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Bayern München

 - 

Alemannia Aachen

 

2:1 (1:1)

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Bayern München
Alemannia Aachen
1.
15.
30.
45.







46.
60.
75.
90.








Couragierter Auftritt der Alemannia wurde nicht belohnt

Bayern zittert sich zum Pflichtsieg

Erst durch einen Weckruf in Form des 0:1 durch Dum wurden die Bayern zu einer engagierteren Vorstellung angestachelt. Die reichte schließlich zu einem unspektakulären Sieg gegen den zuletzt zweimal siegreichen Aufsteiger.

Rösler, van Buyten und Ottl
Mit Händen und Füßen wehrte sich Sascha Rösler gegen die Bayern van Buyten und Ottl (v.l.).
© dpaZoomansicht

Mit zwei personellen Umstellungen reagierte Felix Magath auf die 1:2-Niederlage seiner Bayern bei Arminia Bielefeld. Neben dem verletzten Hargreaves (Wadenbeinbruch) verlor auch Podolski seinen Platz in der Startelf. Ottl und Makaay liefen stattdessen von Beginn an auf.

Michael Frontzeck feierte beim 4:2 gegen Gladbach einen Einstand nach Maß auf der Bank der Alemannia. Entsprechend verzichtete der Ex-Nationalspieler auch auf Umstellungen und schickte exakt die gleiche Elf aufs Feld.

Vor voll besetzten Rängen in der Allianz-Arena begannen die Alemannen ohne Respekt. Direkt suchte der Aufsteiger den Weg nach vorne, ohne dabei allerdings das Tor von Oliver Kahn in Gefahr zu bringen.

Nach rund zehn Minuten verlagerte sich das Geschehen immer mehr in die Aachener Hälfte. Die Münchner verzeichneten fortan ein deutliches Plus an Spielanteilen, blieben in ihrer Spielanlage aber sehr behäbig und berechenbar. Die defensiv gut organisierten Gäste hatten so kaum Probleme, Torchancen zu vermeiden.

Erst in der 22. Minute kam die Magath-Elf zu einer ersten ordentlichen Tormöglichkeit, als sich Lucio im Anschluss an eine Ecke im Kopfballduell durchsetzte, aber Leiwakabessy auf der Linie richtig postiert war. Eine Minute später zappelte der Ball im Netz, Pizarros Treffer fand jedoch keine Anerkennung, weil sich van Buyten im vorausgegangenen Luftkampf gegen Plaßhenrich zu vehement eingesetzt hatte.

In der 36. Minute meldete sich die Alemannia mit einem Ebbers-Kopfball, den Kahn parieren konnte, wieder zu Wort und ging zwei Minuten später überraschend in Führung. Dum jagte einen indirekten Freistoß vom Strafraumrand Richtung Tor, Schweinsteiger und Lucio fälschten ab, so dass das Leder im linken oberen Eck einschlug (38.).

Fast im direkten Gegenzug antwortete der Meister. Ein Schuss von Schweinsteiger konnte in letzter Sekunde noch zur Ecke abgewehrt werden, doch die führte dann zum Ausgleich. Pizarro entledigte sich mit einem Schubser der Bewachung durch Dum und hatte anschließend keine Probleme mehr, aus kurzer Distanz einzuköpfen (39.).

Van Buyten und Santa Cruz gratulieren Pizarro
Erleichterung: Van Buyten und Santa Cruz gratulieren Pizarro zum schnellen 1:1.
© dpa

Bis zur Pause blieb die Partie hektisch, so dass Schiedsrichter Markus Schmidt insgesamt fünf Gelbe Karten verteilte, um die Partie im Griff zu behalten.

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Ohne personelle Wechsel ging es nach dem Kabinengang weiter, doch nun nahmen die Hausherren von Beginn an das Heft in die Hand. Lahm setzte mit einem Pfostentreffer (48.) ein erstes Zeichen, van Bommel zog nur kurz darauf nach, scheiterte aber an Keeper Nicht (52.). So näherten sich die Bayern langsam an und kamen schließlich auch zum Erfolg: Lahm bediente van Bommel in zentraler Position, der Niederländer setzte sich noch gegen Plaßhenrich durch und platzierte das Leder dann aus gut 20 Metern unhaltbar rechts unten in die Maschen (54.).

Pizarro hätte nach genau einer Stunde Spielzeit nachlegen können, verzog aber gleich zwei Mal und beließ es damit beim knappen Vorsprung des Favoriten.

Das hätte sich rächen können, denn in das Spiel des Meisters schlichen sich wieder vermehrt Nachlässigkeiten ein. Einen Ebbers-Schuss aus 18 Metern boxte Kahn aus der Gefahrenzone (72.), nach einer verunglückten Sagnol-Rückgabe rettete Lucio mit vollem Einsatz vor dem lauernden Alemannia-Stürmer (74.). Als das Leder dann tatsächlich im Netz des FCB-Tores zappelte, versagte Schiedsrichter Markus Schmidt dem Treffer aufgrund einer angeblichen Abseitsstellung Nolls die Anerkennung. So plätscherte die Partie dahin, ohne dass die Gäste noch zum Erfolg kamen. Bayern feierte letztlich einen puren Arbeitssieg.

Nach zuletzt nur einem Punkt aus zwei Spielen landet der Meister wieder einen Sieg und setzt sich damit an die Tabellenspitze. Wollen die Münchner allerdings am Mittwoch bei Inter Mailand bestehen, wird eine Steigerung nötig sein. Aachen kann nach einer engagierten Leistung erhobenen Hauptes die Rückreise antreten und sich auf das Aufsteigerduell gegen den VfL Bochum vorbereiten.

23.09.06
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayern München
Aufstellung:
Kahn (2)   
Sagnol (4) , 
Lucio (3,5)   
van Buyten (3) , 
Lahm (2,5) - 
van Bommel (3)       
Ottl (3,5) - 
R. Santa Cruz (4)   
Schweinsteiger (4)   
Pizarro (2)    
Makaay (4)

Einwechslungen:
65. Demichelis für Schweinsteiger
76. Karimi für R. Santa Cruz
90. dos Santos für van Bommel

Trainer:
Magath
Alemannia Aachen
Aufstellung:
Nicht (5) - 
Pinto (4,5)   
Herzig (2,5) , 
Sichone (2,5) , 
Leiwakabessy (4) - 
Plaßhenrich (4) - 
Reghecampf (4)      
Dum (2)       
Rösler (5,5)   
Schlaudraff (5)   
Ebbers (3,5)

Einwechslungen:
65. Fiel für Reghecampf
75. Noll für Dum
78. Ibisevic für Rösler

Trainer:
Frontzeck

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Dum (38., indirekter Freistoß, Linksschuss)
1:1
Pizarro (39., Kopfball, Schweinsteiger)
2:1
van Bommel (55., Rechtsschuss, Lahm)
Gelbe Karten
Bayern:
Kahn
(1. Gelbe Karte)
,
Lucio
(1.)
Aachen:
Pinto
(4. Gelbe Karte)
,
Schlaudraff
(2.)
,
Reghecampf
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
23.09.2006 15:30 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena
Zuschauer:
69000 (ausverkauft)
Spielnote:  4
Chancenverhältnis:
7:3
Eckenverhältnis:
9:4
Schiedsrichter:
Markus Schmidt (Stuttgart)   Note 6
belehrend, gestenreich, fast ohne Vorteilsauslegung, dazu mit Fehlern bei fast allen wichtigen Entscheidungen, die er zu fällen hatte.
Spieler des Spiels:
Claudio Pizarro
Erzielte das 1:1, allerdings regelwidrig. Bereitete gute Chancen (van Bommel, Santa Cruz) vor. Offensiv viel unterwegs.
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