Personal: SC-Trainer Volker Finke nahm keine Änderungen vor, es spielte die Mannschaft, die 2:0 in Kaiserslautern gewonnen hatte. Jörg Berger ersetzte nach dem 2:2 gegen Rostock den verletzten Weber (Muskelprobleme) und Gebhardt durch Schur und Sobotzik.
Taktik: Freiburg wie gewohnt mit Libero vor der Abwehr, zwei Manndeckern, die ihre Gegenspieler im Raum übernahmen, einem rochierenden zentralen Mittelfeld und (überwiegend) Kurzpaßspiel über den ganzen Platz. Bei der Eintracht rückte Kutschera in die Innenverteidigung, er spielte gegen Weißhaupt ebenso konsequent Manndeckung wie Bindewald gegen Ben Slimane. Auf den Halbpositionen im Mittelfeld waren Schur und Sobotzik defensiver aufgestellt, Bernd Schneider sollte die Offensive ankurbeln.
Spielverlauf: Freiburg hatte von Beginn an deutlich mehr Ballbesitz, die Eintracht spielte vorsichtig, Motto: Defensive zuerst. Trotz ihrer spielerischen Überlegenheit schafften es die Gastgeber zunächst jedoch nicht, unmittelbare Torgefahr zu entwickeln. Nach einer Großchance durch Günes (26.) ermöglichte dann ein doppelter Aussetzer in der Frankfurter Abwehr (Schneider, Hubtchev) die Führung des Sportclubs. Eine ideale Ausgangsposition für die konterstarken Freiburger, die auch weiterhin spielbestimmend blieben und die Frankfurter auf mehreren Positionen unter Druck setzten: auf den Außen durch die angriffslustigen Kohl und Zkitischwili (gegen Pedersen und Zampach); im zentralen Mittelfeld durch die größere Laufstärke; im Sturm durch den schnellen Ben Slimane, der auch mit langen Bällen gesucht wurde und mit dem Bindewald massive Probleme hatte. Kam hinzu, daß die Freiburger Deckung mit den zweikampfstarken Diarra und Schumann äußerst stabil war. Frankfurter Angriffe, meist über Bernd Schneider aufgebaut, blieben im Ansatz stecken.
Nach der Pause brachte Jörg Berger mit Westerthaler einen dritten Stürmer, Pedersen rückte für den schwachen Bindewald in die Innenverteidigung. Es blieb jedoch - auch nach dem schnellen 2:0 - bei der Frankfurter Harmlosigkeit: Yang blieb wirkungslos, Fjörtoft rackerte zwar, war aber nie torgefährlich. Auch ohne Libero (Hubtchev wurde ausgewechselt, Janßen rückte ins Mittelfeld) änderte sich daran nichts. Während die Freiburger noch einige Konterchancen vergaben, wies die Offensive der Eintracht bei Abpfiff eine ernüchternde Bilanz auf: In neunzig Minuten gab es nicht eine Torchance.
Fazit: Ein verdienter Freiburger Sieg gegen einen - vor allem offensiv - schwachen Gegner.
Es berichten Uwe Marx und Peter Nickel
| SC Freiburg |
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| Eintracht Frankfurt |
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1:0
Ben Slimane (29., Linksschuss)
2:0
Kobiashvili (48., Linksschuss, Kohl)
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Gelbe Karten |

