Personal: VfB-Trainer Magath setzte auf exakt die gleiche Anfangself wie beim 3:0 über den HSV. Zwei Änderungen auf Seiten der Bremer nach dem 1:2 in Cottbus: Skripnik kehrte nach überstandener Innenbandverletzung im Knie für Magnin auf die linke Seite zurück, im Mittelfeld lief von Beginn an Ernst an Stelle von Borowski auf.
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Taktik: Beide Seiten präsentierten sich in ihren bewährten taktischen Formationen. Werder setzte Frings als Sonderbewacher für VfB-Spielmacher Balakov an, der sich allerdings häufig in die Spitze absetzte. Bremens Dreier-Abwehrkette agierte ohne feste Zuordnung im Raum, im zentralen Mittelfeld duellierten sich meist Ernst und Soldo sowie Lisztes und Meißner.
Spielverlauf: Stuttgart von Anfang an kompakter, aggressiver und Ziel gerichteter. Nach rund 20 Minuten hätte Seitz einen Alleingang bereits zur Gäste-Führung abschließen müssen. Werder wirkte ideenlos und behäbig, entwickelte kaum Druck auf den gut gestaffelten Widersacher. Baumann und Verlaat nutzten ihr Potenzial im Spielaufbau aus der Abwehr heraus kaum einmal Gewinn bringend. Da sich der VfB weitgehend darauf beschränkte, den Gegner zunächst einmal in Schach zu halten, ohne selbst eine Blöße zu riskieren, boten die ersten 45 Minuten kaum Höhepunkte. Überraschend fiel Bodes 1:0, begünstigt durch einen Abstimmungsfehler zwischen dem ansonsten überzeugenden Bordon und Meira. Nach der Pause brachte der eingewechselte Tiffert, speziell im Zusammenspiel mit Hinkel auf der rechten Außenbahn, weiteren Schwung für Stuttgart. Zum Ausgleich bedurfte es allerdings eines groben Abwehrschnitzers von Verlaat, der Ganea in seinem Rücken gewähren ließ. Mit der Einwechslung Borowskis für Verlaat wollte Werder-Coach Schaaf danach noch einmal Dampf aufmachen - doch der VfB konterte höchst effektiv.
Fazit: Trotz Minimalisten-Taktik: Der Sieg für die geschlossen auftretenden Schwaben gegen einfallslose Bremer war beileibe nicht unverdient.
Von Thiemo Müller
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