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Alemannia Aachen

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Hamburger SV

 
Alemannia Aachen

3:3 (0:1)

Hamburger SV
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Alemannia Aachen
Hamburger SV
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.
















Alemannias Aufholjagd wurde belohnt

HSV vergibt den Sieg

In einer denkwürdigen Partie trennten sich Alemannia Aachen und der HSV mit 3:3-Unentschieden. Beide Mannschaften spielten kompromisslos offensiv und boten den Zuschauern ein Torspektakel. Den aus Hamburger Sicht unglücklichen Endstand stellte Reinhardt per Flugkopfball mit einem Eigentor fest.

Unglücklicher Thomas Doll
Unglücklicher Thomas Doll: Hamburgs Trainer hatte beinahe in Aachen gewonnen, doch sein Spieler Reinhardt verdarb ihm die Freude.
© dpaZoomansicht

Aachens Coach Michael Frontzeck verzichtete nach dem 2:1-Sieg in Wolfsburg auf Experimente und schickte genau die gleiche Elf auf den Rasen des heimischen Tivoli. Auch Thomas Doll, der Trainer des HSV, setzte auf Koninuität. Nach dem Punktgewinn beim 0:0 gegen Nürnberg ersetzte er lediglich Ljuboja durch Sanogo.

Bei strömendem Regen hielten sich beide Teams nicht lange mit störendem Vorgeplänkel auf und suchten ihr Heil in der Offensive. Den Auftakt zu einem Reigen an guten Tormöglichkeiten machte der Gast aus Hamburg, als Sanogo aus ganz spitzem Winkel von der rechten Seite aus 10 Metern per Flachschuss den Außenpfosten traf (6.). Nach einem Freistoss aus dem linken Halbfeld von Trochowski verlängerte Heidrich den Ball unglücklich auf das eigene Tor und zwang seinen eigenen Schlussmann Straub den Ball an die Latte zu lenken (10.). Auch Sanogo hätte nach einer schönen Kopfballablage von Berisha treffen können, doch der Hamburger Angreifer schoss knapp am Tor vorbei.

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Nach diesem furiosen Start der Gäste ließen sich die Aachener nun auch nicht lange bitten. Die Kontertaktik der Hausherren ging in der 16. Minute beinahe auf. Nach einem weiten Ball von der rechten Seite ließ Leiwakabessy Mahdavikia einfach stehen und legte quer auf Ebbers ab. Dessen Linksschuss aus 16 Metern strich knapp am HSV-Tor vorbei. Nun überschlugen sich die Ereignisse. Berisha scheiterte alleine vor Straub und Sanogo am eigenen Unvermögen, als er den Ball am Tor vorbei bugsierte (18.), während auf der Gegenseite Fiel mit einem harten Schuss aus 20 Metern an Wächter scheiterte (20.). Den anschließenden Eckball hätte Stehle fast einköpfen können, doch wieder brachte Wächter noch die Hand dazwischen (21.).

Und die Abwehrreihen beider Mannschaften ermöglichten den Stürmern weitere gute Möglichkeiten. Wieder musste Straub vor Berisha klären, der alleine auf ihn zugelaufen war (23.), während Aachens Ebbers nach einer tollen Hereingabe die größte Möglichkeit des Spiels alleine vor dem leeren Tor kläglich verstolperte (26.).

Im dritten Anlauf seines Privatduells gegen Straub konnte dann Berisha endlich die Führung für die Hansestädter erzielen. Vorausgegangen war einer der immer gefährlichen Freistösse Trochowskis. Aachens Hintermannschaft konnte nicht richtig klären, Herzig lenkte unglücklich ab und Berisha staubte eiskalt aus sieben Metern ins lange Eck ab (33.). Bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Manuel Gräfe sorgte nur Sanogo auf Hamburger Seite noch einmal für Aufregung, als er frei vor Straub an diesem scheiterte (42.).

Unverändert betraten Aachen und Hamburg das Spielfeld zum zweiten Durchgang, und sofort wurden die Visiere in einem von beiden Seiten hart umkämpften und offensiv geführten Spiel wieder heruntergeklappt. Laas setzte ein erstes Ausrufezeichen mit einem strammen Schuss aus 26 Metern, den Straub aber noch zur Ecke klären konnte (55.). Für den Ausgleich in der 63. Minute benötigte Aachen die Hilfe von Schiedsrichter Gräfe, dem freilich nichts anderes übrigblieb, als Benjamins Foul an Klitzpera mit einem Strafstoß zu ahnden. Reghecampf verwandelte sicher.

Nun erlebte der Tivoli eine denkwürdige Schlussphase. Benjamin konnte seinen Fauxpas vom 1:1 wieder gutmachen, indem er eine Traumflanke von Mahdavikia aus fünf Metern zur erneuten Führung für den HSV in die Maschen köpfte (67.). Hamburg agierte jetzt dominanter und der gerade eingewechselte Ljuboja setzte dies auch in Tore um. Dem dritten Treffer des HSV durch den Serben ging ein feiner Pass von Trochowski voraus (76.). Das Spiel schien nun zu Gunsten der Gäste gekippt, doch Aachen gab sich nicht auf und stürmte weiter munter drauflos.

Und die Hausherren wurden belohnt: Fiel netzte nur zwei Minuten nach der vermeintlichen Entscheidung aus kürzester Distanz den Ball per Kopf zum Anschlusstreffer über die Linie. Im Endspurt war zunächst Herzig dem Ausgleich nahe, doch Wächter konnte den Kopfball des Aachener Verteidigers noch zur Seite bugsieren. Den Schlußpunkt unter eine völlig verkorkste Hinrunde des HSV setzte in der Schlußminute Reinhardt, der im Stile eines Klassestürmers nach einer Flanke von Schlaudraff für den 3:3 Endstand sorgte.

Aachen kann sich jetzt noch auf das Pokalhighlight gegen die Bayern freuen. Der HSV beginnt das Unternehmen "Nichtabstieg" in der Rückrunde in Bielefeld.

16.12.06
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Alemannia Aachen
Aufstellung:
S. Straub (2) - 
Stehle (5)    
Klitzpera (4,5)    
Herzig (5) , 
Leiwakabessy (4,5)        
M. Lehmann (4)    
Heidrich (5) - 
Reghecampf (3)    
Fiel (3)    
Schlaudraff (2) - 
Ebbers (5)

Einwechslungen:
65. Ibisevic     für Stehle
65. da Silva Pinto für M. Lehmann
87. Krontiris für Leiwakabessy

Trainer:
Frontzeck
Hamburger SV
Aufstellung:
Wächter (2) - 
V. Schmidt (4) , 
Reinhardt (5) , 
Mathijsen (4) , 
Benjamin (4)    
Laas (3)    
Jarolim (3)    
Mahdavikia (4)    
Trochowski (3,5)    
Sanogo (4) , 
Berisha (2,5)        

Einwechslungen:
69. Ljuboja (2)     für Berisha
84. Karl für Trochowski
89. Klingbeil für Mahdavikia

Trainer:
Doll

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Berisha (33., Linksschuss)
1:1
Reghecampf (63., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Klitzpera)
1:2
Benjamin (67., Kopfball, Mahdavikia)
1:3
Ljuboja (76., Linksschuss, Trochowski)
2:3
Fiel (78., Kopfball, Reghecampf)
3:3
Reinhardt (90., Eigentor, Kopfball, Schlaudraff)
Gelbe Karten
Aachen:
Klitzpera
(2. Gelbe Karte)
,
Leiwakabessy
(3.)
,
Ibisevic
(2.)
HSV:
Laas
(1. Gelbe Karte)
,
Jarolim
(7.)

Spielinfo

Anstoß:
16.12.2006 15:30 Uhr
Stadion:
Tivoli (alt), Aachen
Zuschauer:
20800 (ausverkauft)
Spielnote:  2
Chancenverhältnis:
9:13
Eckenverhältnis:
7:10
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 2
guter Gesamtauftritt, sichere Zweikampfbewertung trotz schwieriger Bodenverhältnisse, entschied nach Benjamins Klammern gegen Klitzpera zu Recht auf Elfmeter, was im Spiel schwer zu erkennen war. Einziges Manko: Hätte Heidrich wegen der Häufigkeit seiner Fouls Gelb zeigen müssen.
Spieler des Spiels:
Jan Schlaudraff
Der Kapitän riss speziell nach der Pause das Spiel an sich, führte Aachen mit Einzelaktionen und großer Übersicht zum Remis.
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