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Hertha BSC

Hertha BSC

2
:
1

Halbzeitstand
0:1
Hamburger SV

Hamburger SV


HERTHA BSC
HAMBURGER SV
15.
30.
45.








60.
75.
90.









Hertha baut Heimserie aus

Mineiro trifft beim Debüt

Mit einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt drehte Hertha die Partie gegen Hamburg und holte sich etwas glücklich den achten Heim-"Dreier". Zunächst profitierten die Gäste im ersten Durchgang von einer ganzen Reihe von Fehlleistungen der Heimelf: Pantelic versagte vom Punkt, Fathi und Fiedler patzten beim Gegentor. Nach dem Wechsel zeigte sich Hertha engagierter, erzielte den verdienten Ausgleich und in der Endphase, als beide Teams mit offenem Visier agierten, per Sonntagsschuss den Siegtreffer.

HSV-Abwehrrecke Reinhardt gegen Hertha-Angreifer Gimenez
Trotz geschlossener Augen behielt HSV-Abwehrrecke Reinhardt gegen Gimenez meist den Durchblick.
© dpaZoomansicht

Nach dem 0:5-Debakel in Hannover konnte Herthas Coach Falko Götz wieder auf seinen etatmäßigen Keeper Fiedler zurückgreifen, der seinen Muskelfaserriss im Oberschenkel auskuriert hatte und Ellegaard auf die Bank verdrängte. Auch van Burik stand nach abgesessener Gelb-Sperre wieder zur Verfügung und rückte für Andreas Schmidt in die Startelf. Die Ära Thomas Doll endete in Hamburg nach dem 1:1 gegen Cottbus. Mit Huub Stevens, den die Hanseaten vom niederländischen Klub Roda Kerkrade loseisten, feierte in Berlin ein alter Bekannter die Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne. Der ehemaliger Schalke- und Hertha-Coach stellte das Team auf zwei Positionen um: Für Sorin kam Kapitan van der Vaart nach abgelaufener Rot-Sperre, anstelle des Serben Ljuboja (Adduktorenprobleme) spielte Sanogo.

Aggressiv und offensiv begann der HSV im Olypmpiastadion - Hertha kam in den ersten Minuten kaum aus der eigenen Deckung heraus. Laas setzte eine Duftnote aus der Distanz (6.). Der erste "Aufenthalt" der Hausherren in des Gegners Hälfte sollte dann die große Chance zur Führung eröffnen: Nach Bastürks Freistoßflanke zerrte de Jong im Luftduell mit Pantelic - Elfmeter! Der Serbe selbst trat zur Ausführung an, doch Hamburgs Keeper Rost parierte den halbhoch ins linke Eck geschossenen Strafstoß (und damit seinen vierten in Folge!) mit Bravour (9.).

In der Folge stand taktische Disziplin, die in einem gleichverteilten Spiel beider Teams mündete, im Vordergrund. Zwar hatte die "Alte Dame" leichte optische Vorteile, konnte sich aber gegen den aufmerksamen Deckungsverbund der Gäste keine weiteren klaren Chancen erarbeiten. Die Stevens-Elf agierte zwingender: Laas wurde in letzter Sekunde von Friedrich und Keeper Fiedler am Einschuss gehindert - Sekunden danach die Riesenchance für Abwehrmann Reinhardt zur Führung, als der Routinier nach einer Kopfballvorlage Sanogos aus sieben Metern völlig frei zum Abschluss kam, dabei aber direkt Fiedler anvisierte (26.).

Laas trifft zur HSV-Führung
Da war noch alles in Ordnung: Laas trifft zur HSV-Führung.
© dpa

Die Hauptstädter agierten offensiv weiter einfallslos - Bastürk und Gilberto konnten das Zepter nicht so recht an sich reißen - und hinten nachlässig. Ein Doppelfehler von Fathi und Torhüter Fiedler brachte so die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Führung des Schlusslichts: Der Linksverteidiger verlor gegen Olic in Höhe des Strafraums den Ball. Der Kroate legte quer zu Laas, der aus 15 Metern mit links flach abzog. Den nicht eben scharfen Schuss ließ Berlins Nummer eins unter dem Bauch ins Netz rutschen (33.). Zwar intensivierten die Berliner vor der Pause ihre Angriffsbemühungen, doch richtig gefährlich wurden sie dabei nicht.

Der 20. Spieltag

Unverändert starteten beide Teams in die zweiten 45 Minuten. Der UEFA-Cup-Aspirant zeigte sich nun wesentlich engagierter als vor dem Wechsel, Hamburg kam kaum mehr aus der eigenen Hälfte. Dardai (52.) und van Burik (55.) hatten Halbchancen, der nun sichtlich aufblühende Bastürk scheiterte per direktem Freistoß an der Querlatte (57.). Nach einer guten Stunde ließ der Druck der Berliner wieder nach, die zu durchsichtigen Angriffe wurden von der konzentrierten HSV-Abwehr zunehmend leichter abgefangen.Die Hanseaten konnten gar zwischenzeitlich Entlastungsangriffe fahren, denen es freilich an klarer Linie fehlte.

Der brasilianische Neuzugang der Heimelf, Mineiro, feierte dann ab der 69. Minute sein Liga-Debüt. Er kam für Fathi, und mit Ede für Dejagah sollte der Offensive neues Leben eingehaucht werden. Eine Standardsituation brachte dann den verdienten Ausgleich, als Friedrich einen Gilberto-Freistoß aus elf Metern unhaltbar einnickte (78.).

Danach nahm die vorher mittelmäßige Partie deutlich Fahrt auf, beide Teams suchten mit offenem Visier die Entscheidung. Van der Vaart (81.), der eingewechselte Sorin und Mathijsen vergaben Großchancen für die Stevens-Elf (84.), auf der anderen Seite scheiterte Ede zwischenzeitlich nur knapp (83.), ehe Mineiro per Sonntagsschuss in der Nachspielzeit den glücklichen Siegtreffer für seinen neuen Klub erzielte: Der Brasilianer traf aus 25 Metern hoch ins rechte Eck.

Hertha hat am kommenden Samstag in Schalke eine schwere Auswärtsprüfung zu bestehen, während der HSV ebenfalls am Samstag gegen Dortmund einen erneuten Anlauf unternimmt, sich mit einem "Dreier" an die Nichtabstiegsränge heranzupirschen.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Fiedler (5) - 
J. Boateng (3) , 
A. Friedrich (2)        
van Burik (3)    
Fathi (5)    
Dardai (3) - 
Dejagah (4)    
Gilberto (2,5)    
Bastürk (4,5)    
Pantelic (5) , 

Einwechslungen:
69. Mineiro     für Fathi
76. Ede für Dejagah
87. C. Müller für Bastürk

Trainer:
Götz
Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (3) - 
Benjamin (4) , 
Reinhardt (4) , 
Mathijsen (5)    
Atouba (3) - 
N. de Jong (4)    
Jarolim (5)        
Laas (3)    
van der Vaart (5)    
Sanogo (6)    
Olic (5)    

Einwechslungen:
62. Berisha für Olic
74. Klingbeil für Jarolim
81. Sorin für van der Vaart

Trainer:
Stevens

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Laas (33., Linksschuss, Olic)
1:1
A. Friedrich (78., Kopfball, Gilberto)
2:1
Mineiro (90. + 2, Rechtsschuss, Gilberto)
Gelbe Karten
Hertha:
A. Friedrich
(4. Gelbe Karte)
,
van Burik
(6.)
,
Gilberto
(3.)
HSV:
Mathijsen
(3. Gelbe Karte)
,
N. de Jong
(5., gesperrt)
,
Jarolim
(8.)
,
Sanogo
(4.)

Besondere Vorkommnisse
Rost hält Foulelfmeter von Pantelic (9.)

Spielinfo

Anstoß:
03.02.2007 15:30 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
47354
Spielnote:  3
Chancenverhältnis:
7:5
Eckenverhältnis:
5:4
Schiedsrichter:
Thorsten Kinhöfer (Herne)   Note 2,5
korrekte Beurteilung der Elfmeterszene, griff mit fünf Gelben Karten in der ersten halben Stunde konsequent durch und erstickte so aufkommende Hektik im Ansatz; allerdings hätte er auch Boateng (28., gegen Sanogo) und Fathi (39., gegen Sanogo) verwarnen müssen.
Spieler des Spiels:
Arne Friedrich
Abgeklärt im Abwehrzentrum und mit wirkungsvollen Aktionen nach vorn: Herthas starker Kapitän leitete mit dem 1:1 die Wende ein.

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