Personal : Vier Änderungen hatte 1860-Trainer Lorant nach dem 1:1 in Berlin vorgenommen: Tapalovic für Greilich, Stranzl für den gesperrten Tyce, Cerny für Borimirov und Winkler stürmte für Schroth. Auch FCK-Coach Rehhagel brachte nach dem 0:2 gegen Freiburg vier Neue: Gospodarek stand für Reinke im Tor, Basler spielte an Stelle des angeschlagenen Ramzys Libero, Wagner und Marschall ersetzten Buck und den erkrankten Roos.
Taktik : Mario Basler spielte Libero - damit hatten die Sechziger nicht unbedingt gerechnet. Stranzl war als Gegenspieler Baslers angedacht, sah sich dann aber zunächst Sforza gegenüber, nach 20 Minuten rückte er auf die linke Außenbahn (gegen Ratinho) und Riedl kam fortan über halblinks. Die Löwen orientierten sich mit zunehmender Spieldauer, ausgehend von ihrem gewohnten 3-5-2-System. Lautern bedachte Strasser mit der Häßler-Beschattung, Hristov rückte aus der Spitze ein paar Meter zurück, agierte also hinter Djorkaeff und Marschall, während Sforza das Spiel mehr aus der Tiefe einzufädeln versuchte.
Spielverlauf : Dem schnellen 1:0 ging ein leichtfertig verlorener Zweikampf Baslers gegen Tapalovic voraus. An dessem Pass auf Häßler grätschte Strasser vorbei. Mit dem berechtigten Foulelfmeter zum Ausgleich (15.) wurde 1860 verunsichert, kam Lautern besser ins Spiel.
Entscheidend dann das nicht gegebene Tor. Die Gäste wirkten so kompakt, dass ihnen zuzutrauen war, eine Führung über die Zeit zu bringen. Doch es kam anders: Als Marschall ein ebenso unnötiges Elfmeterfoul wie vorher Häßler (an der rechten Strafraumecke) beim 1:1 unterlief, nutzten die Löwen die Gunst der Stunde. Bitter für Strasser, der neben der Häßler-Bewachung viel nach vorne machte: Sein Gegenspieler legte das 1:0 auf und erzielte per Strafstoß das 2:1. Dass Basler Gelb-Rot sah (Er stoppte nach seinem Stellungsfehler mit einer Torwartparade einen Pass von Max auf Agostino) wirkte sich nicht aus.
Fazit : Bitter für Schiri Hellmut Krug, dass sein unterlassener Torpfiff das Spiel entschied. Ein glücklicher Erfolg des TSV 1860.
Von Martin Messerer und Thomas Roth
| 1860 München |
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| 1. FC Kaiserslautern |
