Simunic bleibt stehen, Zuma trifft.
Im Vergleich zum 1:1-Remis gegen die Borussia aus Dortmund musste Arminen Coach Thomas von Heesen nur den Rot-gesperrten Abwehrrecken Gabriel durch Bollmann ersetzen. Auch Berlins Coach Falko Götz sah keinen Anlass, seine gegen Nürnberg mit 2:1 erfolgreiche Mannschaft zu verändern. Lediglich Kapitän und Nationalverteidiger Friedrich kehrte für Schmidt ins Team zurück.
Die Arminia begann schwungvoll und kam in den ersten 20 Minuten zu einigen Torchancen. Wichniarek wollte es seinen ehemaligen Kollegen zeigen und zog bereits in Minute Zwei aus vollem Lauf aus 20 Metern Entfernung ab, aber Fiedler konnte sicher parieren. Bollmann versprang der Ball nach einem Böhme-Freistoss im Fünf-Meter-Raum (11.) und der Südafrikaner Zuma setzte einen wuchtigen Kopfball nach schöner Flanke von Kamper knapp neben den rechten Pfosten (19.).
Eine Minute später prüfte Böhme Fiedler mit einem strammen Freistoß genau vom rechten Strafraumeck, doch auch diesmal konnte der Torwart der Berliner seinen Kasten sauber halten. In der 28. Minute fiel dann die Führung für die Hausherren. Zunächst verlängerte van Burik einen langen Ball unglücklich in den Lauf von Zuma. Dessen Gegenspieler Simunic blieb aber einfach stehen, da der Linienrichter die Fahne gehoben hatte. Zuma hatte dann keine Mühe, alleine vor Fiedler aus sechs Metern den Ball oben rechts unterzubringen. Trotz großer Proteste der Gäste zählte das Tor.
Jetzt drehte die Hertha auf und die Berliner kamen nun auch zu ihren Chancen. Gilberto spielte Doppelpass mit Fathi und zauberte diesem den Ball mit der Hacke in den Lauf Richtung Grundlinie. Auf die Flanke lauerte Pantelic, der dann nur den rechten Pfosten anvisierte.
Die Offensivbemühungen der "alten Dame" wurden schließlich doch noch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit belohnt. Van Burik hatte einen weiten Ball auf Gilberto geschlagen und Kamper hatte die Chance zu klären. Doch dem Arminen unterlief ein großer Bock und Gilberto hatte nun freie Bahn. Der Brasilianer legte sich den Ball noch auf den rechten Fuß und schob aus sechs Metern flach ins lange Eck (45. + 1).
Bei strömendem Regen betraten die Teams zur zweiten Halbzeit den Rasen. Doch zunächst konnte keine Mannschaft sich einen entscheidenden Vorteil verschaffen. In der 59. Minute spielte dann van Burik einen langen Ball gerade in die Spitze, Korzynietz hob das Abseits auf und Gimenez verwandelte eiskalt aus sechzehn Metern zur Führung für Berlin. Lange Zeit sah es so aus, als wollte den Arminen der Ausgleich nicht mehr gelingen. Doch nach einer Ecke des gerade eingewechselten Kobylik rauschte Kucera in den Strafraum und köpfte den Ball unhaltbar ins rechte untere Eck ein.
Die Ostwestfalen waren nun wieder erwacht und drückten nun auf den entscheidenden Treffer. Die größte Möglichkeit vergab Wichniarek, der knallhart aus 20 Metern aus halbrechter Position draufhielt und Fiedler zu einer klasse Parade zwang. Kobylik versuchte es dann von der anderen Seite und wieder war bei Fiedler Endstation. Letztlich blieb es beim Unentschieden, das aber keinem Team so richtig schmecken kann. Denn der Gewinner der Partie hätte Anschluß an die Spitzengruppe halten können.
Nun muss die Arminia auswärts in Frankfurt bestehen, während die Berliner gegen Bochum Anlauf zu einem Heimsieg nehmen können.
| Arminia Bielefeld |
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![]() Aufstellung: M. Hain (3) - Bollmann (3,5) , Westermann (3,5) , Schuler (3,5) - Kauf (3,5) , Kucera (3) - Kamper (5) , Böhme (5) - Zuma (3) , Wichniarek (3,5) Trainer:
von Heesen |
| Hertha BSC |

