Personal : Eine Änderung bei Schalke nach dem Pokalspiel in Stuttgart: Latal ersetzte Büskens. Bei 1860 München kamen Pfuderer in der Deckung für Hoffmann, Cerny auf der rechten Außenbahn für Borimirov und Agostino für Schroth im Angriff zum Zug.
Das Spiel im Live-Ticker Der 21. Spieltag auf einen Blick
Taktik : Schalke wich wie schon in Stuttgart von der bisher üblichen Grundordnung ab. Nemec rückte auf die zentrale Deckungsposition, Happe und Hajto agierten gegen Agostino und Max. Im Mittelfeld setzte Stevens nur auf einen statt bisher zwei defensive Mittelfeldspieler hinter Möller. Den Part übernahm Van Hoogdalem, der meist auch die Vorstöße von Häßler bremsen sollte. Latal und Van Kerckhoven wurden auf den Außenbahnen von Bierofka und Cerny attackiert. Im Angriff setzte Schalke diesmal auf einen echten Drei-Mann- Sturm mit Asamoah, Sand und Mpenza, dem die Münchner mit einer Vierer-Deckung - Libero Zelic plus Riseth, Pfuderer und Kurz als Verteidiger - begegneten. Nach der Roten Karte für Riseth opferte Lorant in der zweiten Halbzeit einen Stürmer (Agostino), stellte Ehlers auf die rechte Bahn und zog Cerny als Bewacher von Mpenza zurück.
Spielverlauf : Schalke brauchte etwa eine Viertelstunde, um gegen die massive Abwehr der Löwen Druck entwickeln zu können. Dann jedoch bekam vor allem Möller als Schaltstation und Regisseur die Partie mehr und mehr in den Griff, er fütterte die Stürmer reihenweise mit guten Pässen und bestimmte das Tempo. Schalke griff wirkungsvoll über beide Flügel an, erarbeitete sich gute Chancen, nutzte sie jedoch zunächst nicht. Die Gäste präsentierten sich im Spiel nach vorn viel zu ungenau, rückten aber auch nicht genügend nach, um die Spitzen zu unterstützen. Nach der Pause wurde das Loch nach dem Feldverweis für Riseth noch größer, Max stand als einzige Spitze auf verlorenem Posten. 1860 verzeichnete über 90 Minuten keine Torchance, auch ein Verdienst von Nemec, der viele Situationen im Ansatz bereinigte. Und nach vorne erhöhte Schalke durch Laufbereitschaft und Ballsicherheit den Druck noch einmal. Außerdem gewannen die Hausherren den Großteil der Zweikämpfe.
Fazit : Schalke war in allen Belangen überlegen. Deshalb ist der Sieg hoch verdient.
Von Manfred Ewald und Martin Messerer
| FC Schalke 04 |
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| 1860 München |

