Personal: Zwei Änderungen bei der Eintracht: Kutschera ersetzte den verletzten Berntsen als Manndecker, im Mittelfeld kam Guié-Mien für den gelb-rot gesperrten Schur ins Team. Schalkes Trainer Stevens musste auf Mpenza (krank) verzichten, nahm zudem Kmetsch und Büskens aus der Mannschaft. Dafür kehrten Nemec und Van Hoogdalem (zuletzt gesperrt) sowie Latal zurück.
Das Spiel im Live-Ticker Der 25. Spieltag auf einen Blick
Taktik: Frankfurt setzte in der Deckung auf die gewohnte Dreier-Reihe. Die Ausrichtung im Mittelfeld wurde mit der Hereinnahme von Guié-Mien für Schur deutlich offensiver als zuletzt. Mutzel kümmerte sich zentral defensiv um Möller. In Schalkes Dreier-Abwehrkette übernahm diesmal Nemec den zentralen Part, Hajto und Waldoch bekämpften die Frankfurter Spitzen Kryszalowicz und Yang. Happe und Böhme teilten sich die Aufgaben auf der linken Seite gegen Preuß und Guié-Mien, verloren aber im Wechselspiel zwischen innen und außen sowie offensiv und defensiv oft die Ordnung. Schalkes Offensive war diesmal nur mit zwei Spitzen (Asamoah und Sand) besetzt, Latal agierte auf der rechten Außenbahn.
Spielverlauf: Frankfurt gehörte die Anfangsphase. Zum einen weil sich Preuß auf der rechten Seite ein ums andere Mal durchsetzen konnte, zum anderen weil die Schalker Hintermannschaft etliche Unsicherheiten verriet und den Frankfurter Angreifern zu viel Platz ließ. Nemec, zeitweise vor der Abwehr, konnte immerhin noch viele Löcher stopfen. Im Aufbau machten die Schalker ihrerseits zu viele Fehler, um Druck entwickeln zu können. Von Möller gingen wenig Impulse aus, ganz schwach die Außenbahnen. Latal und Böhme konnten weder die Stürmer Sand und Asamoah noch sich selbst in Szene setzen. Richtig gefährlich waren die Gäste nur, als Sand den Pfosten traf. Ansonsten präsentierten sich die Schalker viel zu zögerlich. Nach dem Seitenwechsel bekamen die Schalker die Frankfurter Offensivkräfte zunächst etwas besser in den Griff, der anfangs starke Yang verlor an Wirkung. Allerdings: Schalker Fehler ermöglichten der Eintracht gegen Ende doch noch gute Möglichkeiten. Doch vor allem Kryszalowicz konnte selbst beste Chancen nicht nutzen.
Fazit: Schmeichelhaftes Remis für Schalke. Frankfurt war die bessere Mannschaft, versagte aber bei den Torchancen.
Von Michael Ebert und Manfred Ewald

