Personal: Leverkusen begann mit zwei Änderungen im Vergleich zum Sieg in Frankfurt. Den gelb-gesperrten Kovac ersetzte Zivkovic, für Rink kehrte Zé Roberto (nach der Gelbsperre) zurück. Bei Freiburg fehlten im Gegensatz zum 0:0 gegen den HSV Diarra (Mandelentzündung) und Willi (Gelbsperre) in der Start-Elf. Für sie kamen Kohl und Zandi.
Das Spiel im Live-Ticker Der 29. Spieltag auf einen Blick
Taktik: Nowotny und Lucio verteidigten bei Bayer gegen die beiden Freiburger Spitzen Iaschwili und Sellimi. Zivkovic, Ramelow und Vranjes ließen sich im Bedarfsfall weit zurückfallen, wenn But und/oder Coulibaly in die Spitze drängten. Ballacks Rolle war defensiver ausgelegt als zuletzt. Die Position hinter den Spitzen nahm Schneider ein, der sich nach kurzer Zeit aber immer weiter nach rechts orientierte.
Freiburgs Personalprobleme in der Abwehr zwangen Trainer Finke zum Improvisieren. Allrounder Kobiaschwili rückte erstmals auf die Manndeckerposition, der junge Zandi sollte die linke Abwehrseite dichtmachen. Im Mittelfeld spielte der SC flexibel. Zeyer und Kehl, die vor der Abwehr abräumten, wurden von den defensiv tatkräftigen But und Coulibaly unterstützt. Ebenso bildete das Quartett in der Vorwärtsbewegung das Herzstück der Freiburger Offensive.
Spielverlauf: Kompakt, stellungssicher, mit einem Minimum an individuellen Fehlern präsentierte sich die neuformierte Freiburger Abwehr von Beginn an. Nicht nur Kehl und Zeyer vor den Manndeckern, auch Kohl (rechts), Zandi (links), Coulibaly und But staffelten sich so geschickt in der eigenen Hälfte, dass Leverkusen erhebliche Probleme hatte, Löcher in den Abwehrblock zu reißen. Zudem fehlte es den Bayer- Kreativkräften wie Schneider, Ballack oder Zé Roberto an Einsatzbereitschaft und Inspiration, um für spielerische Impulse zu sorgen. Weitaus effektiver waren die Freiburger Konter, die wie Nadelstiche wirkten. Iaschwili trat als Aktivposten in Erscheinung, und besonders die Einwechslungen von Ramdane und Baya brachten frischen Wind. In der sich zunehmend auflösenden Bayer-Deckung behielt am Ende nur noch Nowotny den Überblick.
Fazit: Bayer agierte zu lust- und ideenlos, um Freiburg das eigene Spiel aufzudrücken. Die zielstrebigere Mannschaft siegte verdient.
Von Jan Lustig und Uwe Marx
| Bayer 04 Leverkusen |
|---|
| SC Freiburg |

