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Werder Bremen

 - 

Hamburger SV

 

6:0 (3:0)

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Werder Bremen
Hamburger SV
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.













31. Spieltag, Werder Bremen - Hamburger SV 6:0 (3:0)

Bremen überrollt den HSV

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Bremens Trainer Thomas Schaaf musste nach dem torlosen Remis in Bochum auf Lisztes (Kreuzbandriss) und Ernst (Gelb-Sperre) verzichten. Für das Duo liefen Lagerblom und Ismael (nach Gelb-Sperre) in der Anfangsformation auf, Kapitän Baumann rückte so wieder aus der Viererkette vor ins Mittelfeld. Auf Seiten der Hamburger nahm Coach Klaus Toppmöller nach dem jüngsten 4:2 über Köln folgende Wechsel vor: Hoogma (nach Gelb-Sperre), Benjamin und Hleb ersetzten Romeo, Jarolim (Gelb-Sperre) und Rahn (Muskelfaserriss). Außerdem gab U-21-Nationaltorhüter Starke sein Debüt in der Startelf zwischen den Pfosten für Wächter.


Der 31. Spieltag im Überblick


Nach vier Unentschieden in den letzten fünf Partien waren die Bremer gefordert, im Fernduell mit den Bayern aus München mal wieder dreifach zu punkten. Aber auch der Gegner im Nordderby aus Hamburg brauchte jeden Zähler, um sich einen Platz im UI-Cup zu sichern. Bremen machte von Beginn an Druck und zeigte durch energisches, mitunter hartes Zweikampfverhalten, wer der Herr im Hause war. Doch der enorme Aufwand, den Werder in der Anfangsphase betrieb, verpuffte in der Offensive, weil die Aktionen hektisch und ungeordnet wirkten. Zudem machte der HSV, im taktischen Konzept mit nur einer echten Spitze, dem Ukrainer Hleb, hinten geschickt die Räume eng. Zwei Dreierketten unmittelbar vor dem Strafraum machten den Werderanern das Leben schwer. Dennoch wurde der Tabellenführer für sein engagiertes Vorgehen belohnt – und zwar vom Gegner. Nach einer Micoud-Ecke von der linken Seite versuchte Barbarez, das Leder per Kopf zu klären. Jedoch rutschte dem Bosnier der Ball über den Scheitel und schlug im kurzen Eck ein (17.). Keeper Starke war zu überrascht, um noch entscheidend eingreifen zu können. Kurze Zeit später hätte der Torhüter zupacken müssen, spekulierte aber falsch. In der 22. Minute stand Ismael bereit zu einem direkten Freistoß aus 22 Metern halblinker Position. Der Franzose sah, dass Starke das Torwarteck anbot und versenkte das Leder wenig platziert zum 2:0 etwas rechts der Tormitte. Im Anschluss glichen sich die Spielanteile ein wenig aus. Doch auch wenn die Hamburger Bemühungen zeitweise gut anzusehen waren, in der Bremer Hälfte waren die „Rothosen“ ein Muster an Harmlosigkeit ohne Zug zum Tor. Einzige Ausnahme: Barbarez‘ Schlenzer aus 24 Metern an die Latte (27.). Die Schaaf-Elf dagegen war immer dann gefährlich, wenn das Mittelfeld schnell überbrückt wurde und so die Zustimmungsprobleme in der HSV-Defensive aufgedeckt wurden. Kurz vor der Pause sorgte so Micouds öffnender Pass in die rechte Strafraumhälfte auf Borowski für viel Freiraum. Borowski legte geschickt zurück auf Klasnic, der Kroate schlenzte sicher aus zwölf Metern halbrechter Position mit links ins linke Eck (40.). Nach dem Wechsel ging es ähnlich weiter. Bremen sprühte vor Spielfreude und legte nach. Micoud blieb in der Vorwärtsbewegung an Wicky hängen. Lagerblom schnappte sich das Leder, ging Richtung Strafraum und legte kurz davor nach rechts auf Ailton. Der blieb eiskalt und netzte mit links unter die Latte ein (48.). Die Hamburger fielen nun förmlich auseinander, konnten nur noch auf die Bremer Kombinationen reagieren. Eigene gezielte Aktionen waren fast nicht zu sehen. Erst als nach knapp einer Stunde Spielzeit die Werderaner einen Gang zurückschalteten, sah der HSV ein wenig mehr Land. So verstrich die restliche Spielzeit. Werder schonte nun die Kräfte, tat nicht mehr als nötig und war dennoch weiterhin das bessere Team. Die Hamburger hatten sich derweil aufgegeben, trabten mehr oder weniger lustlos über den Rasen und ließen die Köpfe hängen. Neuen Schwung brachten gegen Ende der Partie Werders Einwechselspieler, die, hochmotiviert, leichtes Spiel hatten. So erhöhte zunächst Valdez aus sehr spitzem Winkel auf 5:0 (81.), Keeper Starke sah erneut nicht gut aus. In der 85. Minute verursachte Reinhardt einen Handelfmeter nach einem Stellungsfehler gegen Charisteas. Der Ukrainer Skripnik, der Ende dieser Saison aufhören wird, nahm sein Abschiedsgeschenk dankend an und versenkte sicher mit links ins linke Eck. In einer einseitigen Partie gewinnt Bremen auch in dieser Höhe verdient und konnte die Tordifferenz ausbauen. Nun kommt es bei weiterhin sechs Punkten Vorsprung auf den FC Bayern nächste Woche zum Showdown in München. Hamburg ließ einfach alles vermissen und lieferte eine enttäuschende Leistung ab.

30.04.04
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Reinke (3) - 
Stalteri (3) , 
Ismael (1)    
Krstajic (1,5) , 
C. Schulz (3) - 
Baumann (2,5) - 
Lagerblom (2)    
Borowski (1,5) - 
Micoud (2) - 
Klasnic (2)        
Ailton (3)            

Einwechslungen:
62. Valdez     für Klasnic
72. Skripnik     für Lagerblom
80. Charisteas für Ailton

Trainer:
Schaaf
Hamburger SV
Aufstellung:
Starke (6) - 
Ujfalusi (6) , 
Hoogma (5) , 
Reinhardt (6)    
Fukal (5) , 
Schlicke (5) , 
Wicky (5)    
Mahdavikia (6) , 
Barbarez (5,5) , 
Benjamin (6)    
V. Hleb (6)    

Einwechslungen:
60. Romeo (5,5)     für V. Hleb
60. Cardoso (5) für Benjamin

Trainer:
Toppmöller

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Barbarez (17., Eigentor, Kopfball, Micoud)
2:0
Ismael (22., direkter Freistoß, Rechtsschuss)
3:0
Klasnic (39., Linksschuss, Borowski)
4:0
Ailton (48., Linksschuss, Lagerblom)
5:0
Valdez (80., Rechtsschuss, Ismael)
6:0
Skripnik (84., Handelfmeter, Linksschuss)
Gelbe Karten
Bremen:
Ailton
(2. Gelbe Karte)
HSV:
Wicky
(6. Gelbe Karte)
,
Reinhardt
(7.)
,
Romeo
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
01.05.2004 15:30 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
42500 (ausverkauft)
Spielnote:  1,5
Chancenverhältnis:
11:1
Eckenverhältnis:
7:2
Schiedsrichter:
Lutz Michael Fröhlich (Berlin)   Note 3
über weite Strecken ein guter Leiter, übersah aber unmittelbar vorm Bremer 1:0 ein elfmeterreifes Foul von Krstajic an Hleb.
Spieler des Spiels:
Valerien Ismael
Überragend im Zweikampf, glänzend in der Spieleröffnung und Torschütze zum 2:0 - besser geht es nicht.
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