Personal: Beim VfL ersetzte Sarpei den gesperrten Karhan, ansonsten erhielt die Elf, die bei St. Pauli versagte, die Chance zur Rehabilitation. Auch die Borussia stellte nach dem 3:1 gegen Hertha nur ein Mal um: Für Ricken (Oberschenkel-Prellung) spielte Evanilson.
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Taktik: Bedingt durch Rickens Ausfall wechselte Ewerthon vom rechten auf den linken Flügel, behielt diese Seite ebenso wie Evanilson (rechts) bei. Feste Positionen auch in der dreiköpfigen BVB-Abwehr und im Mittelfeld, wo Heinrich (links) und Reuter (rechts) mit Kehl (Mitte) eine zweite Dreier-Reihe bildeten. Rosicky begann als Anspieler davor. Ihn beschattete Sarpei, der im gewohnten Wolfsburger 4-3-3 das defensive Mittelfeld übernahm. Zwischen Viererkette und Drei- Mann-Sturm setzten wie gewohnt Kühbauer und Munteanu die Akzente von den Halbpositionen.
Spielverlauf: Dortmunds frühe Führung wurde von Wolfsburger Unzulänglichkeiten begünstigt. Heinrichs sanfte Hereingabe auf Koller landete nach vorausgegangenem Abspielfehler von Rytter und Abstimmungsproblemen zwischen Biliskov und Reitmaier ohne weitere Berührung im Netz. Es blieb die einzige "Torchance" der Borussia, die mit der Führung im Rücken jedes Engagement vermissen ließ. Statische Spielführung, keinerlei Impulse aus dem Mittelfeld, Schwächen zudem im Angriff, wo Evanilson die neue Rolle überhaupt nicht behagte und nur Koller durch Einsatz auffiel. Wolfsburg dominierte das einseitige Spiel, überlief die Westfalen mit Zweikampfstärke und Spielwitz. Ausgehend von Vorteilen, die das Duo Munteanu/Kühbauer zentral erarbeitete, kam es zu einer Fülle gefährlicher Szenen, in denen die BVB-Verteidigung - besonders Wörns gegen den agilen Maric, aber auch Metzelder und Dede gegen die rochierenden Petrov und Ponte - vor größten Problemen stand.
Fazit: Allein zwei Dinge bewahrten Dortmund vor der Pleite. Wolfsburgs schlechte Chancenverwertung und Jens Lehmann.
Von Bernd Jankowski und Michael Richter
| VfL Wolfsburg |
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| Borussia Dortmund |

