Personal: Nach dem 0:4 von St. Pauli hatte Cottbus-Coach Geyer das Personal-Karussell kräftig angeschoben: Beeck, Hujdurovic, Kaluzny, Franklin und Akrapovic kamen neu ins Team. Dafür fehlten Termina (Gelb-Rot-Sperre), Thielemann (nicht im Kader), Matyus, Reghecampf und Kobylanski (alle auf der Bank). Drei Änderungen bei Dortmund im Vergleich zum 1:0 gegen Kiew in der Champions League: Amoroso, Ewerthon und Stevic ersetzten Sörensen, Reuter und Oliseh (alle auf der Bank).
Das Spiel im Live-Ticker Der 11. Spieltag im Überblick
Taktik: Vor Libero Sebök räumten bei Cottbus die Manndecker Beeck (gegen Koller), Hujdurovic (meist gegen Amoroso) und da Silva (meist gegen Ewerthon) ab. Akrapovic folgte Rosicky. Auf den Flügeln sollten die nominellen Spitzen Helbig und Topic Dortmunds Deckung aufreißen und zugleich Dede und Evanilson an effektiven Vorstößen hindern. Die Borussia im 4-3-3-System: Als Abfangjäger (und Miriuta- Bewacher) war Stevic vor der Abwehr postiert. Im Angriff rochierten Amoroso und Ewerthon häufig.
Analyse: Ein lange Zeit genussarmes Spiel veredelte erst Ricken mit seinen späten Geniestreichen. Bis dahin waren beide Teams praktisch gleichwertig. Die Dortmunder Deckung stand, von wenigen individuellen Patzern abgesehen (Evanilson, Metzelder), sicher. Im Spiel nach vorn konnte der BVB Rosickys mäßigen Auftritt allerdings nicht kompensieren, zumal Ewerthon und Amoroso kaum Bälle behaupteten. Energie zog sich weit zurück und verdichtete geschickt die Räume. Der immense läuferische Aufwand (Helbig, Franklin) verpuffte indes. Die Gründe: fehlende Durchschlagskraft in der Spitze, das Auslassen der wenigen Chancen (Kaluzny, Miriuta) und ungenaues Passspiel. Dortmund spielte nach zwei vergebenen Möglichkeiten (18., 36., jeweils Amoroso) geduldig weiter und bekam nach der Führung die ersehnten Räume.
Fazit: Ein verdienter, wenn auch beileibe kein glanzvoller Erfolg für den clever-sparsam siegenden BVB. Cottbus leidenschaftlich, aber nicht gefährlich genug.
Von Sebastian Karkos und Steffen Rohr
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