Personal: Beim HSV fehlten die gesperrten Kovac und Hollerbach, für sie rückten Ernst und Babatz nach. Außerdem musste Fischer wieder für Groth Platz machen. Unterhachings Coach Lorenz Köstner schonte Strehmel (Oberschenkel-Probleme), Seitz (Mandel-Entzündung) und Oberleitner, nahm dafür Bergen, Kögl sowie Garcia neu in die Anfangs-Formation.
Taktik: Der HSV setzte auf seine gewohnte Formation mit Dreier- Abwehrkette und drei Spitzen. Gravesen trat im offensiven Mittelfeld als Spielgestalter in Erscheinung, dessen Absicherung Ernst übernahm. Unterhaching mit Bergen als Libero, daneben spielten mit Straube (gegen Mahdavikia), Seifert (Uysal) und Bucher (Präger) drei fest zugeordnete Manndecker. Wenn Hamburgs Außenstürmer Mahdavikia (rechts) und Präger die Positionen tauschten, blieben Straube und Bucher allerdings auf ihrer jeweils angestammten Seite. Im Mittelfeld sollte Schwarz die Kreise von Gravesen einengen, Matthias Zimmermann hatte sich meist mit Ernst auseinander zu setzen. Kögl übernahm die Rolle von Seitz auf Linksaußen.
Spielverlauf: Überraschend setzte Unterhaching die ersten Akzente, so traf Breitenreiter schon nach sieben Minuten mit einem Kopfball nur den Pfosten. Matthias Zimmermann hatte ebenfalls das 0:1 auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend an Butt (33.). Auf der Gegenseite konnte sich auch Keeper Tremmel mehrfach auszeichnen. Nach den Treffern von Groth, der nach 473 Minuten die jüngste Torflaute des HSV beendete, und Uysal schien die Entscheidung zu Gunsten der Hausherren gefallen. Allein der eingewechselte Jochen Seitz freilich hätte mit zwei Großchancen binnen weniger Minuten für den Ausgleich sorgen können, fand jedoch in Butt seinen Meister. Mit dem Kopfball zum 3:0-Endstand setzte schließlich Präger das i- Tüpfelchen auf seine starke Vorstellung.
Fazit: Ein verdienter Erfolg für den HSV, wobei die Unterhachinger, gemessen am Chancenverhältnis, eindeutig unter Wert geschlagen wurden.
Von Hans-Günter Klemm und Thiemo Müller
| Hamburger SV |
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| SpVgg Unterhaching |

