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Alemannia Aachen
Arminia Bielefeld
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.














Verpatzte Premiere für Middendorp

Aachen weiter in der Erfolgsspur

Ein Doppelschlag sorgte für die Entscheidung zugunsten der überlegenen Aachener. Die Alemannia bleibt damit im sechsten Spiel in Folge unbesiegt. Dagegen bewegt sich Bielefeld auch nach dem Trainerwechsel ganz tief im Abstiegsstrudel.

Ernst Middendorp
Kein Erfolgserlebnis bei seinem Comeback: Ernst Middendorp.
© dpaZoomansicht

Alemannen-Coach Michael Frontzeck musste gegenüber dem 2:0-Erfolg in Cottbus auf mehreren Positionen umstellen. Nicht zurückgreifen konnte er auf den verletzten Fiel (Muskelfaserriss) und den Gelb-gesperrten Klitzpera. Dafür durften Sichone und Pinto von Beginn an ran. Nicht im Kader war auch Dum nach seiner Roten Karte.

In seiner ersten Partie auf der Bank der Arminen wirbelte Ernst Middendorp seine Anfangself kräftig durcheinander. Verzichten musste er im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Mainz auf die verletzten Gabriel und Kucera. Auf der Bank fanden sich Keeper Ziegler, Danneberg und Vata wieder. Dafür liefen Hain (nach überstandenem grippalen Infekt), Schuler, Borges, Kamper und Zuma in der Startelf auf.

Die Partie begann temporeich. Für den ersten Aufreger sorgten die Aachener: Keeper Hain zog im Luftduell gegen Ibisevic den Kürzeren, doch Bollmann konnte für seinen Schlussmann noch klären (6.). Auf der Gegenseite hatte dann Westermann die Riesenchance zur frühen Führung, nach einer Flanke von Kamper köpfte er das Leder jedoch aus fünf Metern direkt auf Straub (8.).

Die muntere Anfangsphase war aber nicht von Dauer. Beide Teams verzettelten sich zunehmend in Zweikämpfe im Mittelfeld, die den Spielfluss merklich störten. Es dauerte eine halbe Stunde bis es wieder richtig gefährlich wurde: Pinto passte wunderbar in den Lauf von Rösler, der Hain umkurvte. Doch statt selbst abzuschließen, entschied er sich für einen Rückpass, den Schlaudraff und Ibisevic aber nicht verwerten konnten.

Insgesamt tat die Alemannia mehr fürs Spiel und hatte folgerichtig auch mehr Spielanteile. Die Gäste wagten sich erst gegen Ende der ersten Hälfte wieder vermehrt in Richtung gegnerisches Tor, ohne sich aber zwingende Einschussmöglichkeiten zu erarbeiten.

Den Aachenern hatten sich für de zweiten Durchgang etwas vorgenommen. Sie erhöhten die Schlagzahl deutlich. Fast wäre das schnell belohnt worden, Rösler wuchtete einen Freistoß von Schlaudraff aber lediglich gegen den Querbalken (49.).

Schlaudraff in Aktion
Ein Spieler, der wieder mal den Unterschied ausmachte: Jan Schlaudraff.
© dpa

Vor allem Schlaudraff sorgte mit seinen Vorstößen immer wieder für Unruhe und konnte meist nur durch Fouls gebremst werden. Doch trotz der Überlegenheit gelang es den Alemannen nicht, sich im Strafraum entscheidend in Szene zu nutzen. Auf der Gegenseite reagierte Arminia-Coach Ernst Middendorp auf die mangelnde Durchschlagskraft der Bielefelder in der Offensive und brachte mit Masmanidis und Eigler zwei neue Kräfte (64). Große Wirkung entfaltete diese Maßnahme aber nicht.

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Genau in der Phase, in der die Partie zusehends verflachte, sorgte ein Doppelschlag für die Entscheidung. Für den ersten Streich sorgte Schlaudraff. Ein Aachener Freistoß von Reghecampf prallte vom Rücken Westermanns vor die Füße des Nationalspielers, der aus kurzer Distanz sicher einschob (70.).

Schlaudraff war es auch, der die endgültige Entscheidung einleitete. Mit viel Dampf drang er in den Strafraum ein und wurde dort von Borges unsanft von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Reghecampf mit etwas Glück zum 2:0 (76.).

Das Spiel war damit gelaufen. Die Bielefelder waren nicht mehr in der Lage, dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben.

Aachen kann in zwei Wochen mit breiter Brust nach Stuttgart fahren, während es Bielefeld im Freitagsspiel mit den ebenfalls kriselnden Dortmundern zu tun haben wird.

17.03.07
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Alemannia Aachen
Aufstellung:
S. Straub (3) - 
Stehle (3,5) , 
Herzig (3) , 
Sichone (3,5) , 
Leiwakabessy (3,5) - 
M. Lehmann (3) - 
Pinto (4)      
Reghecampf (2,5)       
Rösler (3) - 
Ibisevic (5) , 
Schlaudraff (2)       

Einwechslungen:
80. Casper für Pinto
87. Heidrich für Reghecampf
90. Junglas für Schlaudraff

Trainer:
Frontzeck
Arminia Bielefeld
Aufstellung:
M. Hain (4) - 
Korzynietz (4) , 
Marcio Borges (4,5)   
Bollmann (4,5)   
Schuler (4)   
Kauf (4)   
Westermann (4,5) - 
Kamper (5) , 
Böhme (4)      
Zuma (5)   

Einwechslungen:
64. Masmanidis für Böhme
64. Eigler für Zuma
77. Marx für Kauf

Trainer:
Middendorp

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Schlaudraff (70., Rechtsschuss, Reghecampf)
2:0
Reghecampf (76., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Schlaudraff)
Gelbe Karten
Aachen:
Pinto
(8. Gelbe Karte)
Bielefeld:
Böhme
(3. Gelbe Karte)
,
Schuler
(6.)
,
Marcio Borges
(2.)
,
Bollmann
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
17.03.2007 15:30 Uhr
Stadion:
Tivoli (alt)
Zuschauer:
20800 (ausverkauft)
Spielnote:  4,5
Chancenverhältnis:
7:2
Eckenverhältnis:
6:3
Schiedsrichter:
Herbert Fandel (Kyllburg)   Note 4
lag sowohl bei Reghecampfs unkorrekt erzieltem Treffer (27., Handspiel) als auch beim Strafstoß in entscheidenden Situationen richtig. Schwächen in der Vorteilsauslegung. Übersah Masmanidis' Tätlichkeit gegen Pinto (73.).
Spieler des Spiels:
Jan Schlaudraff
Effektiv wie ein Stürmer sein muss: Torschütze und Vorbereiter. Immer wieder Antreiber des Aachener Offensivspiels.
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