Personal: Volker Finke mit vier Änderungen gegenüber dem 1:3 in Bremen: Kehl ersetzte Kondé, Zandi Kobiaschwili (Fünfte Gelbe). Im Sturm mussten Ramdane (verletzt) und Weißhaupt für Iaschwili und Sellimi weichen. Beim BVB fehlten Oliseh (Gelbsperre) und Wörns (Grippe), dafür kamen Nerlinger und Metzelder.
Das Spiel im Live-Ticker Der 25. Spieltag auf einen Blick
Taktik: Freiburg wie gewohnt mit Kehl vor seinen im Raum verteidigenden Manndeckern Diarra (meist gegen Bobic) und Müller (Reina), um das Mittelfeld zu unterstützen. Während Willi (rechts) meist an der Linie "klebte", rückte auf links Zandi bei Ballbesitz des BVB oft nach innen ein und kümmerte sich um Rosicky. Zeyer (zentral) sowie die ständig rochierenden But und Coulibaly auf den Halbpositionen komplettierten das kompakte Mittelfeld- Sextett.
Beim BVB reduzierte Sammer die Dreier-Abwehrkette zum im Raum verteidigenden Duo (Kohler meist gegen Iaschwili, Metzelder gegen Sellimi). Auf den Außen bremsten, leicht nach vorne versetzt, Dede (links) und Evanilson die Vorstöße des SC. Die Aufgaben im defensiven Mittelfeld teilten sich Heinrich und Nerlinger. Über Ricken, diesmal zentral hinter den Spitzen und Rosicky lief zunächst fast jeder Angriff.
Spielverlauf: In der ersten Halbzeit eines temporeichen und beiderseits offensiv geführten Spiels war der BVB spielbestimmend. In der Deckung äußerst aggressiv und eng am Mann, eroberten sich Heinrich und Co., begünstigt durch Ungenauigkeiten im Passspiel des SC, den Ball und dann ging die Post ab. Mit Kurz- und Direktpässen auf Ricken und Rosicky oder die ständig anspielbaren und rochierenden Spitzen Reina und Bobic ging es blitzschnell Richtung SC-Strafraum. Dort fehlte aber Gradlinigkeit und die letzte Entschlossenheit.
Nach dem Wechsel ließ die Laufintensität des BVB nach. Der SC hatte mehr Raum, kämpfte sich ins Spiel zurück, übernahm die Initiative und kam folgerichtig zum Ausgleich. Danach verpassten beide Teams mehrfach die Chance zur Entscheidung.
Fazit: In einer abwechslungsreichen, attraktiven und emotionsgeladenen Partie war Borussia Dortmund häufiger näher am Sieg als der SC Freiburg.
Von Thomas Roth und Uwe Röser

