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Arminia Bielefeld

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Bayer 04 Leverkusen

 
Arminia Bielefeld

2:2 (1:1)

Bayer 04 Leverkusen
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Arminia Bielefeld
Bayer 04 Leverkusen
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.








14. Spieltag, Arminia Bielefeld - Bayer Leverkusen 2:2 (1:1)

Bayer kommt erneut nicht über ein Remis hinaus

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Durch zahlreiche Nationalmannschafts-Abstellungen und eine fortgesetzte Personalmisere stand Bayer-Trainer Klaus Toppmöller in der Woche nach dem enttäuschenden 2:2-Heimauftritt gegen Mönchengladbach nur eine Handvoll Spieler im Training zur Verfügung. Zu wenig, um an einer Verbesserung des derzeit unbefriedigenden sportlichen Ist-Zustandes zu arbeiten. Im Sturm durfte sich diesmal Brdaric an Stelle des glücklosen Berbatov versuchen, die Hereinnahme von Babic war durchaus ein Denkzettel an die Adressen von Simak und Bastürk, mit deren Leistungen Toppmöller zuletzt alles andere als einverstanden war. Problemzone Nummer eins bei Bayer war aber auch beim Gastspiel auf der Bielefelder „Alm“ die Verteidigung, wo neben Juan (Sehnenverletzung) und Nowotny (Reha nach Kreuzbandriss) auch Placente ersetzt werden musste, der nach seiner Roten Karte gegen Gladbach das erste von insgesamt drei Spielen Sperre absaß. Unmut auch bei Benno Möhlmann ob der 1:2-Niederlage gegen Cottbus, einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. Mit zwei Dreierketten sorgte der Arminen-Trainer für eine defensive Grundstruktur, wobei Bogusz Rauw und Murawski den ebenfalls am vergangenen Spieltag des Feldes verwiesenen Dabrowski ersetzte. Offensiv ausgerichtet in einer auf Konter lauernden Heimelf waren einzig Vata, Wichniarek und Brinkmann, den abzusichern Aufgabe des jungen Lense war.


Das Spiel im Live-Ticker Der 14. Spieltag im Überblick


Wie aus dem Nichts fiel in der 17. Minute die Führung für die Gäste. Eine Neuville-Ecke lenkte Brdaric, obwohl von zwei Gegnern hart bedrängt, ins Bielefelder Tor, Torhüter Hain wirkte dabei schlecht postiert. Die Anfangsviertelstunde ist mit „zurückhaltend“ noch harmlos umschrieben, von einem Brinkmann-Vorstoß einmal abgesehen, tat sich absolut nichts auf dem Rasen. Die zu verhaltene Spielweise der Heimelf auch nach dem Gegentor führte schon nach wenig mehr als 20 Minuten zu ersten Unmutsbekundungen von den Rängen, die ihrem Vermissen von kämpferischem Engagement lautstark Ausdruck verliehen. Aus einer Szene der Bewegungslosigkeit, als sich bei einem Einwurf kein einziger Akteur freilaufen wollte, entstand mit etwas Glück der Ausgleich (26.). Vata bediente Murawski mit feinem Zuspiel, das der Pole frei vor Butt eigentlich schon hätte verwerten müssen. Den Abpraller versenkte Landsmann Wichniarek im Stile eines Goalgetters eiskalt. Durch den Ausgleich kehrte das Spiel in den Zustand der Anfangsphase zurück; die Arminia verlegte sich auf das Konterspiel, Bayer zeigte seinerseits nur wenig Interesse, das Geschehen an sich reißen zu wollen.

Zu Beginn des Schlussdurchgangs musste allen Beteiligten klar sein, dass eine Punkteteilung keiner Mannschaft weiterhelfen würde. Dennoch konnte sich weder Bielefeld noch Leverkusen zu einer entscheidenden Tempoverschärfung durchringen. Hauptursache des hohen Grades an mangelnder Spielkultur war das Bestreben beider Teams, immer wieder durch die Mitte zu Torchancen kommen zu wollen. Babic, musste Toppmöller erkennen, besitzt noch nicht die Qualitäten, dem Spiel der Werkself Kreativität zu verleihen. Schneider und auch Bierofka versäumten es, das Bayer-Spiel stärker auf die Außenpositionen zu verlagern. Im Gegenteil: Bayer ließ kaum echtes Bemühen erkennen, die Scharte des Punktverlusts gegen Gladbach auf fremdem Platz ausmerzen zu wollen. Bielefeld schien dem zweiten Tor näher, überbot sich im Bayer-Strafraum aber teilweise an Hilflosigkeit. Ausgerechnet der im bisherigen Saisonverlauf so starke Hain sorgte mit einem bösen Patzer für noch tiefere Furchen auf der Sorgenstirn seines Trainers: Nach einem Schneider-Freistoß verharrte er in Regungslosigkeit, Zivkovic hatte so keine Mühe, seine Farben in Führung zu köpfen. Als eine weitere Heimniederlage der Arminia nicht mehr abzuwenden schien, war es Artur Wichniarek , der mit seinem zweiten Tor des Tages Leverkusener Hoffnungen auf den zweiten Auswärtssieg in Folge eine Absage erteilte.

Es gibt Spiele, die keinen Sieger verdient haben. Bielefeld gegen Leverkusen war ein solches. Bayer verpasst es, sich von den nur zwei Punkte hinter ihnen auf dem ersten Abstiegsplatz liegenden Ostwestfalen abzusetzen.

22.11.02
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Arminia Bielefeld
Aufstellung:
M. Hain (4,5) - 
Lense (3) , 
Reinhardt (3) , 
Hansén (4)    
Bogusz (3,5)    
Kauf (3) , 
Murawski (3)    
Vata (4)    
Albayrak (4,5)    
Brinkmann (3,5) - 
Wichniarek (2)        

Einwechslungen:
56. Diabang (3) für Vata
80. Porcello für Murawski
80. Bogdanovic für Albayrak

Trainer:
Möhlmann
Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Butt (3) - 
Sebescen (5) , 
Ramelow (4)    
Lucio (4) , 
Zivkovic (3)    
Balitsch (3) - 
B. Schneider (2,5) , 
Babic (3) - 
Neuville (4,5)    
Bierofka (4) - 
Brdaric (4)    

Einwechslungen:
75. Simak für Neuville

Trainer:
Toppmöller

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Brdaric (17., Kopfball, Neuville)
1:1
Wichniarek (26., Rechtsschuss, Murawski)
1:2
Zivkovic (69., Kopfball, B. Schneider)
2:2
Wichniarek (85., Kopfball, Bogdanovic)
Gelbe Karten
Bielefeld:
Hansén
(1. Gelbe Karte)
,
Bogusz
(3.)
Leverkusen:
Ramelow
(4. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
23.11.2002 15:30 Uhr
Stadion:
Alm, Bielefeld
Zuschauer:
24100
Spielnote:  3
Chancenverhältnis:
6:6
Eckenverhältnis:
3:6
Schiedsrichter:
Herbert Fandel (Kyllburg)   Note 4
eigentlich mit souveräner Leistung, aber zwei Fehlentscheidungen trübten den guten Eindruck: Bogusz hätte nach Foul an Neuville (45.) Gelb, Bayer nach Reinhardts Halten gegen Bierofka (60.) einen Strafstoß bekommen müssen.
Spieler des Spiels:
Artur Wichniarek
Agil, beweglich, immer den Abschluss suchend. Seine beiden Tore retteten der Arminia den einen Punkt.
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