Personal: Nach dem 2:3 in Schalke nahm Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld zwei Änderungen vor: Für Andersson und Scholl standen Kuffour und Fink in der Startformation. Felix Magath brachte - anders als beim jüngsten 3:1 gegen Kaiserslautern - Wimmer, Preuß und Lösch von Anfang an; die verletzten Kutschera und Gebhardt sowie Sobotzik blieben draußen.
Das Spiel im Live-Ticker Der 13. Spieltag auf einen Blick
Taktik: Der FC Bayern trat im 4-3-3 an mit Jeremies und Fink auf den defensiven Halbpositionen im Mittelfeld und Effenberg davor. Elber wurde im Sturm von den beiden eher hängenden Spitzen Sergio und Salihamidzic unterstützt. Die Gäste reagierten mit einer Dreierformation in der Abwehr, die von Libero Hubtchev dahinter zusätzlich abgesichert wurde. Kracht war Elber zugeteilt, Wimmer (links) und Preuß (rechts) übernahmen die beiden anderen Bayern-Angreifer. Schur kümmerte sich in der Zentrale meist um Effenberg, Heldt um die Spielgestaltung hinter dem Zwei- Mann-Angriff.
Spielverlauf: Nach der frühen Führung hatten die Münchner das Spiel weitgehend unter Kontrolle und weitere Chancen (Jeremies, Effenberg), zum Teil nach ansehnlichen Direktkombinationen. Sergio und Salihamidzic tauschten früh und danach immer wieder die Positionen, Sforza war vergleichsweise offensiv, Elber und Effenberg bemühten sich phasenweise um schnelles, direktes Spiel. Die Frankfurter waren in dieser ersten halben Stunde vor allem bemüht, den Defensiv- Verbund zu organisieren. Nach dem Ausgleich - Resultat der ersten Eintracht-Chance und begünstigt durch Fehler Tarnats und Kahns - änderte sich die Spielsituation: Die Gäste wurden stärker, die Bayern konfuser. Heldt hatte erheblich mehr und wirkungsvollere Ballkontakte, die Stürmer sorgten für mehr Gefahr und Entlastung. Auch mit am Ende sechs Offensivspielern (Elber, Sergio, Jancker, Zickler, Scholl, Salihamidzic) blieben die Bayern ihren Kardinalfehlern in der Offensive treu: Es wurde zu früh geflankt, zu selten über die Außenbahnen und zu häufig durch die Mitte gespielt.
Fazit: Nach einer deutlichen Steigerung in der zweiten Halbzeit ein alles in allem verdienter Erfolg der Eintracht, weil die Bayern immer hektischer wurden und völlig die Linie verloren.
Von Uwe Marx und Karlheinz Wild
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