Personal: Gleich auf vier Positionen krempelte Freiburgs Trainer Volker Finke sein Team um: Willi ersetzte Kohl (Adduktorenprobleme), Günes kam für Weißhaupt. Die Innenverteidigung besetzte er mit Diarra und Kondé statt Müller und Schumann. Bei Bayer fehlte Zé Roberto (Kniebeschwerden), Hejduk, der ihn in Kiew ersetzt hatte, saß auf der Bank. Dafür rückte Hoffmann als Innenverteidiger ins Team, Reeb besetzte die rechte Außenbahn.
Taktik: Beide Trainer traten mit identischer Grundformation an - mit kleinen, feinen Unterschieden. Finkes zentraler Abwehrspieler Hermel agierte vor seinen Innenverteidigern, während Nowotny mit Hoffmann und Zivkovic auf einer Linie spielte. Die gegnerischen Stürmer wurden im Raum übernommen. Im fünfköpfigen Mittelfeld unterstützten Baya bzw. Schneider ihre Spitzen.
Spielverlauf: Es war eine verbissen geführte Partie auf hohem taktischen Niveau und mit enormer Laufbereitschaft aller Spieler. Doch Strafraumszenen waren Mangelware. Das lag vor allem daran, dass beiden Teams kaum Fehler unterliefen, weder im Spiel aus der Abwehr heraus noch in der Defensivarbeit. Zudem riskierten beide Teams wenig. Nur höchst selten wurde der Ball unkontrolliert nach vorne geschlagen wurde, stets wurde das Leder mit intelligentem Kurzpass-Spiel in die gegnerische Hälfte getragen. In kniffligen Situationen suchten die Akteure fast immer die spielerische Lösung. Allerdings fehlte dem Spiel das Tempo, um mit Überraschungs-Momenten spektakuläre Torraumszenen zu erzwingen.
Leverkusen startete schwungvoll, über links inszenierte Beinlich einige gefährliche Aktionen. Aber Diarra und Kondé hatten Kirsten und Neuville bis auf wenige Momente fest im Griff. Nach einer halben Stunde, in der Freiburg nur reagierte, fanden die Gastgeber besser ins Spiel. Zu wenig lief über Außen, da sich Reeb und Beinlich, bzw. Willi und Kobiaschwili weitgehend neutralisierten. Auch aus dem zentralen Mittelfeld fehlte beiden Teams die Torgefährlicheit.
Fazit: Ein leistungsgerechtes Unentschieden zweier spielstarker Mannschaften mit sicherer Defensivarbeit, die ihre taktische Marschrichtung nie aufgaben.
Von Uwe Marx, Peter Nickel und Uwe Röser
| SC Freiburg |
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| Bayer 04 Leverkusen |
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keine
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Gelbe Karten |
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Freiburg: Kobiashvili(2. Gelbe Karte) , Willi(1.) Leverkusen: Kirsten(3. Gelbe Karte) , Emerson(2.) , Beinlich(1.) , T. Hoffmann(1.) , Nowotny(1.) |

