Personal: Die Bayern begannen gegenüber dem Derby-Sieg (2:0) mit fünf Änderungen. Sagnol, Tarnat, Fink, Sergio und Zickler ersetzten Scholl (Gelb-Sperre), Jancker, Salihamidzic, Lizarazu sowie Andersson. Bremen musste auf den gelbgesperrten Ernst verzichten, dafür war Eilts wieder fit. Krstajic, Banovic und Stalteri vertraten im Vergleich zum Lauterer Spiel (1:2) Barten, Trares und Ailton.
Das Spiel im Live-Ticker Der 27. Spieltag auf einen Blick
Taktik: Die Bayern setzten auf eine Dreierabwehr, wobei Jeremies offensiv vor den Deckern Kuffour und Linke spielte. Bei Bremer Angriffen zogen sich Sagnol und Tarnat zurück. Werder verteidigte mit einer Viererkette, mit Verlaat in der Zentrale ohne festen Gegenspieler. Frings, Krstajic und Bode hielten als Manndecker konstant ihren Raum. Baumann und Eilts beschatteten im defensiven Mittelfeld abwechselnd Bayern-Regisseur Effenberg. Herzog vor allem, aber auch Stalteri und auch Banovic unterstützten die alleinige Spitze Pizarro.
Spielverlauf: Die Bremer begannen aggressiv, gewannen gegen die vor der Pause lethargischen und laufschwachen Bayern die Zweikämpfe und mühten sich um Offensivdruck. Bei konsequenter Chancenverwertung (Stalteri) hätte Werder schon zur Pause höher führen können. Baumann und Herzog als Ideengeber verteilten die Bälle, Stalteri und Banovic bedienten Pizarro, den Kuffour nie in den Griff bekam, immer wieder effektiv mit Flanken oder gingen im Solo aufs Tor (Stalteri). Die Bremer Defensive stand vor allem dank eines zweikampfstarken Krstajic (95 % gewonnen!) sicher. Frings und Bode profitierten von dem nicht vorhandenen Flügelspiel der Bayern. Nach Finks und Linkes Auswechslung entstand eine sichere Viererkette mit Sagnol, Kuffour, Andersson und Tarnat. Jeremies schaltete sich immer mehr in den Angriff ein. Effenberg war dadurch offensiver ausgerichtet, er gab die meisten Torschussvorlagen. So steigerte sich der Meister nach der Pause deutlich, ohne zu überzeugen.
Fazit: Die Bayern waren vor der Pause in allen Belangen unterlegen und selten schwach. Trotz der Steigerung der Münchner hatte Bremen insgesamt mehr Spielanteile und Chancen. Der Sieg war deshalb absolut verdient.
Von Bernd Salamon, Karlheinz Wild und Jana Wiske
| Bayern München |
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| Werder Bremen |
Gelbe Karten |
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