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VfL Bochum

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Hamburger SV

 
VfL Bochum

1:2 (0:2)

Hamburger SV
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VfL Bochum
Hamburger SV
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.










17. Spieltag, VfL Bochum - Hamburger SV 1:2 (0:2)

Bochum überwintert auf einem Abstiegsplatz

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Im Vergleich zur deutlichen 2:5 -Schlappe beim VfB Stuttgart am vergangenen Samstag änderte Peter Neururer sein Team auf vier Positionen. Am Donnerstag hatte sich VfL-Ersatztorhüter Vander einen Riss im linken Innenmeniskus zugezogen. Stammkeeper van Duijnhoven musste somit seine Regeneration (Achilessehnenprobleme) abbrechen und seinen Ersatz ersetzen. Außerdem vertraute der VfL-Coach wieder auf die Kreativität seines Teilzeitspielmachers Wosz und brachte den wieder genesenen Lokvenc sowie Zdebel. Misimovic, Trojan und Edu mussten weichen. Im Verlauf der 0:2 -Heimniederlage gegen Hannover 96 hatten sich auf Seiten des HSV Wicky und Schlicke jeweils die fünfte Gelbe Karte eingehandelt und mussten damit ebenso wie Mpenza (Bänderdehnung) auf ihren Auftritt in Bochum verzichten. Thomas Doll konnte dafür die zuletzt gesperrten Boulahrouz und Barbarez in der Startformation aufbieten und brachte darüber hinaus den erst 20-jährigen Slowenen Brecko, der damit zu seinem zweiten Bundesligaspiel von Anfang an kam. Mahdavikia, der auf einen Einsatz gegen seinen Ex-Verein gedrängt hatte, musste wieder auf der Bank Platz nehmen.


Der 17. Spieltag im Überblick


Unabhängig von den Ergebnissen der anderen Partien stand bereits vor Beginn der Begegnung im Ruhrstadion fest, dass der VfL sich nur durch einen Sieg die Chance bewahren würde, nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern zu müssen. "Wenn wir den HSV schlagen, dann haben wir doch noch einigermaßen frohe Weihnachten," so Peter Neururer. Der HSV wollte seinerseits unter Beweis stellen, dass die Heimniederlage gegen Hannover lediglich ein Ausrutscher war, nachdem die Hanseaten zuvor drei Mal in Folge hatten gewinnen können.

"Wir schaffen es gemeinsam" stand auf einem Transparent, mit dem die VfL-Profis unmittelbar vor dem Anpfiff um die Unterstützung der eigenen Anhänger warben. Auf dem Platz zeigten die Neururer-Schützlinge zwar Kampfgeist, offenbarten jedoch im Aufbauspiel große Schwächen. Der HSV versteckte sich keineswegs, stand sicher im eigenen Deckungsverbund und versuchte, durch Konter zum Erfolg zu kommen. Die Fehlerquote war jedoch bei beiden Teams sehr hoch, so dass zunächst kein rechter Spielfluss aufkommen wollte und Torraumszenen Mangelware blieben.

Die erste wirkliche Gelegenheit des Spiels nutzten die Hanseaten dann zur überraschenden Führung: Nach einer langen Freistoßflanke von Beinlich zeigte sich Kalla völlig indisponiert, so dass Barbarez nahezu unbedrängt mit einem schönen Kopfballaufsetzer in die rechte Ecke treffen konnte (26.). Der VfL versuchte sofort den Anschluss herzustellen, musste jedoch kurz darauf das 0:2 hinnehmen. Van Duijnhoven konnte einen Beinlich-Freistoß nur nach vorne abklatschen, der Ball kam zu Jarolim, der unbedrängt zu Benjamin passen konnte. Dieser hatte völlig alleingelassen keine Probleme aus kurzer Distanz einzuschieben (34.). Bis zur Pause mühten sich die Neururer-Schützlinge weiter, blieben jedoch zu harmlos und wirkten nun äußerst verunsichert, so dass es mit einem 0:2-Halbzeitstand in die Kabinen ging.

Peter Neururer brachte zu Beginn der zweiten Hälfte Edu als dritte Spitze, um zusätzlich Druck auf das HSV-Tor zu entwickeln. Der VfL kämpfte von nun an verzweifelt um den Anschlusstreffer, die Hamburger verlegten sich aufs Kontern. Zdebel vergab die bis dato beste Gelegenheit für den VfL, indem er das Leder aus aussichtsreicher Position innerhalb des Strafraums knapp am rechten Pfosten vorbeischlenzte (54.). Bochum drängte den HSV nun tief in die eigene Hälfte, der letzte Pass kam jedoch nur in den seltensten Fällen an. Wirklich gefährlich kam Bochum auch nach der Hereinnahme eines weiteren Offensivspielers (Misimovic) nur selten vor das Tor der Hamburger. Gelang dies doch einmal, war Pieckenhagen zur Stelle, wie in der 68. Minute, als der HSV-Keeper einen Bechmann-Schuss zur Ecke klären konnte. Chancenlos wäre der Keeper wenig später bei einem Schuss von Madsen gewesen, der an den linken Pfosten krachte (78.).

Der hochverdiente Anschlusstreffer durch Bechmann, der aus 18 Metern an Freund und Feind vorbei zum 1:2 (83.) traf, kam zu spät. Die Gastgeber warfen zwar noch einmal alles nach vorne, konnte aber den Ausgleich nicht mehr erzielen, der den Chancen und den Spielanteilen nach durchaus verdient gewesen wäre.

Die Neururer-Schützlinge, denen in der Hinserie lediglich zwei Heimsiege gelangen, überwintern somit auf einem Abstiegsplatz. Der HSV konnte den Aufwärtstrend unter Thomas Doll weiter fortsetzen und hält den Kontakt nach oben.

10.12.04
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Bochum
Aufstellung:
van Duijnhoven (3,5) - 
Colding (4,5)    
Kalla (5) , 
Knavs (4) , 
Bönig (4,5)    
Maltritz (5)        
Zdebel (4,5)    
Wosz (4,5)    
Bechmann (2,5)    
P. Madsen (4,5) - 

Einwechslungen:
46. Edu (4) für Maltritz
65. Misimovic für Bönig
71. Meichelbeck für Colding

Trainer:
Neururer
Hamburger SV
Aufstellung:
Pieckenhagen (4) - 
Brecko (3,5) , 
Boulahrouz (3) , 
van Buyten (2,5) , 
Klingbeil (3,5) - 
Benjamin (3)    
Jarolim (2,5) , 
Beinlich (3)        
Moreira (4)    
Takahara (3) , 
Barbarez (2)        

Einwechslungen:
69. Mahdavikia für Moreira
85. Reinhardt für Barbarez
90. + 1 C. Rahn für Beinlich

Trainer:
Doll

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Barbarez (26., Kopfball, Beinlich)
0:2
Benjamin (34., Rechtsschuss, Jarolim)
1:2
Bechmann (83., Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Bochum:
Maltritz
(7. Gelbe Karte)
,
Wosz
(1.)
,
Zdebel
(6.)
HSV:
Beinlich
(5. Gelbe Karte, gesperrt)

Spielinfo

Anstoß:
11.12.2004 15:30 Uhr
Stadion:
Ruhrstadion, Bochum
Zuschauer:
25990
Spielnote:  3,5
Chancenverhältnis:
6:6
Eckenverhältnis:
6:2
Schiedsrichter:
Knut Kircher (Rottenburg)   Note 3,5
nicht immer berechenbar im Strafmaß, mal sehr großzügig, mal kleinlich, aber ohne große Schnitzer.
Spieler des Spiels:
Sergej Barbarez
Torschütze sowie Antreiber mit Übersicht und teils genialen Pässen, von Bochums Hintermannschaft nie auszuschalten.
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