Personal: Bochum mit der erwarteten Elf, also mit Bastürk, der trotz Hüftbeschwerden dabei war. Kaiserslautern überraschend mit Rekonvaleszent Harry Koch in der Manndeckung und Basler auf der rechten Außenbahn an Stelle von Buck, der auf die Bank musste. Beide Teams mit jeweils zwei Neuzugängen. Beim 1. FCK spielte Yakin Libero und Lokvenc zweite Spitze. Der VfL mit Mamic und Meichelbeck in der Vierer-Abwehrreihe.
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Taktik: Otto Rehhagel hatte Ramzy und Strasser als Abfangjäger zur Absicherung im Mittelfeld eingebaut, Hristov die Rolle der Schaltstation übertragen, sich auf den Flügeln von Basler und Reich viel versprochen als Zulieferer für den langen Lokvenc im Sturmzentrum. Sein Kollege Zumdick ging volles Risiko, setzte auf Offensive mit Buckley als zweite Spitze neben Weber und einem ungemein lauffreudigen Mittelfeld, in dem vor allem Schindzielorz und Dickhaut jede Menge Dreckarbeit verrichteten. Durch Reichs Ausfall (Bänderriss) geriet Lauterns ohnehin unsicheres Gefüge noch mehr durcheinander. Weil Buck am ungewohnt linken Flügel eine Fehlbesetzung, Roos an Stelle von Harry Koch als Bewacher von Buckley überfordert war. Vor allem aber, weil sich im Team niemand fand, der Verantwortung und damit das Heft in die Hand nehmen wollte.
Spielverlauf: Der Aufsteiger spielte frech drauf los, zeigte keinen Respekt vor den routinierten "Roten Teufeln", die ihre Nervosität bei der Wiedergutmachungs-Aktion für sechs Heimpleiten in der Vorsaison nie ablegen konnten. Bochum hatte schon vor der Pause die besseren Chancen, kam zu einem Zeitpunkt zur Führung, als der 1. FCK seine beste Phase hatte, drauf und dran war, den Gegner entscheidend unter Druck zu setzen. Mit stets gefährlichen Kontern war der VfL einem zweiten Tor am Ende näher, als die Pfälzer dem Ausgleich.
Fazit: Ein verdienter Sieg des Neulings, der nach dem Tor des Tages nie ernsthaft in Gefahr geriet. Keine Spur von einer Lauterer Schlussoffensive. Bochum hielt sich diszipliniert an die "Stallorder", während es beim Favoriten gerade dann drunter und drüber ging, als in Rückstand ein kühler Kopf gefragt war.
Von Michael Ebert und Uli Gerke
| 1. FC Kaiserslautern |
|---|
| VfL Bochum |
![]() Aufstellung: van Duijnhoven (2,5) - Mamic (3,5) , Stickroth (3) - Bemben (3,5) , Meichelbeck (3) - Schindzielorz (3,5) , Dickhaut (3) - Peschel (3,5) - Bastürk (3) - Buckley (2,5) - Trainer:
Zumdick |

