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Werder Bremen

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Hamburger SV

 
Werder Bremen

1:1 (1:0)

Hamburger SV
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Werder Bremen
Hamburger SV
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.













17. Spieltag, Werder Bremen - Hamburger SV 1:1 (1:0)

Dolls "Joker" stechen

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Bei Werder Bremen gab es im Vergleich zum 4:1-Erfolg in Köln folgende personelle Änderung: Pasanen verteidigte an Stelle von Fahrenhorst. Hamburgs Trainer Thomas Doll brachte nach dem 2:0-Sieg im UEFA-Cup gegen Slavia Prag Lauth im Angriff für Mpenza.


Der 17. Spieltag im Überblick


Superlative hatten beide Teams schon vor dem Anpfiff zu bieten: Bremen stellte mit 45 Treffern das angriffsstärkste Team, der HSV hatte mit acht Gegentreffern die wenigsten der Liga. Werder war zu Hause ebenso ungeschlagen wie Hamburg auswärts. Beide Teams gingen hoch konzentriert und motiviert in das 83. Nordderby, die Zweikämpfe wurden vom Anpfiff weg verbissen geführt, zahlreiche Spielunterbrechungen nach Fouls waren die Folge. Bremen hatte in der Anfangsphase Vorteile und kam zu den ersten Chancen: Micoud bringt einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld nach innen, Klose überspringt im Strafraum alle und köpft aus zwölf Metern aufs rechte Eck, doch Kirschstein klärt mit schöner Parade (5.). Micoud legt einen Freistoß von der rechten Strafraumseite zurück zu Frings, der aus 20 Metern direkt abzieht, aber knapp drüber schießt (7.). Klose schießt mit rechts aus 18 Metern hoch aufs rechte Eck, Kirschstein rettet mit einer Glanzparade (12.). Der HSV fand nicht ins Spiel, konnte sich sogar kaum einmal befreien. Bremen war körperlich und geistig schneller und beweglicher. Nur die guten Möglichkeiten konnten die Schaaf-Schützlinge nicht in zählbaren Erfolg ummünzen. Micoud flankte von der rechten Grundlinie, Valdez verlängerte aufs rechte Eck, Kirschstein rettete aber in letzter Sekunde, faustete den Ball von der Linie. In der 25. Minute hatten die Bremer Fans den Torschrei auf den Lippen, verstummten aber sogleich wieder: Frings schoss einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld aus gut 35 Metern weit in den Strafraum, der Ball senkte sich an den zweiten Pfosten, der Keeper lenkte den Ball mit den Fingerspitzen ans Aluminium, von wo der Ball an Kirschsteins Kopf und ins Feld zurückprallte. Eine kuriose Situation, bei der der vorher so starke Torhüter des HSV rettete und dennoch nicht gut aussah. Trotz des deutlichen Chancenplus' der Bremer blieben die Hamburger ruhig und warteten geduldig auf ihre Chance. Es gab kein Anzeichen von Hektik oder Nervosität. Allerdings brachten sich die Doll-Schützlinge selbst auch oft um viel versprechende Angriffe, weil sie zu häufig und arglos in die gut organisierte Abseitsfalle der Bremer tappten. Kirschstein blieb der Hauptdarsteller des unterhaltsamen Spiels. Nach einem weiten Pass auf Klose hätte der HSV-Keeper den Ball aufnehmen müssen, wollte das Leder aber ins Aus rollen lassen. Klose hatte dies durchschaut und sich den Ball geschnappt, da brachte Kirschstein den Nationalspieler von hinten zu Fall. Micoud wiederum scheiterte mit dem fälligen Foulelfmeter am nun glänzend reagierenden Keeper, der den Ball im linken Eck parierte und über die Latte lenkte (39.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte machte es der Franzose besser und besorgte doch noch die haushoch verdiente Bremer Führung: Micoud schoss einen direkten Freistoß vom linken Strafraumeck mit rechts an den rechten Innenpfosten, von wo der Ball ins Tor spang. Eine unangenehme, aber nicht unlösbare Aufgabe für Kirschstein. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der HSV um einiges agiler, übte Druck aus, spielte schnell und schnörkellos nach vorne, war aber auch oftmals nicht präzise genug im Abspiel. Das Spiel war hektisch und heiß umkämpft, kein Team konnte sich entscheidende Vorteile erspielen, Torchancen waren aber Mangelware. Werder hatte in der 57. Minute die nächste hochkarätige Möglichkeit: Frings ging nach Fehler von Jarolim allein auf Kirschstein zu, schoss aus 16 Metern, der HSV-Keeper touchierte den Ball mit den Fingerspitzen und lenkte diesen entscheidend um Zentimeter neben den rechten Pfosten zur Ecke ab. Die bis dato beste Chance hatte der HSV in der 62. Minute: Jarolim spielte nach rechts zu Mahdavikia, der in die Mitte zum völlig freistehenden Barbarez flankte. Der Bosnier köpfte aus acht Metern aber in die Mitte des Tores, Reinke klärte. In der 66. Minute brachte Hamburgs Trainer Doll Takahara und Kucukovic für Lauth und Trochowski, und nur eine Minute später zeichneten diese beiden Neuen für den Ausgleich verantwortlich: Mahdavikia schickte Takahara auf dem rechten Flügel, der Japaner spielte nach innen zu Kucukovic, der aus fünf Metern traf. Das Spiel war hart umkämpft. Beide Teams gingen verbissen in die Zweikämpfe, verschenkten keinen Meter Raum. Zahlreiche Fouls unterbanden zwar ansehnlicheren Spielfluss, an Spannung war die sehr intensiv geführte Partie aber kaum zu überbieten. Trotz der zahlreichen Gelben Karten ging es nicht brutal zu. Gegen Ende der Partie schwanden den Akteuren ein wenig die Kräfte, mussten sie dem hohen Tempo Tribut zollen, die Aktionen wurden zusehends ungenauer. In der 88. Minute wäre der HSV beinahe mit 2:1 in Führung gegangen: Wicky tankte sich durch drei Bremer durch und tauchte allein vor Reinke auf, der Keeper klärte aber mit der Fußspitze. Der SV Werder Bremen und der Hamburger SV trennten sich am Ende einer intensiv geführten, höchst unterhaltsamen und spannenden Begegnung unentschieden mit 1:1. Werder versäumte es vor allem vor der Pause, die vielen Chancen zu verwerten und leistete sich sogar den Luxus, einen Elfmeter zu verschießen. Hamburg steigerte sich in Hälfte zwei und kam durch seine "Joker" zum Ausgleich. Freuen dürfte sich über das Ergebnis aber höchstens der FC Bayern München, der damit seine Führung an der Tabellenspitze ausbaute.

15.12.05
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Reinke (2) - 
Owomoyela (2,5)    
Pasanen (3)    
Naldo (4)    
Andreasen (3) - 
Baumann (3)    
Frings (3,5) , 
Vranjes (3)    
Micoud (2)    
Valdez (4)    
Klose (2)    

Einwechslungen:
71. Klasnic für Valdez
80. D. Jensen für Vranjes

Trainer:
Schaaf
Hamburger SV
Aufstellung:
Kirschstein (3,5) - 
Mahdavikia (3) , 
Demel (4)    
van Buyten (2,5) , 
Atouba (3)    
Wicky (4,5) - 
Jarolim (4)    
Beinlich (3,5) - 
Trochowski (4)    
Lauth (5,5)    
Barbarez (4)    

Einwechslungen:
66. Kucukovic     für Trochowski
66. Takahara für Lauth
87. Klingbeil für Jarolim


Trainer:
Doll

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Micoud (45. + 1, direkter Freistoß, Rechtsschuss)
1:1
Kucukovic (67., Rechtsschuss, Takahara)
Gelbe Karten
Bremen:
Klose
(2. Gelbe Karte)
,
Naldo
(2.)
,
Owomoyela
(2.)
,
Baumann
(4.)
,
Pasanen
(3.)
HSV:
Atouba
(4. Gelbe Karte)
,
Barbarez
(5., gesperrt)
,
Demel
(2.)

Besondere Vorkommnisse
Kirschstein hält Foulelfmeter von Micoud (39.)

Spielinfo

Anstoß:
18.12.2005 17:30 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
42100 (ausverkauft)
Spielnote:  2
Chancenverhältnis:
10:5
Eckenverhältnis:
6:6
Schiedsrichter:
Florian Meyer (Burgdorf)   Note 2
nahm dem intensiven Spiel nicht den Fluss, zog rechtzeitig die Gelben Karten und lag mit Werders Elfmeter richtig
Spieler des Spiels:
Johan Micoud
Klarer Punktsieger im Duell mit Wicky, Initiator vieler Chancen - und beim 1:0 unbeeindruckt von seinem Elfmeter-Fehlschuss.
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