Personal: Stuttgart mit zwei Veränderungen im Vergleich zum 0:2 in Berlin: Für Bordon (Gelb-Rot-Sperre) rückte Wenzel in die Innenverteidigung, den Platz links übernahm Gerber; im Sturm kam Adhemar für Ganea. Wolfsburg trat mit der gleichen Mannschaft an, die in der Vorwoche Cottbus mit 2:1 besiegte.
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Taktik: Der VfB mit dem bewährten 4-2-3-1-System. Wenzel übernahm die Rolle des Chefs in der Viererabwehr, davor sicherten Soldo und Meißner hinter der offensiven "Dreierbande" Tiffert, Balakov und Seitz das Zentrum ab. Auch Wolfsburg agierte mit der üblichen Aufteilung: Vor einer Viererabwehr deckte Karhan die Spielgestalter Kühbauer und Munteanu ab. Davor bildeten Ponte und Petrov zusammen mit Klimowicz als zentraler Spitze einen Dreiersturm.
Spielverlauf: Die Partie stand lange unter dem Eindruck zweier kampfstarker, aber spielerisch wenig überzeugender Mannschaften. Beiden unterliefen viele Abspielfehler, der Ball wurde schnell erobert und schnell wieder verloren. Mit dem frühen 1:0 im Rücken konnte der VfB zwar "sein" Spiel spielen, aus einer kompakten Defensive heraus schnelle Gegenangriffe vor allem über Seitz und die linke Außenbahn starten. Karhan und die robusten und doch beweglichen Franz und Biliskov aber gewannen die Mehrzahl ihrer Zweikämpfe und ließen kaum Torchancen aus dem Spiel heraus zu. Gefahr vor dem VfL-Tor kam so fast nur nach Freistößen oder nach von Soldo am kurzen Pfosten verlängerten Eckbällen auf. Der VfL trat zu behäbig auf, überbrückte das Mittelfeld zu langsam und vernachlässigte das Flügelspiel; nur Ponte brachte Ideen ins Spiel. Trainer Wolf riskierte alles, brachte nach der Pause in Juskowiak einen vierten Stürmer und stellte von der Vierer- auf eine Dreierabwehr um, um noch mehr Druck aufzubauen. Doch die Mängel im Spielaufbau blieben, so dass es nur zum Anschlusstreffer reichte.
Fazit: Ein letztlich verdienter Sieg für den VfB, der den größeren Willen zum Erfolg bewies und in den entscheidenden Situationen größere Entschlossenheit zeigte.
Von Harald Kaiser und Gerorge Moissidis

