Personal: Bei Frankfurt lief der offensivere Guié-Mien an Stelle von Schneider auf. Drei Veränderungen bei Hamburg: Hertzsch ersetzte Hoogma (5. Gelbe Karte), Yilmaz Hollerbach (grippaler Infekt) und Babatz Doll (hatte ein Erkältungsmittel geschluckt, dessen Substanzen auf der Dopingliste stehen).
Taktik: Beim HSV rückte Präger ins zentrale offensive Mittelfeld. Seine Position im Dreiersturm nahm Yilmaz (links) ein. Die Eintracht lief erstmals unter Magath ebenfalls mit drei Angreifern auf. Reichenberger (fast zentral) wurde links durch Gebhardt unterstützt und rechts durch Yang. Guié-Mien "teilte" sich das zentrale Mittelfeld mit Heldt. Beide wurden von Schur und Rasiejewski nach hinten abgesichert.
Spielverlauf: Guié-Mien kam mit der Halbposition wesentlich besser zurecht als bei den vergangenen Einsätzen auf der rechten Außenbahn. Das Problem mit Frankfurts rechter Seite wurde von Yang gut gelöst. Zwei der drei Tore fielen über rechts, beim ersten erwies sich der Chinese als direkter Vorbereiter, beim zweiten als Vollstrecker. Trotz der frühen Führung (6. Minute) verlor das Eintracht-Spiel danach an Sicherheit und Frankfurt hatte es nur dem schwachen HSV-Sturm zu verdanken, dass es diese Drangperiode überstand. Uysal und Yilmaz waren die Hauptverantwortlichen, dass der HSV zum dritten Mal hintereinander ohne Tor blieb, Mahdavikia machte es kaum besser. Ohne Yeboah (Adduktoren-Teilabriss) fehlte den Hamburgern ein Vollstrecker und Präger, der sich im Mittelfeld zwar redlich mühte, aber nicht die Genialität von Cardoso (Wade) erreichte, blieb der Spielaufbau nur Stückwerk. Einzig Präger, der beide HSV-Chancen hatte, sorgte für etwas Torgefahr. So viel gefährlicher war die Eintracht allerdings auch nicht, nur in der Chancenauswertung ungewohnt konsequent. Dass änderte jedoch nichts daran, dass die Partie lange Zeit auf unterdurchschnittlichem Niveau stand, beide Seiten mehr durch Abspielfehler als durch gelungene Spielzüge auf sich aufmerksam machten.
Fazit: Auf Grund des kämpferischen Einsatzes und einiger weniger Geistesblitze in der Offensive geht der Frankfurter Sieg in Ordnung, da der HSV-Angriff ein Totalausfall war. Rolf-Christel Guié-Mien Stark in Offensive wie Defensive, schoss zwei Tore, leitete ein weiteres ein.
Von Rainer Franzke, Michael Ebert und Thiemo Müller
| Eintracht Frankfurt |
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![]() Aufstellung: Heinen (2,5) - Kutschera (3) , Hubchev (3) , Kracht (2) - Rasiejewski (3) - Heldt (2,5) - C. Yang (3) , Gebhardt (3) - Reichenberger (4,5) Trainer:
Magath |
| Hamburger SV |

