Personal: Beim BVB begannen im Vergleich zum 0:1 in Kaiserslautern Lehmann, Reuter (beide nach Sperre) und Ewerthon für Laux, Addo und Ricken. Bei Köln spielten gegenüber dem 2:1 gegen St. Pauli Cullmann und Scherz für Sichone (Gelb-Sperre) und Baranek.
Das Spiel im Live-Ticker Der 32. Spieltag im Überblick
Taktik: Bei der Borussia übergaben die beiden Innenverteidiger und Metzelder die FC-Spitzen. Dadurch hatte Dortmund, anders als gewöhnlich vorgesehen, in der Abwehr einen überzähligen Akteur. Metzelder sollte bei Ballbesitz über links das Spiel mit aufbauen. Beim FC verteidigte Libero Cichon hinter den drei Deckern, schob sich bei Bedarf vor, um Lücken zu stopfen. Bei Ballbesitz agierte Scherz als zweite Spitze, in der Defensive fing er rechts Metzelder ab. Voigt und Balitsch teilten sich die Bewachung Rosickys, wobei Voigt öfter den Tschechen verfolgte. Die Gäste zogen sich bis 30 Meter vor das eigene Tor zurück und lauerten auf Konter.
Spielverlauf: Die Borussia tat sich gegen den Kölner Defensivblock schwer. Mangelnde Laufbereitschaft und fehlendes schnelles Kombinationsspiel waren die Ursachen. So brachten meist nur Einzelaktionen Chancen, wie bei Rosickys Führung. Kölns Offensivaktionen waren selten so gefährlich wie bei Cullmanns Lattentreffer. Nach dem Seitenwechsel kamen die nun mutigeren Gäste verdient zum Ausgleich. Nach Olisehs Hereinnahme rückte dieser beim BVB vor die Abwehr, Reuter verteidigte links und Metzelder übernahm Wörns' Aufgabe. In der Schlussphase vergaben Kölns Lottner und Amoroso nach Vorarbeit des noch Mal aufdrehenden Rosicky Matchbälle. Der leichtsinnige Ballverlust des zuvor soliden Keller bot Schiedsrichter Fleischer die "Chance" zu seinem fatalen Fehlpfiff.
Fazit: Dortmund siegte durch das Strafstoß-Geschenk glücklich in einer dramatischen, aber spielerisch mäßigen Partie.
Von Thomas Hennecke und Stephan von Nocks
Gelbe Karten |
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