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Bayer 04 Leverkusen

 - 

Bor. Mönchengladbach

 

2:2 (1:1)

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Bayer 04 Leverkusen
Bor. Mönchengladbach
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.













13. Spieltag, Bayer Leverkusen - Bor. M'gladbach 2:2 (1:1)

Bierofka bewahrt Bayer vor weiterer Heimpleite

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Ohne zehn verletzte Spieler hätte Mönchengladbach die kurze Reise nach Leverkusen auch problemlos in einem Minibus antreten können. Vor allem in der Defensive musste Trainer Hans Meyer mit Münch (Faserriss), Korell (Gelbsperre), Asanin (Sprunggelenkschaden) und Strasser (Haarriss) auf wichtige Kräfte verzichten, neben dem wiedergenesenen Hausweiler kam der 21-Jährige Daniel Embers aus der Amateurmannschaft erstmals als linkes Glied der Viererabwehrkette in der Bundesliga zum Einsatz. Der Offensivbereich immerhin präsentierte sich gegenüber dem 3:0 gegen Cottbus unverändert. Ganz anders Leverkusen: Klaus Toppmöller rotierte nach dem weitgehend bedeutungslosen letzten Champions-League-Vorrundenspiel in Manchester (0:2) wieder seine etablierten Stammspieler in die Anfangself. Lucio, Placente, Schneider und Neuville kamen für Sebescen, Kleine, Babic und Brdaric. Gerne gebracht hätte der Bayer-Coach auch Yildiray Bastürk, doch musste der wegen eines Blutergusses im Knie mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen.


Das Spiel im Live-Ticker Der 13. Spieltag im Überblick


Erst nach rund zehn Minuten begannen die ausgeruhten Bayer-Stars, die personelle Schieflage der Borussia zu temporeichen Vorstößen zu nutzen. Doch anstatt den Schwung beizubehalten und den geschwächten Gegner durch hohes Tempo zu Fehlern zu zwingen, zog sich Bayer – wie so oft in dieser Saison – allzu früh wieder zurück und ließ es dabei bewenden, nur schön statt erfolgreich zu spielen. Die ebenfalls nicht unbekannte Folge war, dass der Gast immer besser ins Spiel fand und, nachdem Aidoo zuvor zwei Mal aussichtsreich vergeben hatte, durch Demo auch zum Führungstreffer kam. Mit nur einem langen Ball verursachte Gladbach blankes Chaos in der rot-schwarzen Hintermannschaft, so dass der Slowake wenig Mühe hatte, Butt mit einem strammen Rechtsschuss zu bezwingen. Doch noch ehe sich eine unerfreuliche Statistik (immer wenn Gladbach in Leverkusen in Führung gehen konnte, wurde das Spiel auch gewonnen) in den Köpfen der Zuschauer festsetzen konnte, erzielte Bierofka im 400. Leverkusener Bundesliga-Heimspiel den postwendenden Ausgleich. Einen von Stiel nur unzureichend abgewehrten Ball flankte Simak von links erneut nach innen, wo der gebürtige Münchner per Kopf erfolgreich war.

Durchaus munter starteten beide Teams in Durchgang zwei. Doch während sich Bayer im gegnerischen Strafraum in Hilflosigkeit verirrte, war es auf der Gegenseite einzig Jörg Butt, der gegen Demo glänzend parierte, zu verdanken, dass Gladbach nicht ein zweites Mal in Führung ging. Wenn auch auf höchst unterschiedliche Art und Weise, boten doch beide Teams keineswegs eine schlechte Leistung. Bei Borussia verdienten Wille und Widerstandskraft des letzten Haufens Aufrechter Anerkennung, Leverkusen machte sich zu keiner Phase verdächtig, es mit dem Remis bewenden lassen zu wollen. Allein, es fehlten Konzept und System, die Not-Abwehrkette der Gäste auseinanderzunehmen. Auch die Einwechslung Bastürks brachte nicht den erhofften Schub. Im Gegenteil: Lucio, der seinen Offensivdrang ein ums andere Mal mit Schnitzern in der Abwehrarbeit bezahlen musste, ließ den Ball in der 70. Minute schlampig vor dem eigenen Strafraum liegen. Nachdem dann auch noch Placente gepatzt hatte, nahm Korzynietz das Geschenk dankend an und schlenzte den Ball an Butt vorbei ins Netz. Nur fünf Minuten später flog Placente nach einem harmlosen Zweikampf mit dem Torschützen, dem er dann aber entnervt einen Tritt und einen Schlag ins Gesicht seines Gegenspielers folgen ließ, vom Platz.

Einem Höchstmaß an Glück hatte Bayer es zu verdanken, dass sie in einer tumultartigen Schlussphase doch noch zum Ausgleich kamen. Kirsten verlängerte einen weiten Ball per Kopf zu Bierofka, der das Leder unbemerkt vom Unparteiischen mit dem Oberarm mitnahm und mit einem überlegten Schuss Stiel doch noch überwinden konnte. In der dritten Minute der Nachspielzeit wäre der Neuzugang dann fast ein drittes Mal erfolgreich gewesen, doch van Houdt verhinderte auf der eigenen Torlinie stehend den Last-Minute-K.o. der Borussia.

Bayer hat es mit diesem erneuten Rückschlag verpasst, den Schwung des jüngsten Auswärtssiegs AufSchalke für ein tabellarisches Fortkommen zu nutzen. Langsam muss man sich in Leverkusen damit anfreunden, dass der Abstiegskampf in diesem Jahr mit Beteiligung der eigenen Mannschaft stattfinden wird.

15.11.02
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Butt (3) - 
Zivkovic (4)    
Ramelow (4)    
Lucio (5) , 
Placente (5)    
Balitsch (3) - 
B. Schneider (3,5)    
Simak (4,5)    
Neuville (5,5) , 
Bierofka (2)        
Berbatov (5)    

Einwechslungen:
46. Brdaric (5) für Berbatov
54. Bastürk (4) für Simak
72. Kirsten für Ramelow

Trainer:
Toppmöller
Bor. Mönchengladbach
Aufstellung:
Stiel (3,5)    
Eberl (4) , 
Pletsch (2,5) , 
Witeczek (3) , 
Embers (3) - 
Hausweiler (3,5)    
Demo (3)        
Ulich (3) - 
Aidoo (2,5) , 
Felgenhauer (4)    
van Hout (4)    

Einwechslungen:
41. Korzynietz (3)     für van Hout
61. van Houdt für Demo
79. Plate für Felgenhauer

Trainer:
Meyer

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Demo (25., Rechtsschuss, Ulich)
1:1
Bierofka (29., Kopfball, Simak)
1:2
Korzynietz (71., Rechtsschuss, van Houdt)
2:2
Bierofka (86., Rechtsschuss, Kirsten)
Rote Karten
Leverkusen:
Placente
(75., Tätlichkeit, Korzynietz)
Gladbach:
-
Gelbe Karten
Leverkusen:
B. Schneider
(4. Gelbe Karte)
,
Zivkovic
(4.)
Gladbach:
Hausweiler
(3. Gelbe Karte)
,
Stiel
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
16.11.2002 15:30 Uhr
Stadion:
BayArena, Leverkusen
Zuschauer:
22500 (ausverkauft)
Spielnote:  3,5
Chancenverhältnis:
7:5
Eckenverhältnis:
8:3
Schiedsrichter:
Peter Gagelmann (Bremen)   Note 5
übersah Bierofkas Handspiel vor dem Ausgleich, griff mit diesem Fehler entscheidend ins Spiel ein.
Spieler des Spiels:
Daniel Bierofka
Seine beiden Tore retteten Bayer vor der erneuten Heimpleite, traue sich als einziger Bayer-Stürmer etwas zu.
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