:
Engelhardt
(1. Gelbe Karte)
Karlsruhe:
Görlitz
(1. Gelbe Karte)
,
Timm
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
12.08.2007 17:00 Uhr
Stadion:
Easy-Credit-Stadion, Nürnberg
Zuschauer:
45419
Spielnote:  3,5
eine Partie auf mittelmäßigem Niveau, die nur phasenweise für Highlights sorgte.
Chancenverhältnis:
6:5
Eckenverhältnis:
2:4
Schiedsrichter:
Peter Gagelmann (Bremen)   Note 4
keine spielentscheidenden Fehler, dafür mit zahlreichen kleinen. Zeigte außerdem zu spät Gelb und legte die Messlatte so zu niedrig an.
Spieler des Spiels:
Tamas Hajnal
Trotz Sonderbewachung von Beauchamp nie ganz auszuschalten, stand bei beiden Abstaubertoren goldrichtig.
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