Personal: Hitzfeld baute seine Anfangself im Vergleich zum 2:1 über Real Madrid auf fünf Positionen um: Für Kuffour (Rotsperre), Hargreaves (Gelbsperre), Lizarazu, Jeremies und Sergio (alle auf der Bank) kamen Linke, Niko Kovac, Tarnat, Fink und Pizarro. Bei Werder begannen im Gegensatz zum 4:3 über Rostock Bode (wieder fit) sowie Stalteri für Wehlage und Klasnic.
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Taktik: Vor der Münchner Viererkette räumte Fink im defensiven Mittelfeld ab, Niko Kovac agierte rechts etwas offensiver. Die drei Spitzen rotierten permanent, wobei sich Elber und Pizarro als vorderster Stürmer abwechselten, während Santa Cruz auf den Flügeln blieb oder aus dem Mittelfeld kam. Auch Werder verteidigte mit einer Viererkette. Wie beim 3:2-Erfolg in der Vorsaison beorderte Thomas Schaaf seinen Kapitän Baumann ins für ihn ungewohnte defensive Mittelfeld, wo er Effenberg beschattete. Ailton war die einzige Spitze, die von Bode und Frings zaghaft unterstützt wurde.
Spielverlauf: Zwei emotionslose Mannschaften boten grausigen Fußball und langweiliges Gebolze. Die Bayern spielten wie so oft in diesem Jahr: ohne Tempo im Aufbau, ohne Direktspiel, ohne Dynamik über die Außen. Meist droschen die Verteidiger die Bälle lang nach vorne, wo ihnen die kopfballstärkeren Bremer (allen voran Krstajic mit 78 Prozent gewonnenen Zweikämpfen) überlegen waren. Werder nutzte des Gegners Mängel (offene Abwehr, Laufschwäche) nicht aus: Ailton vergab drei gute Konter, doch insgesamt rückte das Mittelfeld nicht nach, es fehlten Mut und Ideen in der Offensive, auf beiden Seiten wurde die Menge der Fehlpässe und technischen Fehler schon peinlich. So schlecht das Spiel war, so überraschend fielen die Tore. Immerhin waren sie am Ende gerecht verteilt.
Fazit: Dieses Spiel hatte keinen Sieger verdient, deshalb geht der späte Ausgleich in Ordnung.
Von Bernd Salamon und Karlheinz Wild
| Bayern München |
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| Werder Bremen |

