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1. FSV Mainz 05

 - 

Eintracht Frankfurt

 

1:1 (0:1)

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1. FSV Mainz 05
Eintracht Frankfurt
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.












Gellendes Pfeifkonzert für Rückkehrer Thurk

Joker Jovanovic sticht

Mit einem für Frankfurt glücklichen Remis endete das Rhein-Main-Derby in Mainz. Die Hausherren waren über weite Strecken überlegen, mussten aber im ersten Abschnitt nach der einzigen Eintracht-Chance einem Rückstand hinterherlaufen. Nach der Ampelkarte gegen Spycher Mitte der zweiten 45 Minuten wurde der Druck der Heimelf immer stärker und in der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse: Ausgleich durch Joker Jovanovic, Rot für Vasoski.

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Azaouagh (Mainz) ist vor Thurk (Frankfurt) am Ball.
Der Mainzer Azaouagh gibt hier Frankfurts Thurk das Nachsehen.
© dpa Zoomansicht

Mainz holte zuletzt in Dortmund ein 1:1. Trainer Jürgen Klopp sah keinen Anlass, seine Elf zu verändern. Auf Seiten der Eintracht nahm Coach Friedhelm Funkel nach der Nullnummergegen Wolfsburg drei Änderungen vor: Für Rotsünder Kyrgiakos sowie Rehmer kamen Ochs und Cimen neu ins Team.

Mit großer Aggressivität gingen beide Teams in der Anfangsphase in die Partie. Oftmalige Unterbrechungen waren nach vielen kleinen Fouls zunächst die Regel. Dennoch entwickelte sich ein schnelles Spiel, in dem Azaouaghs Freistoßknaller die erste Möglichkeit bedeutete (5.). Bei der Heimelf lief der Ball etwas besser, allein im Abschluss fehlte zunächst die notwendige Präzision. Mit großer Lauffreude ließen die Rheinhessen Frankfurt wenig Raum zur Entfaltung. Große Chancen blieben in der Folge auf beiden Seiten bis zur 22. Minute Mangelware, ehe Pekovics Hechtkopfball nach Feulners Freistoßvorlage aus elf Metern an den rechten Pfosten klatschte.

Die Eintracht, bei der jede Aktion von Rückkehrer Thurk mit einem gellenden Pfeifkonzert begleitet wurde, ging dann wie aus heiterem Himmel mit ihrer ersten echten Möglichkeit in Führung: Streits Flanke aus dem linken Halbfeld flog in den Strafraum. Amanatidis schlich sich von Noveski weg, Wache kam raus, aber nicht rechtzeitig an den Ball. So hatte der Grieche keine Mühe, über den Keeper hinweg aus elf Metern ins leere Tor zu köpfen (25.).

Spycher und Kapitän Amanatidis beim gemeinsamen Torjubel.
Frankfurter Glückseligkeit: Spycher und Kapitän Amanatidis bejubeln das 1:0.
© dpa

Mainz war zunächst aus dem Tritt. Das 1:0 gab den Frankfurtern Rückenwind, dennoch aber blieben deren vielversprechende Ansätze spätestens am gegnerischen Strafraum hängen. Die Hausherren suchten zwar weiter den Weg nach vorne, aber es dauerte bis kurz vor dem Pausenpfiff, ehe Azaouagh per Freistoß und Friedrich aus der Distanz binnen Sekunden Eintracht-Keeper Pröll auf den Plan riefen (42.).

Mit Amri für Gerber startete Mainz Abschnitt zwei. In der Pause hatte es begonnen, heftig zu regnen. Erschwerte Bedingungen bei der Ballkontrolle für beide Teams - vielleicht auch entscheidend dafür, dass Diakité das Leder nach einem Steilpass frei vor Pröll etwas zu weit vom Fuß prallte, und der Angreifer so dem Sportgerät nur im Rutschen die Richtung vorgeben konnte. Der Ex-Frankfurter traf jedenfalls nur den rechten Pfosten (54.). Die Gäste konnten sich immer wieder mit geschickten Ballpassagen vom Druck der Klopp-Elf befreien. Und blieben gefährlich, freilich durch Unzulänglichkeiten der Mainzer Defensive. Wache parierte Thurks Direktschuss nach unzureichender Kopfballabwehr (58.), und war wenig später im Glück, dass Huggel sein Zögern nach einem Ecke per Kopfball am Fünfmeterraum nicht bestrafte (62.).

Zwei Minuten später allerdings schwächte sich der UEFA-Cup-Teilnehmer selbst. Schiedsrichter Meyer bestrafte ein zu hartes Einsteigen des bereits Gelb-verwarnten Spycher gegen Pekovic zu Recht mit der Ampelkarte. Die Partie sah im weiteren Verlauf eine stürmisch, aber wenig planvoll agierende Heimmannschaft, die sich immer wieder an der stabilen Deckung des nur noch verteidigenden Gegners festrannte. Chancen ergaben sich nur aus Distanzschüssen (Feulner, 70., Pekovic, 78.), die Schlussmann Pröll aber meisterhaft entschärfte. Die Einwechslungen von Edu und Jovanovic durch Coach Jürgen Klopp sollten dann noch entscheidenden Charakter haben: Jovanovic sorgte für den hochverdienten Ausgleich, als er eine Pekovic-Flanke per Kopf ins äußerste linke Eck platzierte (84.). Und Edu wurde von Vasoski an der Mittellinie überhart gefoult - Schiedsrichter Meyer zückte glatt Rot für den Frankfurter Abwehrmann (88.).

Mit dem achten Remis im elften Meisterschaftsspiel fand das Rhein-Main-Derby wie so oft keinen Sieger. Beide Teams sind weiterhin ungeschlagen: Der Mainzer Start mit fünf Punkten ist weiterhin sehr gelungen, Frankfurt mit dem dritten Unentschieden im dritten Spiel.

27.08.06
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FSV Mainz 05
Aufstellung:
Wache (3,5) - 
D.-R. Cha (4)    
Noveski (4) , 
Rose (4)    
Pekovic (2,5) - 
Gerber (4)    
Feulner (3)    
Azaouagh (4,5)    
Damm (5)    

Einwechslungen:
46. Amri (4) für Gerber
59. Edu (4) für Damm
75. Jovanovic         für D.-R. Cha

Trainer:
Klopp
Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Pröll (2,5) - 
Russ (4) , 
Cimen (4) , 
Vasoski (3)    
Huggel (2,5) - 
Ochs (4) , 
Spycher (5)    
Meier (4,5)    
Streit (3,5)    
Thurk (5)    
Amanatidis (3)    

Einwechslungen:
67. Preuß für Streit
78. Rehmer für Thurk
85. Köhler für Meier

Trainer:
Funkel

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Amanatidis (25., Kopfball, Streit)
1:1
Jovanovic (84., Kopfball, Pekovic)
Rote Karten
Mainz:
-
Frankfurt:
Vasoski
(88., grobes Foulspiel, Edu)

Gelb-Rote Karten
Mainz:
-
Frankfurt:
Spycher
(64.)

Gelbe Karten
Mainz:
Azaouagh
(1. Gelbe Karte)
,
Feulner
(2.)
,
Rose
(1.)
,
Jovanovic
(1.)
Frankfurt:
-

Spielinfo

Anstoß:
27.08.2006 17:00 Uhr
Stadion:
Bruchwegstadion, Mainz
Zuschauer:
20300 (ausverkauft)
Spielnote:  4
Chancenverhältnis:
7:2
Eckenverhältnis:
5:5
Schiedsrichter:
Florian Meyer (Burgdorf)   Note 3
insgesamt Herr der Lage. Nur Rot für Vasoski war überzogen.
Spieler des Spiels:
Markus Pröll
War ein überzeugender Rückhalt, hellwach bei Weitschüssen, aber auch mit dem Glück des Tüchtigen. Beim Ausgleich machtlos.
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