Personal: Löwen-Trainer Pacult nominierte entgegen den letzten Tests Cerny als Libero an Stelle von Votava (körperliche Defizite) sowie Verteidiger Tapalovic statt Hoffmann. Zudem rutschte Bierofka (Magenprobleme) aus der Startelf, ihn vertrat Weissenberger. Kölns Coach Lienen brachte überraschend auf den Außenbahnen links Keller statt Springer und rechts Vertragsamateur Nessou für Reeb.
Das Spiel im Live-Ticker Der 19. Spieltag im Überblick
Taktik: Die Gäste spielten in einer 3-4-3-Formation mit einem oft vor den Deckern agierenden Cichon als Chef der Dreierkette. Das Mittelfeld war ohne Spielmacher rein mit eher defensiv veranlagten Spielern besetzt, davor mühten sich zentral Laslandes als Stoßstürmer sowie links Kreuz und rechts Timm als hängende Spitzen über Konter zum Erfolg zu kommen. Die Sechziger modifizierten entsprechend ihr gewohntes 3-5-2-System und zogen Borimirov (gegen Kreuz) aus dem Mittelfeld zurück.
Spielverlauf: Für Köln schien alles nach Plan zu laufen: Mit aggressivem Pressing und starkem Zweikampfverhalten, erstickten die Gäste den Spielaufbau der Löwen im Ansatz. Vor allem Balitsch schaltete sogleich auf Offensive um und leitete viel versprechende Konter und Angriffe ein. Eine knappe Stunde lang hatte Köln Gegner und Spiel im Griff. Es fehlte einzig der erfolgreiche Abschluss. Zu selten kamen die Kölner in den torgefährlichen Raum, weil auch Laslandes sich immer wieder zurückfallen ließ und so das Sturmzentrum oft unbesetzt blieb. Den Löwen genügte ein gelungener Doppelpass (Borimirov/Wiesinger) vor dem ersten und ein genialer Moment von Tyce beim zweiten Treffer, um das Spiel zu drehen. Zu wenig systematisch und druckvoll geriet ansonsten das Aufbauspiel, weil Cerny sich zu selten einschaltete und sich Häßler nur selten Balitschs Bewachung entziehen konnte.
Fazit: Ein zu hoch ausgefallener Sieg der Gastgeber, die von der Abschlussschwäche der Kölner profitierten und ihrerseits die Chancen eiskalt nutzten.
Von Martin Messerer und Michael Pfeifer
| 1860 München |
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| 1. FC Köln |

