Personal: Werder musste auf den Gelb-gesperrten Verlaat und den verletzten Bode verzichten. Für sie rückten Baumann (nach Gelb-Sperre) und Banovic in die Anfangsformation. Derweil begann Schalke mit der gleichen Elf wie eine Woche zuvor beim 2:0-Erfolg über 1860 München.
Das Spiel im Live-Ticker Der 22. Spieltag auf einen Blick
Taktik: Gäste-Trainer Huub Stevens setzte wie zuletzt auf ein 3-4-3-System und die seit dem Ausfall Waldochs neu geschaffene Defensiv-Ordnung: Nemec spielte in der Dreier-Abwehrkette die Rolle des freien Mannes, die Decker Happe und Hajto übergaben ihre Gegenspieler Pizarro und Ailton. Im Mittelfeld übernahm erneut Van Hoogdalem die Absicherung Möllers, hatte sich dabei größtenteils mit Werder-Regisseur Herzog auseinander zu setzen.
Dem Schalker Sturm-Trio begegnete Bremen mit den drei klar zugeordneten Manndeckern Krstajic (gegen Sand), Frings (Mpenza) und Stalteri (Asamoah). Frank Baumann agierte als freier Mann davor, kümmerte sich stets um Ebbe Sand, wenn dieser sich ins Mittelfeld zurück fallen ließ. Immer dann fiel Krstajic jeweils kurzzeitig die Rolle eines klassischen Liberos zu. Die Bewachung Möllers übernahm wie bereits im Hinspiel Dieter Eilts.
Spielverlauf: Bremen startete hoch konzentriert, aggressiv, kämpferisch wie spielerisch überlegen. Die Abwehr stand wiederum kompakt, dennoch kam Schalke immerhin zu drei großen Möglichkeiten. Sand und Möller scheiterten am glänzenden Rost, Mpenza verfehlte knapp. Bremen auf der Gegenseite deutlich effektiver, wenn auch mit Glück beim 2:0, als Nemec abfälschte. Allerdings scheiterte Ailton auch kurz vor Seitenwechsel nur am Pfosten.
Im zweiten Abschnitt gab Werder die Zügel fast schon fahrlässig aus der Hand. Das Vorhaben, mit Kontern für die Entscheidung zu sorgen, schlug fehl. Die Gäste dominierten, waren mehrfach dem Ausgleich nahe.
Fazit: Letztlich ein Zittersieg, aufgrund der hervorragenden ersten 45 Minuten geht der Bremer Erfolg allerdings in Ordnung.
Von Hans-Günter Klemm und Thiemo Müller

