Personal: Gegenüber dem verlorenen Pokalfinale gab es bei Werder drei Veränderungen. Wiedener fehlte verletzt, Barten und Ailton erhielten eine Pause verordnet. Tjikuzu, Wicky und Bogdanovic rückten neu in die Anfangsformation. Drei Wechsel auch beim MSV. Büskens fiel mit Knieproblemen aus, Wedau und Drsek mussten auf die Bank. Emmerling, Wohlert und und Hajto kehrten für sie ins Team zurück.
Taktik: Werder trat in der üblichen Grundaufstellung an, präsentierte allerdings diesmal eine eher offensiv ausgerichtete Vierer-Abwehrkette. Zu Recht, denn die Duisburger warteten nur selten mit Angriffsaktionen auf. Ihr einziges Konzept schien es zu sein, die 90 Minuten möglichst ohne allzu großen Schaden zu überstehen, und das mit einem Minimum an Einsatz. Beste Voraussetzung also für dauerhafte Bremer Überlegenheit. Das Werder-Team nutzte sie zwar zu vier Toren, hielt sich aber darüber hinaus merklich zurück. Der direkte Weg zum MSV-Tor wurde nur selten gesucht. Angesichts der frühen Führung und der deutlichen Dominanz beschränkte man sich weitgehend darauf, das Spiel und den Gegner zu kontrollieren. Dazu dienten unter anderem zahllose Rück- und Querpässe in den hinteren Regionen, bei denen die Duisburger bedauerlicherweise nie Störversuche unternahmen.
Spielverlauf: Werder fiel es leicht, gegen eine völlig indisponierte Duisburger Abwehr die Weichen schon frühzeitig auf Sieg zu stellen. Der Absteiger ergab sich schnell seinem Schicksal, bäumte sich nicht auf. Gut, dass der oft unsicher wirkende Torwart Stauce wenigstens zu Beginn der zweiten Halbzeit einige gute Szenen hatte, denn sonst wäre die Niederlage deutlich höher ausgefallen. Mangelndes Engagement des MSV-Teams einerseits, verständliche Zurückhaltung der Bremer andrerseits sorgten dafür, das über weite Strecken des Spiels nur wenig attraktiver "Sommerfußball" zu sehen war.
Fazit: Ohne besondere Mühe schaffte Werder einen klaren Sieg gegen den Absteiger, der in Bremen nicht einmal mittleres Zweitliga-Format präsentierte.
Von Bernd Jankowski und Michael Richter
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