
Nur eine Änderung nahm Jupp Heynckes nach dem 1:1 bei Bayern München vor. Compper, der bereits in der bayrischen Landeshauptstadt früh für Levels eingewechselt wurde, spielte auf der linken Abwehrseite. Trainer Jürgen Klopp bot erneut Torhüter Wetklo an Stelle von Wache auf. Ansonsten agierte der 1. FSV mit exakt der gleichen Startelf wie beim 0:0 gegen Stuttgart.
Nur in den Anfangsminuten konnten die Mainzer die Partie in der ersten Hälfte offen gestalten. Dabei tauchten Jovanovic und Szabics gefährlich vor dem Gehäuse von Keller auf. Bereits von Beginn an zeigte der 1. FSV aber auch Schwächen bei Standardsituationen und hohen Bällen. So prallte bereits in der 5. Spielminute ein Kopfball von Svensson aus dem Fünfmeterraum glücklich von der Unterkante der Querlatte zurück ins Feld.
Die Führung für die Gladbacher fiel nach einer Kirch-Flanke von der rechten Seite. Wetklo rutschte der Ball durch die Arme und vor die Füße von Kahe. Beim Versuch zurückzulegen schoss der Brasilianer Demirtas an, von dem das Leder in die eigenen Maschen prallte (17.).
In der Folge wirkten die Mainzer geschockt. Auch wenn die Borussia aus den Unsicherheiten in der Hintermannschaft der Klopp-Elf kein Kapital schlagen konnte, hatte der VfL die Partie weitgehend unter Kontrolle. Thijs scheiterte mit zwei Distanzschüssen an Wetklo. Pekovic und Feulner mit einem Freistoß hatten die einzigen nennenswerten Gelegenheiten für den 1. FSV im ersten Abschnitt. So ging es mit der verdienten Gladbacher Führung in die Halbzeit.
Nach der Pause verflachte die ohnehin nicht hochklassige Partie. Die Gladbacher agierten wenig zwingend und verließen sich scheinbar ganz auf ihren knappen Vorsprung. Zwar brachte Jürgen Klopp nach und nach mit Ruman, dem Mittelfeldspieler Damir Vrancic (erster Bundesligaeinsatz) und Edu weitere Offensivspieler, doch seinem Team fehlten weiterhin die kreativen Ideen, um die Borussen-Abwehr ernsthaft zu gefährden.
Die beste Torchance hatte der kurz zuvor eingewechselte Brasilianer Edu, der frei im Strafraum in halbrechter Position eine knappe Viertelstunde vor dem Spielende allerdings deutlich verzog. Spannend wurde es in der Schlussphase noch einmal, weil die Borussen das Spielgeschehen bis auf gelegentliche Konter fast völlig aus der Hand gegeben hatte.
Die Passivität des VfL wurde spät bestraft. Nach Flanke von Rose von der linken Seite gewann Jovanovic das Kopfballduell mit Zé Antonio und köpfte zum nicht unverdienten Ausgleich ein, da der 1. FSV in der zweiten Hälfte gegen eine nachlassende Borussia zumindest Leidenschaft und Einsatz gezeigt hatte.

Die Gladbacher klettern dank des einen Punktes zwar auf Rang 15, verpassten mit dem späten Gegentor aber einen Befreiungsschlag. Für den 1. FSV Mainz 05, auf den in der nächsten Woche Bayern München als Gegner wartet, bedeutet das Remis nur wenig Verbesserung der prekären Situation am Tabellenende.
| Borussia M'gladbach |
|---|
| 1. FSV Mainz 05 |

