Nach dem 1:2 gegen die Bayern wechselte Trainer Koller sein Team auf zwei Positionen. Für Lense und Ilicevic spielten Pallas und Schröder auf der rechten Seite. Cottbus holte gegen den HSV (2:2) seinen ersten Saisonpunkt. Trainer Sander ließ sein Team unverändert. Radu spielte erneut einzige Spitze.
Zu Beginn entwickelte sich eine tempo- und chancenreiche Partie in Bochum. Die Gastgeber begannen forsch und hätten nach sechs Minuten durch Dabrowski in Führung gehen können, als Piplica eine Flanke unterlief. Der defensive Mittelfeldspieler köpfte jedoch knapp am Tor vorbei.
In der 8. Minute meldeten sich die Lausitzer das erste Mal zu Wort. McKenna schickte den flinken Radu auf die Reise, der schneller als Drsek war, jedoch im Eins gegen Eins an Skov-Jensen scheiterte. Der Rumäne agierte auch in der nächsten Situation unglücklich. Drsek grätschte ein Flanke von der Linie, per Kopf verfehlte der Cottbus-Stürmer das Tor um Zentimeter.
Von da an kam nicht mehr viel von Energie. Bochum nahm nun das Heft in die Hand und hatte zahlreiche gute Gelegenheiten. Vor allem die Aktionen von Misimovic brachten Gefahr. Seinen Freistoß konnte Piplica nicht festhalten, hielt aber gegen den Nachschuss von Drsek. Ein Volleyschuss des Bosniers, der das Tor knapp verfehlte (29.) und ein Linksschuss aus 18 Metern (40.) brachten die Cottbuser ebenfalls in Verlegenheit. Letztlich blieb es aber bis zur Pause beim torlosen Remis.
Im zweiten Spielabschnitt nahm das Niveau etwas ab. Cottbus beschränkte sich nun vollends auf die Defensive, hielt mit Kampfkraft dagegen. Die Bochumer fanden kaum einmal eine Lücke in der nun besser postierten Abwehr der Gäste. Der erste Torabschluss gelang dem VfL erst in der 66. Minute. Doch der Volleyschuss von Trojan verfehlte ebenso das Tor wie in der 82. Minute der 16-Meter-Schuss von Fabio Junior.
Cottbus witterte in der Schlussphase seine Chance und wurde etwas mutiger. Und tatsächlich: Fünf Minuten vor Spielende führte Gunkel eine Ecke kurz auf Ziebig aus. In der Mitte gewann da Silva den Luftkampf gegen Maltritz und köpfte kraftvoll zur überraschenden Führung für die Lausitzer ein.
Von diesem Schock erholten sich die Bochumer in den Schlussminuten nicht mehr. Nach zweiminütiger Nachspielzeit pfiff der 23-jährige Schiedsrichter Kempter bei seinem Bundesligadebüt die Partie ab und sorgte für hängende Köpfe beim VfL.
Bochum muss auch im zweiten Heimspiel hintereinander eine Niederlage hinnehmen und reist als nächstes zu den formstarken Nürnbergern. Cottbus fährt mit drei Punkten im Gepäck zurück in die Lausitz und freut sich auf zwei Heimspiele gegen Mainz und den Club.
| VfL Bochum |
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| Energie Cottbus |

