Personal: Bei Borussia Dortmund kehrten Reuter und Möller in die Anfangself zurück. Feiersinger und Evanilson (gesperrt) räumten ihre Plätze. Beim Sportclub spielte Zeyer für Zkitischwili.
Taktik: Michael Skibbe bevorzugte diesmal wieder das System mit zwei Spitzen (Bobic, Ikpeba). Möller spielte auf seiner Lieblingsposition dahinter. Weit vorgezogen auf der rechten Außenbahn erledigte Reina seine Arbeit - bei Ballbesitz der Borussia fast im Stil eines dritten Angreifers. Freiburgs Dirigent Baya wurde im Raum von Stevic oder Nerlinger übernommen. Volker Finke, der Hermel als Libero vor die Innenverteidiger stellte, richtete sein Team vorsichtiger als sonst aus. Erst ein paar Meter hinter der Mittellinie attackierten die Gäste. Bruns und Sellimi, die beiden laufstarken Stürmer, ließen sich konsequent zurückfallen. Auf den Seiten stellten Willi (rechts, gegen Dede) und Kobiaschwili (links, Reina) Stoppschilder auf.
Spielverlauf: Dortmunds Anfangsoffensive verpuffte. Zweimal scheiterte Ikpeba kläglich. Was folgte, waren BVB-Angriffe, die sich mühevoll und umständlich nach vorn schleppten, unter weitgehendem Verzicht auf flüssiges, dynamisches und druckvolles Kombinationsspiel. Freiburg besaß ausreichend Zeit, sich in einer dichten Defensivzone zu formieren. Borussias Hälfte betraten die Badener nur selten. Aber häufig genug, um in Führung zu gehen.
Trotz 57-minütiger Unterzahl verteidigte Freiburg diesen Vorsprung. Nach Diarras Feldverweis opferte Finke einen Mittelfeldspieler (Günes) und setzte ganz auf Konter. Einer dieser Gegenstöße hätte Dortmund um ein Haar in den Abgrund gestoßen. Mit fünf Offensivkräften verhängte der BVB schließlich den Belagerungszustand über den Strafraum der Gäste. Vor allem Reina (auch wenn es ihn zu häufig und zu früh nach innen drängte) schob Dortmunds Widerstand an, von hinten drückten Kohler und Nijhuis, in der Mitte wühlten Herrlich und Bobic. So beharrlich, bis in der dramatischen Partie doch noch der Ausgleich fiel.
Fazit: Wieder musste Dortmund die Brechstange auspacken, um eine Niederlage zu vermeiden. Mit einigem Geschick (und Glück) fing Freiburg das Handicap der frühen Dezimierung auf.
Von Thomas Hennecke und Uwe Marx
| Borussia Dortmund |
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| SC Freiburg |

