Personal: Stuttgart begann gegenüber dem 2:1-Sieg bei St. Pauli mit vier Neuen: Bordon, Todt, Tiffert und Ganea ersetzten Marques, Carnell und Hleb sowie Balakov, der übermüdet nach seiner Länderspielreise ausfiel. Dortmund wechselte nach dem 3:0 gegen Cottbus auf drei Positionen: Kohler, Oliseh und Ewerthon mussten für Reuter, Wörns und Heinrich weichen.
Das Spiel im Live-Ticker Der 29. Spieltag im Überblick
Taktik: VfB-Trainer Magath veränderte sein gewohntes 4-2-3-1-System in ein 4-4-2 mit zwei defensiven Spielern im zentralen Mittelfeld und ohne Spielmacher; die Last des Offensivspiels trugen die Flügelspieler Tiffert und Seitz und die beiden Spitzen. Auch der BVB kam im 4-4-2, wobei auch hier die beiden Außen, Evanilson und Dede, sehr stark offensiv ausgerichtet waren, vom zentral-offensiven Rosicky jedoch unterstützt wurden.
Spielverlauf: Die ersten Minuten gehörten den Borussen dank eines schnellen, direkten Passspiels und kluger Ballstaffetten; Rosicky nutzte die Freiheit, die ihm die Stuttgarter Raumdeckung im Mittelfeld ließ. Am und im gegnerischen Strafraum jedoch ließen die fast körperlos auftretenden Dortmunder (Ausnahme Kehl) den letzten Biss vermissen. Der VfB stand in der Defensive geschlossen und kompakt, wirkte in den Zweikämpfen giftiger und aggressiver. Im Spiel nach vorne setzten die Schwaben auf Konter, die zumeist über den schnellen und laufstarken Seitz liefen, der Reuter und später auch Heinrich häufig das Nachsehen gab. Auch als Sammer angesichts des Rückstands volles Risiko ging, zunächst Ewerthon als dritte Spitze, später auch noch Reina und Herrlich brachte, konnten die Borussen das größte Plus des VfB nicht wettmachen: Die Stuttgarter legten über 90 Minuten den größeren Siegeswillen an den Tag.
Fazit: Ein zu verspielter BVB musste sich den läuferisch und in den Zweikämpfen entschlosseneren Stuttgartern verdient beugen.
Von Harald Kaiser, George Moissidis und Jana Wiske
| VfB Stuttgart |
|---|
| Borussia Dortmund |
Gelbe Karten |
|---|

