Personal: Schalke gegenüber der Partie gegen Arsenal mit Van Kerckhoven für Matellan, Kmetsch für Van Hoogdalem und Asamoah für Vermant. Köln brachte Springer und Baranek für Sichone und Lottner.
Das Spiel im Live-Ticker Der 12. Spieltag im Überblick
Taktik: Schalke mit Dreierkette und zwei defensiven Mittelfeldspielern auf den Halbpositionen vor der Offensivabteilung, aus der die Außen Asamoah und Böhme auch den Weg nach hinten suchen mussten, wenn die Kölner über die Flügel angriffen. Der FC präsentierte Sinkala als freien Mann der Dreierabwehr, davor eine defensiv orientierte Dreierreihe und ein "Viereck", dass Druck auf Schalke ausüben sollte.
Analyse: Schalke tat sich eine Halbzeit lang schwer, weil man nur selten in den Rücken der von Sinkala sicher und souverän organisierten Kölner Abwehr kam, die Außen gut zugemacht wurden. Daran änderte auch der Platzverweis für Scherz zunächst nur wenig. Mit seiner einzigen Chance des Spiels ging Köln sogar in Führung. Nach dem Ausgleich (Hajto kam frei zum Flanken, Cullmann störte Sand nicht entscheidend) aber spielte der FC Risiko: Lienen schickte Sinkala ins Mittelfeld, um dort die Unterzahl auszugleichen, hinten ließ er ohne Absicherung Mann gegen Mann spielen. Keller übernahm Asamoah, der prompt stärker wurde, was den Offensivbemühungen der Schalker mehr Durchschlagskraft verlieh. Wie das Messer durch die Butter gingen die Schalker Angriffe, meist von Möller inszeniert, durch die viel zu offene Kölner Deckung. Sinkala verlor sich im Raum, Springer hing links völlig in der Luft. Ergebnis: Chance um Chance für Schalke, keine Entlastung mehr für den FC, die Tore fielen zwangsläufig.
Fazit: Verdienter Sieg der Schalker, die sich nach bescheidener erster Halbzeit aufrappelten und letztlich verdient die drei Punkte einfuhren.
Von Frank Lußem und Jean-Julien Beer
| FC Schalke 04 |
|---|
| 1. FC Köln |

