Personal: Beim FC Bayern kehrten Effenberg und Elber jeweils nach Verletzungspause ins Team zurück. Aus der Anfangsformation vom jüngsten 3:0 über den HSV fehlten Hargreaves und Santa Cruz (Bänderriss). Auf Bremer Seite gegenüber dem 1:0 in Rostock ebenfalls zwei Änderungen: Der zuvor gelb-gesperrte Ailton sowie Tjikuzu (nach Oberschenkel-Zerrung) rückten für Klasnic und Stalteri in die Startelf.
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Taktik: Die Bayern im bewährten 4-4-2, wobei Fink im Mittelfeld eine etwas defensivere Rolle als Effenberg einnahm, die Außen Sergio und Salihamidzic begannen in extrem offensiver Grundeinstellung. Werder spielte diesmal mit echter Dreier-Abwehrkette, so dass der etatmäßige Libero Verlaat häufig direkt gegen den Mann agierte. Im Mittelfeld war Frings als "Sonderbewacher" auf Effenberg angesetzt.
Analyse: Dank höherer Aggressivität und Laufbereitschaft ergab sich von Anfang an eine Bremer Überlegenheit im Mittelfeld. Hinzu kam, dass Lizarazu als linkes Glied der Viererkette seine Position sehr zurückhaltend interpretierte, ohne direkten Gegenspieler regelmäßig zu tief im Raum stand. Fast bis auf Höhe des Strafraums wurde das Terrain Lisztes überlassen. Die ersten klaren Möglichkeiten besaßen trotzdem die Münchner durch Sergio (10.) und Salihamidzic (20.), ehe sich Werders Überlegenheit kurz vor der Pause im Ergebnis niederschlug.
Bremen hielt auch danach besonders im Mittelfeld sein gutes Niveau, die Bayern indes steigerten sich zusehends. Sergio wechselte auf die rechte Seite, stellte dort Skripnik nun durchaus vor Probleme. Mit Zickler kam über die linke Seite ein dritter Stürmer, Lizarazu postierte sich jetzt merklich offensiver, der eingewechselte Sforza übertraf Vorgänger Effenberg. Werders Defensive geriet mehrfach in Bedrängnis, allerdings verspielten die Hausherren auch leichtfertig mehrere gute Kontersituationen.
Fazit: Verdienter Sieg für die kämpferisch überragenden Bremer. Ein Remis wäre indes auf Grund des Chancenplus der Bayern ebenfalls nicht ungerecht gewesen.
Von Thiemo Müller und Karlheinz Wild
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