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Bayer 04 Leverkusen

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Hamburger SV

 
Bayer 04 Leverkusen

2:3 (2:1)

Hamburger SV
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Bayer 04 Leverkusen
Hamburger SV
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.










15. Spieltag, Bayer Leverkusen - Hamburger SV 2:3 (2:1)

Bayer nach erneuter Niederlage endgültig im Abstiegskampf

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Trotz einer Kraft raubenden 1:2-Niederlage im Auftaktspiel der Champions-League-Zwischenrunde gegen Barcelona nahm Bayer-Trainer Klaus Toppmöller gegen den HSV nur zwei Änderungen vor. Kleine ersetzte in der Viererkette den rotgesperrten Placente, im Sturm setzte sich das Wechselspielchen der letzten Wochen fort: Statt Brdaric durfte diesmal Neuville von Beginn an ran. HSV-Trainer Kurt Jara nominierte beim Gastspiel in der BayArena, von der Hereinnahme Klings für den gelbgesperrten Hollerbach abgesehen, exakt die gleiche Formation, die auch eine Woche zuvor beim 1:1 gegen Cottbus begonnen hatte.


Das Spiel im Live-Ticker Der 15. Spieltag im Überblick


Nach nicht einmal 180 Sekunden traute Toppmöller seinen Augen nicht: Gerade hatte sein Torhüter Jörg Butt versucht, einen langen Ball von Barbarez auf Romeo abzulaufen und zu diesem Zwecke seinen Strafraum verlassen. Das einzige aber, was er erwischte, war das Bein von Lucio, der Weg war frei für Romeo. Ohne Mühe versenkte der Argentinier den Ball zur frühen Führung im Bayer-Gehäuse. Doch Toppmöllers Mannen antworteten prompt, einen Ballverlust des reichlich indisponiert wirkenden Ledesma nutzte Balitsch nach präzisem Zuspiel von Schneider nur acht Minuten später ebenso platziert zum Ausgleich. Wiederum nur elf Minuten später war es Bastürk, der sich aus rund 20 Metern ein Herz fasste, seinem Linksschuss gab Hertzsch´ Fußspitze den entscheidenden Drall. Pieckenhagen im HSV-Tor war kein Vorwurf zu machen, im Gegenteil: Mit Glanzparaden gegen Lucio und drei Mal Berbatov bewahrte er die Norddeutschen vor einem noch höheren Rückstand. Der HSV musste sich zu dieser Phase den Vorwurf gefallen lassen, nach der frühen Führung nicht entschlossen genug nachgesetzt und so Kapital aus der anfänglichen Leverkusener Verunsicherung geschlagen zu haben. Die eigene Abwehr präsentierte sich nur selten sattelfest, vor allem Schneider freute sich über die ihm gewährten Freiräume, die er immer wieder zu sehenswerten Zuspielen nutzte.

Angesichts der teils schwachen Darbietungen in den ersten 45 Minuten brachte Jara mit dem Seitenwechsel folgerichtig zwei neue Leute: Wicky sollte an Stelle Ledesmas die Kreise Schneiders einengen, Benjamin ersetzte den blass gebliebenen Cardoso. Die Umstrukturierungen sollten sich schnell auszahlen. Nach einer Hereingabe von Kling verpasste zwar zunächst Barbarez, doch der am langen Pfosten lauernde Romeo bugsierte das Leder mit feiner Technik über die Linie. Es war das zweite Tor des Argentiniers an diesem Nachmittag, bereits das dritte Mal in der laufenden Saison, dass ihm ein solches Kunststück gelang. Leverkusen dagegen schien den zuvor an den Tag gelegten Schwung in der Kabine vergessen zu haben, auch Schneider konnte sich nicht mehr wie noch im ersten Durchgang in Szene setzen. Der Bruch im Spiel des Nationalspielers war gleichbedeutend mit dem Ende aller Offensivbemühungen der Gastgeber, die sich rein darauf beschränkten, das Unentschieden zu verwalten. Toppmöller versuchte, dieser Entwicklung mit der Einwechslung zweier frischer Offensivkräfte entgegenzuwirken. Bierofka und Brdaric kamen für die entkräfteten Bastürk und Berbatov. Das Tor jedoch fiel auf der Gegenseite. Und erneut war es Butt, der seinem Ex-Verein tatkräftig zur Seite stand: Statt Zivkovic eine Mahdavikia-Flanke in Ruhe wegschlagen zu lassen, behinderte er seinen Kollegen derart einschneidend, dass es Barbarez ein Leichtes war, den Ball zum 3:2 im Bayer-Kasten unterzubringen. Als der Schlusspfiff ertönte, glich Toppmöllers Miene wieder der 87 Minuten zuvor gezeigten. Manager Rainer Calmund hatte da schon lange seinen Tribünenplatz verlassen.

Sollte es im Umfeld der BayArena noch immer Personen geben, die ernsthaft glauben, der Abstiegskampf fände ohne Bayer statt, sollten sie diese Gedanken schleunigst beiseite schieben. Gewinnt Hannover morgen Abend gegen Schalke, trennt Bayer nur noch ein Punkt von einem Abstiegsrang. Der HSV triumphiert in einer im Vorfeld als „richtungsweisend“ hochstilisierten Partie mit 3:2 und hält damit Anschluss an die internationalen Ränge.

Noten folgen am Sonntagabend

29.11.02
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Butt (5) - 
Kleine (5) , 
Lucio (3)    
Zivkovic (4) - 
Ramelow (3,5) , 
Balitsch (3)    
Babic (4,5)    
Bastürk (4)        
Neuville (5) , 
Berbatov (4)    

Einwechslungen:
46. Dzaka (5) für Lucio
73. Bierofka für Bastürk
73. Brdaric für Berbatov

Trainer:
Toppmöller
Hamburger SV
Aufstellung:
Pieckenhagen (2,5) - 
Fukal (3,5) , 
Hertzsch (3) , 
Ujfalusi (4) , 
S. Kling (4) - 
Maltritz (2,5) , 
Ledesma (5,5)        
Cardoso (5)    
Mahdavikia (3)    
Romeo (2)        
Barbarez (3)    

Einwechslungen:
46. Wicky (2) für Ledesma
46. Benjamin (3) für Cardoso
87. Jacobsen für Mahdavikia

Trainer:
Jara

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Romeo (3., Linksschuss, Barbarez)
1:1
Balitsch (11., Rechtsschuss, B. Schneider)
2:1
Bastürk (21., Linksschuss, B. Schneider)
2:2
Romeo (52., Rechtsschuss, S. Kling)
2:3
Barbarez (76., Linksschuss, Mahdavikia)
Gelbe Karten
Leverkusen:
Babic
(1. Gelbe Karte)
HSV:
Ledesma
(3. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
30.11.2002 15:30 Uhr
Stadion:
BayArena, Leverkusen
Zuschauer:
22500 (ausverkauft)
Spielnote:  3
Chancenverhältnis:
7:6
Eckenverhältnis:
13:6
Schiedsrichter:
Jörg Keßler (Höhenkirchen)   Note 4
einige falsche Abseitsentscheidungen bei Kontersituationen und eine Fehlentscheidung, als er Leverkusen spät einen Vorteil abpfiff, trübten einen guten Gesamteindruck.
Spieler des Spiels:
Bernardo Daniel Romeo
Der Argentinier nutzte zwei Mal eiskalt die Fehler der Leverkusener Abwehr aus und hielt den HSV damit im Rennen.
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