Personal: Für Wörns, Oliseh und Metzelder brachte Dortmunds Trainer Matthias Sammer Stevic, Reuter und Reina. Bochums Coach Rolf Schafstall ersetzte Mandreko (gesperrt) und Christiansen durch Sundermann und Peschel.
Das Spiel im Live-Ticker Der 30. Spieltag auf einen Blick
Taktik: Borussia ging höchst möglichstes Risiko: Außer Reuter und Kohler besaß nur Stevic (dichtete den Raum vor der Abwehr ab) einen klaren Defensiv- Auftrag. Alle anderen stürmten, was das Zeug hielt. Hinter den drei Spitzen ließen Rosicky und Ricken Spielwitz wie entkorkten Sekt sprühen; über die Seiten setzten Heinrich, den wenig in der eigenen Hälfte hielt, und Dede Dortmunds Kessel unter Dampf. Bochum begegnete dieser Offensiv-Armada mit drei in fester Zuordnung operierenden Manndeckern (Sundermann/Reina, Schröder/Bobic und Toplak/ Addo). Libero Reis hielt sich nur in Ausnahmefällen im Rücken dieses Trios auf; häufig versuchte er, die Zone vor der Deckung zu verengen, wo Colding (gegen Rosicky) und Schindzielorz (gegen Ricken) den Kombinationsfluss des BVB unterbinden wollten. Peschel, später Baluszynski, als einziger Spitze sollten Freier (über rechts) und Bastürk zuarbeiten.
Spielverlauf: Nur zehn Minuten hielten die Bochumer die Gefahr vom eigenen Tor fern. Dann brachen ihnen dilettantische Fehler (Sundermann, Schröder) und eine verheerend schlechte Raumaufteilung das Genick. Borussia befand sich - unter Vernachlässigung taktischer Disziplin bei der Sicherung des eigenen Hoheitsgebietes - fast nur in der Vorwärtsbewegung, verpasste aber bei schludrig vorgetragenen Überzahl-Aktionen (Bobic, Reina) schon bis zur Pause eine wesentlich höhere Führung. Ausgerechnet Reina, der vorher total neben den Schuhen gestanden hatte, gab nach kollektivem Stotterstart in Durchgang zwei das Signal zu einer furiosen Schlussphase. Bei diesem Preisschießen hatte auf der Gegenseite nur noch Baluszynski (Pfosten) die Möglichkeit zur kosmetischen Ergebniskorrektur.
Fazit: Ein leicht und locker herausgespielter Sieg der Dortmunder, bei denen längst nicht alles Gold war, was glänzte.
Von Oliver Bitter und Thomas Hennecke
| Borussia Dortmund |
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| VfL Bochum |
![]() Aufstellung: van Duijnhoven (2,5) - Sundermann (5,5) , R. Schröder (5) , Toplak (4) - Reis (4) - Colding (5) , Schreiber (5) - Schindzielorz (5) - Bastürk (4) - Freier (4,5) - Peschel (5) Einwechslungen: 33. Baluszynski (5) für Peschel 51. Dickhaut (5) für Schindzielorz 67. Christiansen für Schreiber Trainer:
Schafstall |
Gelbe Karten |
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