Nach 15 Minuten bereits 2:0 durch Schmidt und Gilberto
Nach dem 3:1-Erfolgserlebnis bei Werder Bremen sah Dortmunds Coach Bert van Marwijk keinen Anlass, an seiner Startelf Änderungen vorzunehmen. Personell umbauen musste hingegen Herthas Coach Falko Götz nach dem 3:3-Remis gegen Bochum. Dardai und Gimenez konnten verletzungsbedingt nicht mitwirken, zudem war Boateng gelbgesperrt. Es begannen Chahed, Schmidt und Ede.
Die Gäste aus Berlin begannen das Spiel zunächst abwartend und überließen weitestgehend der Borussia den Spielaufbau. Gefährlich für die beiden Torleute wurde es zunächst nur bei Standards. Eine Ecke von Sahin konnte Kringe aber nicht mehr drücken und köpfte den Ball knapp über die Querlatte (9.). Quasi im Gegenzug besorgte dann Schmidt die Führung für die Hauptstädter. Eine weite Freistossflanke konnte der Berliner Defensiv-Mann aus sechs Metern ins rechte untere Eck einköpfen. Valdez konnte ihn daran nicht entscheidend stören. (10.).
Zunächst hatte Frei auf Dortmunder Seite die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch seinen tollen Freistoß aus 20 Metern konnte Fiedler mit großem Einsatz parieren (15.). Die Hertha zeigte sich unbeeindruckt und nutzte den Gegenzug, um mit einem feinem Konter die Führung auszubauen. Ede zirkelte den Ball von der linken Seite um die ganze BVB-Abwehr herum, dort stand am Strafraumrand Gilberto, der mit einem trockenem Linksschuss aus fünfzehn Metern Weidenfeller keine Chance ließ (16.).
Dortmund antwortete durch Frei, der erneut mit einen Freistoß knapp hinter der Strafraumgrenze haarscharf das Tor von Fiedler verfehlte. Den schnellen Anschlusstreffer verdankten die Westfalen einem Aussetzer des Berliner Schlussmanns, der einem steilen Pass von Sahin entgegenrutschte, den Ball wieder verlor und im Nachfassen nur die Beine von Valdez erwischte. Der nahm das Geschenk dankbar an, Schiri Kircher entschied auf Strafstoß und Frei verwandelte seinen dritten Standard eiskalt in die linke Ecke (23.).
Die Hausherren drückten nun auf den Ausgleich. Und kamen auch zu guten Möglichkeiten. Wieder war es Frei gewesen, der die Arme schon zum Torjubel in die Luft reckte, doch seinen Treffer nach einem Sahin-Freistoss, der von Amedick verlängert worden war, erzielte er aus einer Abseits-Stellung (39.).
Kurz vor dem Halbzeitpfiff konnte der Schweizer in Diensten des BVB eine gute Tormöglichkeit nicht nutzen. Dede hatte sich gut auf der linken Seite durchgesetzt. Die Flanke des Brasilianers überflog die gesamte Hertha-Abwehr und landete direkt vor den Füßen von Frei, der aber aus kurzer Distanz sowohl an einem sehr spitzen Winkel als auch am herausstürmendem Fiedler scheiterte (43.).
Weder Falko Götz noch Bert van Marwijk wechselten zur Pause aus, so dass die gleichen Akteure wieder auf den Platz kamen. Und die Dortmunder legten gleich wieder richtig los. In der 48. Minute gewann Valdez mit großem Einsatz das Laufduell gegen van Burik und spitzelte den Ball nach innen in den Strafraum. Dort stand aber noch Simunic und rettete in letzter Sekunde.
Der BVB wollte nun den Ausgleich, doch Berlin blieb über Konter immer gefährlich. Chahed setzte seinen Kapitän Friedrich in Szene, und der Nationalverteidiger konnte frei auf Weidenfeller zulaufen, doch der Torwart blieb in diesem Duell Sieger (56.). Auf der Gegenseite fing Amedick einen Berliner Angriff ab und schickte Frei auf den linken Flügel. Der zog nach innen und legte den Ball plaziert in den Lauf von Sahin, der mit links sofort und flach abzog. Aber Fiedler angelte den Ball noch aus dem linken unteren Eck (64.).
Und wieder war es Fiedler, der sich auszeichnen konnte. Eine verunglückte Flanke von Tinga lenkte der Berliner noch mit letztem Einsatz über die Querlatte (69.). Mit der Auswechslung von Pantelic und der Hereinnahme von Samba setzte Hertha alles auf Defensive. Die Räume auf dem Feld wurden nun enger, die Berliner standen in der Abwehr zunehmend sicherer. Van Marwijk versuchte das Offensivspiel noch durch die Hereinnahme von Pienaar (78.) zu stärken.
Doch außer einem strammen Schuss von Valdez, der aus fünfzehn Metern genau in die Arme von Fiedler abgezog (81.), und einem Schuss von Kringe, den Schmidt mit den Haarspitzen entscheidend ablenkte (86.), konnten die Dortmunder keine Torgefahr mehr entwickeln. Die Berliner verteidigten ihren knappen Vorsprung geschickt und mit Glück und sicherten sich ihren ersten Auswärtssieg in dieser Saison.
Die Dortmunder müssen nun auswärts gegen die Frankfurter Eintracht bestehen. Hertha BSC erwartet den Aufsteiger aus Aachen zu Gast an der Spree.
| Borussia Dortmund |
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| Hertha BSC |

