Kyrgiakos Treffer reicht nicht
Aufgrund der Roten Karte bei der 3:4-Niederlage in Bochum musste Vasoski (zwei Spiele Sperre) pausieren. Außerdem saß Spycher nur auf der Ersatzbank, so dass Kyrgiakos und Rehmer in die Abwehr rückten. Zudem kehrte nach seiner Verletzungspause Pröll ins Eintracht-Tor zurück, so dass Nikolov nur die Ersatzbank blieb.
Keinen Grund zu wechseln sah BVB-Coach Bert van Marwijk trotz der 1:2-Niederlage gegen Hertha BSC und setzte auf die gleiche Anfangsformation.
Nach zuletzt sieben Gegentoren in den letzten beiden Partien wollte Friedhelm Funkel gegen Borussia Dortmund vor allem wieder eine stabile Defensive sehen. Frankfurt stellte sich in der Anfangsphase jedoch keineswegs nur in die eigene Hälfte und auch Dortmund spielte munter mit, so dass sich eine unterhaltsame Anfangsphase entwickelte. Die Gäste hatten dabei die besseren Chancen, waren im Abschluss aber zu ungenau.
Die beste Möglichkeit für Frankfurt resultierte aus einem Fehler in der Defensive des BVB. Nach missglückter Kopfballabwehr von gleich zwei Dortmundern kam Meier aus kurzer Distanz völlig frei zum Schuss, zielte jedoch drüber (20.). Im direkten Gegenzug war nach einem Lupfer von Smolarek Keeper Pröll bereits geschlagen, ehe Kyrgiakos mit einer artistischen Einlage noch vor der Linie klären konnte (21.).
Auch in der Folge agierten beide Mannschaften offensiv, wobei Amanatidis kaum zum Zug kam, weil der BVB meist sehr sicher stand. Aber immer wieder waren es individuelle Fehler, die der Eintracht zuspielten. So klärte Dede nach einem Eckball von Streit genau vor die Füße von Huggel. Der Schweizer zog aus acht Metern ab, konnte den gut reagierenden Weidenfeller allerdings nicht überwinden (34.). Streit war es schließlich auch, der durch einen weiteren Eckball die Führung einleitete. Smolarek brachte den Ball nicht unter Kontrolle und Kyrgiakos war zur Stelle und vollendete mit einem schönen Seitfallzieher aus acht Metern (38.) zum 1:0 Halbzeitstand.
Ohne personelle Veränderungen ging es weiter. Hellwach kamen die Hausherren aus den Kabinen. Eine erste Kontermöglichkeit wurde von Amantidis aber vergeben. Der Grieche war schneller als Wörns, wurde dann aber durch eine gute Parade von Weidenfeller am Torjubel gehindert (47.). Frankfurt stand jetzt tiefer in der eigenen Hälfte und ließ Dortmund etwas kommen. Auch bei eigenem Ballbesitz ließ sich die Eintracht jetzt mehr Zeit. Die Partie war in dieser Phase hart umkämpft, dadurch waren spielerische Höhepunkte jetzt Mangelware.
Dem BVB fehlten aus dem Mittelfeld heraus die Ideen, um die Viererkette der Funkel-Elf zu knacken. So musste Dortmund auf eine Standardsituation warten. Folgerichtig ergab sich die beste Möglichkeit nach einer Ecke von Frei. Doch der Kopfball von Wörns konnte von Amantidis noch vor der Linie gestoppt werden (61.). Auf der anderen Seite das gleiche Spiel. Nahezu jede Ecke von Streit sorgte für Gefahr. Die beste Chance ließ dabei Takahara aus. Völlig frei durfte er aus acht Metern köpfen, verpasste das Tor jedoch um Zentimeter (65.).

Dann doch noch der verdiente Lohn für die Gäste. Kringe öffnete das Spiel und passte auf rechts zu Frei. Die Flanke des Schweizers verwertete Smolarek per Kopf zum 1:1- Endstand (79.). Die Funkel-Elf war zu weit aufgerückt und hatte kurzzeitig die Ordnung in der Defensive verloren, was sofort bestraft wurde.
Frankfurt verpasste es in der zweiten Halbzeit, die Begegnung vorzeitig zu entscheiden. Dortmund holt sich nach der stärkeren ersten Hälfte letztlich verdient einen Punkt. In der Tabelle hilft es freilich keinem der beiden. Am Donnerstag wartet im UEFA-Cup Newcastle auf die Hessen und Aachen in der Bundesliga. Die Borussia trifft am nächsten Spieltag auf den VfL Wolfsburg.
| Eintracht Frankfurt |
|---|
| Borussia Dortmund |

