Personal: Vier Tage nach dem 1:0-Sieg über Kopenhagen baute Matthias Sammer mit Reuter, Koller, Ewerthon und Amoroso vier Neue ein; Oliseh, Heinrich, Sörensen und Herrlich räumten das Feld. Jara ersetzte Hertzsch (Adduktorenverhärtung) durch Maltritz.
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Taktik: Überwiegend klares Positionsspiel bei den Gästen hatte die Folge, dass sich bei der Borussia in der Regel Wörns mit Barbarez und Metzelder (später Kohler) mit Meijer beschäftigten. Evanilson und Dede rückten nur bei Hamburger Offensivaktionen ein, um sich bei eigenem Ballbesitz schnell zu lösen und nach vorn abzusetzen. Für die Konstruktion der Dortmunder Angriffe zeichneten vornehmlich Rosicky und Ricken verantwortlich, der aus einer defensiveren Rolle im halblinken Mittelfeld seine Kreise zog. Hamburg postierte zwei Viererreihen, die in der Abwehr auf einer Linie und im Mittelfeld gestaffelt formiert wurden - in der Zentrale (Töfting, Albertz) mit zwei eher rückwärts orientierten Kräften, auf den Außen (Benjamin, Präger) mit zwei Antreibern. Sobald sich Dortmund in der Vorwärtsbewegung befand, orientierte sich auch Barbarez nach hinten, half mit, das Spielfeld klein zu halten und den Kombinationsfluss des BVB wirkungsvoll einzudämmen.
Analyse: Klug gestaffelte Hamburger auszumanövrieren, geriet zu einem taktisch schwierigen Unterfangen. Leichtfertige Ballverluste (Rosicky), Tändeleien (Dede) oder Patzer im Aufbau (Reuter, Metzelder) verurteilten viele, ohnehin umständlich angelegte Angriffe zu einem vorzeitigen Scheitern. Allein Ewerthon, dieser ständige Unruheherd, und Ricken stifteten Verwirrung in Reihen einer HSV- Formation, die die Borussia nach dem Rückstand mit hohem Aufwand massiv bedrängte, und mehrfach (Fukal, Albertz, Präger) am Ausgleich schnupperte. Doch dagegen legte Lehmann mit prächtigen Paraden unübersehbar sein Veto ein.
Fazit: Hamburg machte nie Anstalten, sich im Westfalenstadion zu verstecken und war immer gleichwertig, freilich ohne dafür angemessen belohnt zu werden.
Von Thomas Hennecke, Stephan von Nocks und Michael Richter
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