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Werder Bremen

 - 

1. FSV Mainz 05

 

4:2 (3:2)

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Werder Bremen
1. FSV Mainz 05
1.
15.
30.
45.












46.
60.
75.
90.







19. Spieltag, Werder Bremen - 1. FSV Mainz 05 4:2 (3:2)

Valdez macht den Unterschied

Werder gewinnt mit einer ordentlichen Portion Glück gegen anfangs sehr forsche Gäste, die bereits nach 13 Sekunden in Führung gingen. Eine verrückte Endphase des ersten Durchgangs sowie eine deutlich abgeklärtere Spielweise der Schaaf-Truppe in der zweiten Hälfte sichern letztendlich den "Dreier", auch wenn Mainz mit etwas mehr Glück gegen die heutige Bremer Elf durchaus einen Punkt hätte erreichen können.

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Werder-Coach Thomas Schaaf veränderte seine Startformation vom 1:0-Sieg in Bielefeld am vergangenen Spieltag auf zwei Positionen: Der Belgier van Damme rückte für den nach seiner fünften gelben Karte gesperrten Nationalspieler Christian Schulz genauso wie Pasanen an Stelle von Owomoyela in die erste Elf. Auch sein Gegenüber Jürgen Klopp tauschte die Mannschaft, welche vor einer Woche gegen den 1.FC Köln einen überzeugenden 4:2-Heimerfolg eingefahren hatte, auf zwei Positionen: Der nach seinem Meniskuseinriss wieder genesene Stammkeeper Wache ersetzte Wetklo zwischen den Pfosten während im Angriff Niclas Weiland den nach seiner fünften Gelben Karte gesperrten Thurk vertrat.


Der 19. Spieltag im Überblick

Die Partie begann sofort mit einem Paukenschlag: Mainz spielte den Ball direkt vom Anstoß in Richtung des "Sechzehners" der Hausherren, wo sich Fahrenhorst und Naldo an der Strafraumgrenze gegenseitig behinderten; Weiland setzte beherzt nach und so konnte auch Keeper Reinke das Leder nicht unter Kontrolle bringen. Der von Werder an den FSV verliehene Ägypter Zidan stand goldrichtig und besorgte so bereits nach 13 Sekunden mit einem 15-Meter-Schuss in das leere Bremer Tor die überraschende Gästeführung.

Bremen zeigte sich jedoch keineswegs geschockt und machte direkt im Gegenzug Druck. In der unmittelbar der Mainzer Führung folgenden Aktion sah sich Valdez aus kürzester Distanz plötzlich Wache gegenüber, doch hatte der in den Gästekasten zurückgekehrte Keeper das bessere Ende für sich und klärte in letzter Sekunde zur Ecke (2.). Nur wenige Augenblicke später dann der nächste Hochkaräter für die Hausherren: Van Damme nahm aus 18 Metern Maß, sein Knaller strich jedoch äußerst knapp am rechten oberen Winkel des Mainzer Tores vorbei (3.).

In der Folge passierte in spielerischer Hinsicht relativ wenig, zum Mainzer Bedauern musste der in die Mannschaft zurückgekehrte Wache allerdings mit Verdacht auf Kreuz- und Innenbandriss am erst operierten linken Knie vom Feld und wurde durch Wetklo ersetzt (12.). Wer jedoch dachte, Mainz würde sich ob des Verlusts ihres Kapitäns schockiert zeigen, wurde nur eine Minute später eines Besseren belehrt: Addo degradierte van Damme auf der rechten Außenbahn zum Statisten, zog an der Grundlinie nach innen und bediente Niclas Weiland im Fünfmeterraum, der mühelos zur äußerst überraschenden 2:0-Führung der Gäste eindrückte (13.).

Bremen zeigte sich geschockt und brachte spielerisch nichts mehr zu Stande, auffällig wurden die Grün-Weißen in dieser Phase ausschließlich durch überhart geführte Zweikämpfe sowie durch einen Naldo-Kopfball aus sieben Metern, der um ein Haar zum Anschluss geführt hätte (22.). Nach einer guten halben Stunde schien Werder-Coach Schaaf dann genug gesehen zu haben und baute um. Für den enttäuschenden Naldo kam Daniel Jensen ins Spiel - Baumann spielte fortan in der Innenverteidigung - und von diesem Zeitpunkt an präsentierten sich die Hausherren deutlich disziplinierter und mit mehr Konzept.

Micoud wollte nach einer guten halben Stunde der Anschluss aus sieben Metern noch nicht gelingen (35.), jedoch folgte ab der 39. Minute dann eine verrückte Schlussphase der ersten Hälfte: Drei Treffer innerhalb von knapp zehn Minuten dürfte von der bis dato pomadig auftretenden Werder-Elf nicht einmal der kühnste Optimist erwartet haben, jedoch straften die Hausherren in der Schlussphase der ersten Hälfte sämtliche Kritiker Lügen. Valdez machte aus acht Metern in der 39. Minute den Anfang, Werders Dirigent Micoud erzielte in der Nachspielzeit dann gar noch das 2:2, als er eine feine Jensen-Flanke von der rechten Seite aus acht Metern nur noch einnicken brauchte (45.+2.). Werder gab sich damit jedoch noch nicht zufrieden und setzte noch einen Treffer drauf: Der zuvor sehr hektisch agierende Frings bediente Klasnic mit einem Traumpass aus dem Mittelfeld, der Kroate bedankte sich und vollstreckte eiskalt (45.+4.).

Die zweite Hälfte begannen die Bremer mit der Führung im Rücken deutlich selbstbewusster. Anders als zu Beginn der ersten 45 Minuten agierten die Hausherren mit mehr Offensivdrang und setzten die Mainzer so gleich zu Beginn unter Druck. Weder Borowski (48.) noch Valdez, der nur eine Minute später die Latte traf, konnten die Führung jedoch weiter ausbauen.

In der Folge zogen sich die Wederaner zurück und ließen die Klopp-Truppe kommen. Chancen waren in der Phase ab der 55. Spielminute jedoch Mangelware und so kann einzig und allein ein Micoud-Schuss aus sieben Metern hervorgehoben werden (62.). Die Partie plätscherte in dieser Phase dahin und so fiel das vierte Bremer Tor an diesem Nachmittag mehr oder weniger aus heiterem Himmel. Bei einem Anspiel aus dem Mittelfeld konzentrierte sich die Mainzer Hintermannschaft ausschließlich auf Klasnic, sein Sturmpartner Valdez konnte somit entwischen und hatte - glänzend vom Kroaten freigespielt - keine Mühe, den Wache-Vertreter Wetklo aus 13 Metern zu überwinden (69.).

Werder hatte somit einen komfortablen Zwei-Tore-Vorsprung herausgeschossen und spulte in der Folge routiniert sein Pensum ab. Da auch Mainz nicht mehr zulegen konnte entwickelten sich die letzten 20 Minuten verhältnismäßig uninteressant.

Werder gewinnt mit einer ordentlichen Portion Glück gegen anfangs sehr forsche Gäste, die bereits nach 13 Sekunden in Führung gingen. Eine verrückte Endphase des ersten Durchgangs sowie eine deutlich abgeklärtere Spielweise der Schaaf-Truppe in der zweiten Hälfte sichern letztendlich den "Dreier", auch wenn Mainz mit etwas mehr Glück gegen die heutige Bremer Elf durchaus einen Punkt hätte erreichen können.

04.02.06
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Reinke (3,5) - 
Pasanen (3,5) , 
Fahrenhorst (4) , 
Naldo (5)    
van Damme (4,5) - 
Baumann (3,5)    
Frings (2,5)    
Borowski (4)        
Micoud (3)    
Valdez (2)            
Klasnic (2,5)    

Einwechslungen:
34. D. Jensen (2) für Naldo
82. Vranjes für Borowski
85. Polenz für Valdez

Trainer:
Schaaf
1. FSV Mainz 05
Aufstellung:
Wache    
Demirtas (5) , 
M. Friedrich (5)    
Noveski (4,5) , 
Weigelt (4)    
Pekovic (5)    
O. Addo (3,5) , 
da Silva (4) - 
Zidan (3)    
N. Weiland (2,5)        
Auer (4,5)    

Einwechslungen:
12. Wetklo (4,5) für Wache
46. Rose (4) für Weigelt
61. Babatz für N. Weiland

Trainer:
Klopp

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Zidan (1., Linksschuss, N. Weiland)
0:2
N. Weiland (13., Linksschuss, O. Addo)
1:2
Valdez (39., Linksschuss, Frings)
2:2
Micoud (45. + 3, Kopfball, D. Jensen)
3:2
Klasnic (45. + 4, Linksschuss, Frings)
4:2
Valdez (69., Rechtsschuss, Klasnic)
Gelbe Karten
Bremen:
Frings
(4. Gelbe Karte)
,
Borowski
(5., gesperrt)
,
Baumann
(5., gesperrt)
Mainz:
Pekovic
(7. Gelbe Karte)
,
Auer
(2.)
,
M. Friedrich
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
04.02.2006 15:30 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
37717
Spielnote:  3
Chancenverhältnis:
15:6
Eckenverhältnis:
11:2
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 4
fünf Minuten Nachspielzeit in der ersten Halbzeit waren vertretbar (u.a. wegen Waches Verletzung), kleinere Fehler bei Zweikämpfen und Abseits, so ging dem 4:2 eine Abseitsstellung Klasnics voraus
Spieler des Spiels:
Nelson Valdez
Der 22-jährige Stürmer war eiskalt vor dem Tor und mit seinem ?Doppelpack? der Matchwinner für Werder Bremen.
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